Akademische Abschlussfeier erstmals im historischen Ambiente des Kloster Eberbach

Fliegende Hüte im historischen Kreuzgang: Erstmals feierte die Hochschule Geisenheim am Samstag, 18. Februar 2017, ihre Absolventinnen und Absolventen im Laiendormitorium zu Kloster Eberbach; insgesamt 152 Studierende schlossen im Wintersemester 2016/17 ihr Bachelor- oder Master-Studium ab. Prof. Dr. Manfred Großmann, Vizepräsident Forschung der Hochschule Geisenheim, überreichte zudem die Promotionsurkunden persönlich an drei von vier Geisenheimer Wissenschaftler, die im vergangenen Jahr ihre Dissertationen abgeschlossen hatten. Die Feier mit Festredner Martin Blach, Vorsitzender des Vorstandes der Stiftung Kloster Eberbach, bildete auch den Rahmen für die Verabschiedung von Prof. Dipl.-Ing. Siegbert Sattler in den Ruhestand.

„Wir freuen uns, dass wir im einmaligen Ambiente des Kloster Eberbach all das feiern durften, was die Hochschule Geisenheim im akademischen Bereich auszeichnet: Bachelor-Absolventen, die dank der Praxisorientierung im Studium direkt ins Berufsleben starten können, Master-Studierende, die sich mit ihrer forschungsbasierten Vertiefung für Führungsaufgaben oder eine wissenschaftliche Karriere qualifiziert haben, und unsere Doktorinnen und Doktoren, die in ihren jeweiligen Bereichen einen wichtigen Forschungsbeitrag leisten“, so Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule Geisenheim.

Flexible Studienmöglichkeiten und ein starkes Netzwerk

Robert Lönarz, Präsident der VEG – Geisenheim Alumni Association e. V., ergänzte: „Wir sind sehr stolz, dass sich schon heute abzeichnet: Viele der Ehemaligen werden uns als Mitglieder des Alumni-Verbandes treu bleiben. Das starke internationale Netzwerk der VEG ist einzigartig und ein echtes Karrieresprungbrett auch für unsere aktuellen Studierenden.“

Unter den vierzig Absolventinnen und Absolventen aus dem Studiengang Landschaftsarchitektur sind in diesem Semester fünf Studenten, die sich für ein duales Studium entschieden und parallel ihre Ausbildung zum Garten- und Landschaftsbauer erfolgreich abgeschlossen haben. „Die enge Vernetzung von Studierenden mit den Unternehmen der Branchen wird an der Hochschule Geisenheim seit jeher großgeschrieben. Mit dem dualen Modell in vier Studiengängen bieten wir unseren Studierenden die Möglichkeit, ihre berufliche Karriere noch flexibler zu gestalten“, so Prof. Dr. Otmar Löhnertz, Vizepräsident Lehre der Hochschule Geisenheim.

An die Absolventinnen und Absolventen gerichtet fügte Löhnertz hinzu: „Mit Ihrem Studium haben Sie die Basis, aber keine Garantie für einen erfolgreichen beruflichen Weg erworben. Die Herausforderungen in den nächsten vierzig Jahren Ihrer nun beginnenden Arbeitszeit werden vielfältig sein: Neben den gesellschaftlichen Veränderungen werden Sie in vielen Bereichen unter sich dramatisch verändernden klimatischen Anbaubedingungen gefordert sein.“

Dissertationen behandeln vielfältige Themen aus der Welt des Weins

Den Doktorgrad erlangten an der Hochschule Geisenheim im vergangenen Jahr Dr. agr. André Hoffmann, Dr. agr. Hermann Morast, Dr. agr. Jessica Röcker und Dr. rer. nat. Jochen Vestner. Ihre Dissertationen behandeln vielfältige Themen aus der Welt des Weins: Spätfrostgefährdung und Frostresistenz der Weinrebe, den oenologischen Einsatz phenolischer Extrakte in Spätburgunder und Müller-Thurgau Weinen, Verfahren zur Reduzierung des potentiellen Alkoholgehalts von Weinen sowie neue Ansätze zur Analyse von Weinaromastoffen.

Mit den Studierenden und erfolgreichen ehemaligen Promovenden verabschiedete sich auch Prof. Dipl.-Ing. Siegbert Sattler von der Hochschule Geisenheim; vom Sommersemester 1983 bis zum Wintersemester 2016/17 hat Sattler, der im höheren bautechnischen Dienst der Hessischen Staatsbauverwaltung tätig war, an der Hochschule Geisenheim die Studierenden der Landschaftsarchitektur in Kunst- und Kulturgeschichte, Geschichte des Städtebaus und Freihandzeichnen unterrichtet. Im Namen der Hochschule dankte Löhnertz Sattler für dessen Engagement: „Als Mann der Praxis konnten Sie Ihr Fachwissen in 33 Jahren an viele Studierendengenerationen weitergeben.“

Zur Bildergalerie: http://bilddb-srv.hs-geisenheim.de/publications/OpenContent/?list_id=69609


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Ein Bericht von Katharina Müller und Yasmin Peters, Master-Studentinnen der Getränketechnologie

Schon zum vierten Mal in Folge bot die Martin Bauer Group den Master-Studierenden des Studiengangs Getränketechnologie der Hochschule Geisenheim die Möglichkeit, durch eine zweitägige Exkursion Einblicke in die Herstellung von Tee-, Getränke- und phytopharmazeutischen Industrieprodukten zu erlangen. Das heute als the nature network® bekannte Konzerngeflecht begann 1930 mit der Kräuterverarbeitung von Pfefferminze. Heutzutage umfasst das Unternehmensportfolio rund 200 Rohstoffe, die zu einer Vielzahl an pflanzlichen Produkten, wie zum Beispiel zu Kräuter-, Früchte- und Teeextrakten, Aromen und Teemischungen verarbeitet werden. Im Rahmen der Schulungstage referierten Mitarbeiter des Unternehmens über den theoretischen Hintergrund der angewandten Extraktherstellungstechnologien sowie über die Stabilisierung und Trübungsvermeidung in Extrakten. Des Weiteren erhielten die Studierenden eine Einführung in die wichtigsten Kräuter wie zum Beispiel Kamille, Pfefferminze und Hibiskus sowie in die unterschiedlichen Teeprodukte aus Camellia Sinensis. Diese theoretischen Lerninhalte wurden abgerundet durch thematisch passende Verkostungen von Tees und Extrakten und die eigenständige Entwicklung von Teegetränken.

Am Hauptsitz in Vestenbergsgreuth befinden sich die Geschäftsbereiche PhytoLab und Martin Bauer Group, die sich in die Business Units Martin Bauer und Plantextrakt unterteilt. Durch die Betriebsbesichtigungen der einzelnen Bereiche konnten die Studierenden einen guten Einblick in die angewendeten Technologien und täglichen Arbeitsabläufe erhalten. Großen Anklang fand außerdem der angegliederte Teeladen, in dem die breit gefächerte Produktpalette ersichtlich wurde. Abgerundet wurde der erste Exkursionstag durch eine gemeinsame Brauereiführung mit anschließendem Bier-Menü im familiären Brauereigasthof „Zum Löwenbräu“. Die Schulung in Zusammenarbeit mit der Martin Bauer Group ist im Verlauf der letzten Jahre ein fester und wichtiger Bestandteil des Modules Kaffee, Tee, Kakao geworden. Gerade durch den mehrtägigen Einblick ermöglicht die Exkursion es den Studenten umfangreiche Kenntnisse in dem Fachbereich der pflanzlichen Produktverarbeitung zu erlangen. Diese erfolgreiche Zusammenarbeit wird sicherlich auch im nächsten Jahr weitergeführt.


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Live-Erlebnis in Molekularbiologie für Biologie-Leistungskurse

Biologie Leistungskurs der Rheingauschule im molekularbiologischen Labor des Instituts für Phytomedizin

Mit mehreren Aktionen hat sich die Hochschule Geisenheim Anfang Februar als Partner für die Schulen des Rheingaus präsentiert. So besuchten insgesamt drei Biologie-Leistungskurse der Rheingauschule Geisenheim und des Gymnasiums Eltville das Institut für Phytomedizin bzw. das Institut für Botanik und hatten dort die Gelegenheit, Molekularbiologie live zu erleben. In einem Workshop zu verschiedenen molekularbiologischen Techniken konnten drei Gruppen mit insgesamt knapp 40 Schülerinnen und Schüler an jeweils einem Vormittag selber DNA extrahieren, eine Polymerasekettenreaktion ansetzen und die Ergebnisse gelelektrophoretisch auswerten. Damit konnte ein Teil der Theorie der Leistungskurse zur Thematik Genetik praktisch vertieft werden. Dieses Angebot haben beide Gymnasien in den letzten Jahren bereits mehrfach wahrgenommen, und das Feedback von Schülerinnen, Schülern und Lehrerinnen war bislang durchweg positiv.

Zusätzlich hat die Hochschule Geisenheim am 1. Februar 2017 für die Jahrgangsstufe 11 der Rheingauschule Geisenheim erstmalig einen Berufsinformationstag für den naturwissenschaftlichen Bereich veranstaltet. Hier präsentierten Kolleginnen und Kollegen mögliche Tätigkeiten und Forschungsfelder im Bereich der Angewandten Mathematik, der Chemie, der Mikrobiologie und des Naturschutzes. Darüber hinaus wurden die Studiengänge Weinbau und Gartenbau durch die Studiengangsleiter vorgestellt und das Gewächshaus des Obstbaus sowie das Getränketechnologische Zentrum der Hochschule besucht. Auch hier waren sich alle Beteiligten einig, eine ähnliche Veranstaltung zur Berufsorientierung Rheingauer Schülerinnen und Schüler in Zukunft regelmäßig anzubieten.


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Teil 7 der Exkursions-Impressionen aus Äthiopien und Ruanda von Ann-Sophie

Der Tag fing früh an, bereits um 7:30 Uhr startete die Fahrt nach Akagera. Während der fünfstündigen Busfahrt hielten wir im Iris Guest House und an einer Tankstelle an, um eine Pause zu machen und uns mit Proviant zu versorgen. Die Natur hat sich nach der Abbiegung Richtung Nationalpark sehr verändert, anstatt geordneten Kleingärten und Bananenpflanzen überragten naturbelassene Grünpflanzen. Gegen 13:00 Uhr gelangten wir an das Infocenter, an dem wir eine afrikanische sich zum Teil widersprechende Einführung bekamen.

Wir entschieden uns für zwei Touren mit unserem Bus begleitet von einem Ranger. Die erste Tour startete gleich nach der Zimmerbelegung und dauerte vier Stunden. Es gab sehr viele Wildtiere zu entdecken, unter anderem Giraffen, Affen, Hippos, Krokodile oder Antilopen. Die Aussicht auf die Seen war beeindruckend. Da wir uns seit 7:00 Uhr morgens höchstens von Müsliriegeln ernährten, freuten sich alle auf eine warme Mahlzeit. Zuvor sprangen noch Einige in den hoteleigenen Pool mit perfektem Blick auf den Nationalpark.

Das Büffet erfüllte alle Wünsche und konnte auch mit Nachtisch (Kuchen, Obstsalat, Crêpes…) punkten. Wir hatten ein Geburtstagskind in unserer Runde, deshalb gab es im Anschluss noch eine Überraschung in Form von einer hausgemachten Torte und Geschenken der Gruppe, das Geburtstagslied wurde auch von anderen Hotelgästen mitgesungen. Vor dem Zubettgehen trafen sich alle auf dem Balkon mit Blick auf den Pool, um den letzten Abend zu genießen und Spiele zu spielen.

Der darauf folgende Freitag, 10. Februar, fing noch früher um 6:00 Uhr mit Safari Nummer 2 an, die nach vier Stunden endete. Der Unterschied bestand aus einer anderen Route auf der man auch Elefanten und Büffel erspähen konnte. Die Safari hinterließ einen überwältigten Eindruck über die dortige Tier- und Pflanzenwelt.  Nach der Exkursion standen alle zunächst etwas unter Druck, die Koffer schnell in den Bus zu räumen, in der Hoffnung den Flieger nicht zu verpassen. Wir wurden vorgewarnt, dass seit neustem Hunde das Gepäck vor den üblichen Sichherheitskontrollen überprüfen und man deshalb mehr Zeit einplanen sollte… Die Aufregung legte sich schnell als wir früher als geplant zum Flughafen aufbrechen konnten. Der erste Rückflug nach Addis verlief, entgegen den Erwartungen einiger Studierender, nicht in einer Propellermaschine. Der Aufenthalt in Äthiopien betrug vier Stunden und wurde zum Shoppen und Spielen verwendet. Da alle müde waren, war die Erleichterung groß, als das Boarding begann und wir uns im Flugzeug ausruhen konnten. Wir erreichten Frankfurt planmäßig am Samstagmorgen.

Die Reise war für uns alle von überragenden Eindrücken geprägt, hat viel Spaß gemacht und unsere Speicher der Fotoapperate gut gefüllt. Vielen Dank an die Organisatoren der Reise!

Im Rahmen einer studiengangsübergreifenden Großen Exkursion haben neun Studierende aus Geisenheim und neun Studierende der Hochschule Mainz in den letzten Wochen gemeinsam Land, Leute, Kultur und Kulinarik in Äthiopien und Ruanda kennen. Auf unserem Blog haben sie währenddessen kurze Einblicke gegeben und ihre Impressionen geteilt.

Hier geht es zu Teil 1 – Geisenheimer Studierende treffen den deutschen Botschafter in Addis Abeba.
Hier geht es zu Teil 2 – Spannende Einblicke in die Produktion von Raisin Wine.
Hier geht es zu Teil 3 – Auf geht’s nach Kigali!
Hier geht es zu Teil 4 – Beeindruckende Natur und das ländliche Ruanda.

Hier geht es zu Teil 5 – Auf Vulkanen und im Kanu.
Hier geht es zu Teil 6 – Zu Besuch an der INES Universität, Ruhengeri.


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Teil 6 der Exkursions-Impressionen aus Äthiopien und Ruanda von Stefan und Lena

Noch von der Sonne geweckt, schlug das Wetter am Montag auf dem Weg zur Universität INES in Ruhengeri um und es begann zu regnen. Nach einer kurzen Eröffnung durch den Direktor entwickelten wir in kleinen Gruppen der Studierenden aller Hochschulen Ideen im Brainstorming. Das Ziel der interkulturellen Zusammenarbeit war, ein Konzept für ein zukunftsfähiges Produkt zu erarbeiten. Nach der Mittagspause ging es in den einzelnen Teams unter anderem ins Labor zur Produktion von Ananassaft und Bohnenmehl. Zwei andere Teams besuchten eine Fruchtweinkellerei und einen kleinen Milchviehbetrieb. Am späten Nachmittag besuchten wir noch einen kleinen regionalen Markt zum Einkaufen. Um 19:00 Uhr brachen wir wie jeden Abend zum Abendessen auf, mit anschließendem Besuch einer Bar.

Auch der zweite Tag an der Universität startete um 9:00 Uhr. Nach einer kurzen Eröffnung begannen alle in den Gruppen ihre Arbeit. Das Ziel: Ein Plakat zur Vermarktung des geplanten Produktes. Nach dem Mittagessen, das wie am Tag zuvor absolut überzeugte, vollendeten alle Gruppen ihre Arbeit. Am Nachmittag bestand wie am Tag zuvor die Möglichkeit, die Fruchtweinkellerei zu besuchen oder auf den heimischen Markt zu fahren. Am Abend trafen sich alle Studenten und Dozenten zum gemeinsamen Abendessen und zur Präsentation der Plakate. Der letzte Abend in Muzanse endete feucht fröhlich und alle Exkursionsteilnehmer waren traurig abzureisen, aber voller Vorfreude auf das nächste Ziel der Reise.

An unserem 8. Tag in Ruanda ging es für die Gruppe nach kurzer organisatorischer Umplanung nach Kinihira auf die Teeplantage eines amerikanischen Investors. Nach einer holprigen Fahrt über rote Sandstraßen durch das Land der tausend Hügel entdeckten wir eine neue Seite von Ruanda. Nach kilometerlanger Fahrt entlang der Teeplantage und durch vereinzelte kleine Siedlungen erreichten wir auf der Spitze eines der 1.000 Hügel die aus Backsteinmauern umgebene Plantage. Die Unterkunft erinnerte an eine Lodge aus den Filmen der 80er Jahre, die das Leben der westlichen Investoren in Afrika widerspiegeln. Tatsächlich geht die Gründung der Fabrik auf das Jahr 1975 zurück. Nach dem wohl besten Buffet seit unseres Reisebeginns brach die Gruppe rund um glücklich zur Führung durch die fünf Produktions- und Fertigungshallen auf. In zwei Gruppen aufgeteilt, wurden uns die beiden Methoden des Teeherstellungsprozesses nähergebracht. Die Fabrik stellt aus den jungen Blättern der Teepflanze sowohl grünen als auch schwarzen Tee her. Der Unterscheid der Sorten liegt in der Oxidation bzw. Fermentation der Blätter, welche beim Grüntee durch „Steaming“ unterbunden wird. Außerdem erklärte Samuel, unser Guide, die Unterscheidung zwischen orthodox und einfach hergestelltem Schwarztee. Diese beläuft sich auf den Feuchtigkeitsgehalt der Teeblätter nach Trocknung und der Methode zur Aktivierung der Oxidationsenzyme. Nach einer kleinen Verkostung der Muster war noch Zeit für ein Match auf dem Tennisplatz des Guesthouses oder einen Dorfrundgang. Auch hier hat uns wieder das friedliebende und aufgeschlossene Wesen der Ruander mitgerissen. Nach Abschluss des Tages konnten alle von einem gelungenen Besuch auf Sorwathe sprechen.

Im Rahmen einer studiengangsübergreifenden Großen Exkursion haben neun Studierende aus Geisenheim und neun Studierende der Hochschule Mainz in den letzten Wochen gemeinsam Land, Leute, Kultur und Kulinarik in Äthiopien und Ruanda kennen. Auf unserem Blog haben sie währenddessen kurze Einblicke gegeben und ihre Impressionen geteilt.

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Hier geht es zu Teil 4 – Beeindruckende Natur und das ländliche Ruanda.

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08.02.2017 Pressestelle: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Landesprogramm LOEWE fördert wissenschaftliche Projekte, die Nuss-Allergiker besser schützen sollen und Psychotherapien verbessern können

                                                                                                                        Bildnachweis: R-Biopharm AG

Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein übergibt heute Förderbescheide aus dem Forschungsförderprogramm LOEWE in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro an sechs südhessische KMU-Verbundprojekte. In diesen Projekten arbeiten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Hessen mit Wissenschaftseinrichtungen an innovativen Produkten und Dienstleistungen. Beispielsweise an einer Software für die Psychotherapie: Sie soll Therapeuten helfen, während der Behandlung aufkommende Probleme beim Patienten rechtzeitig zu erkennen.

Anstoß für Innovationen

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die Psychotherapie-Software zeigt beispielhaft, wie unser Förderprogramm LOEWE praxisnahe Forschung möglich macht. Das Ergebnis hilft ganz konkret, erkrankte Menschen stärker zu unterstützen. LOEWE gibt somit Anstoß für Innovationen in der Wirtschaft – vor allem für kleine und mittlere Unternehmen.“

Das Software-Projekt trägt den Titel „DBT-Benchmarking“. Die Abkürzung steht für Dialektisch-Behaviorale Therapie, eine Psychotherapieform zur Behandlung von stark suizidgefährdeten Patienten. Die Idee: Patienten und Therapeuten geben regelmäßig Daten zum Befinden und zur Behandlung in das Programm ein. Die Software vergleicht sie mit denen vieler anderer Menschen und kann so beispielsweise abschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Patient nicht von der Therapie profitiert, diese vorzeitig abbricht oder gar an Selbstmord denkt. In solchen Fällen könnte künftig rechtzeitiger eingegriffen werden. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit der Hochschule Darmstadt mit der Otzberger Firma Deuschel & Schüller GbR, dem Dachverband Dialektisch-Behaviorale Therapie e.V. in München und dem Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim. Es wird mit 390.000 Euro aus LOEWE-Mitteln gefördert.

Viele junge Unternehmen beteiligt

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Bei den geförderten Projekten sind sehr viele junge Unternehmen beteiligt. Damit bedienen wir eine Nische: Junge Unternehmen haben in vergleichbaren Bundesprogrammen praktisch keine realistischen Chancen auf Förderung. Dabei sind gerade sie innovativ, flexibel am Markt und schaffen Arbeitsplätze. Auch die Forschungsprojekte selbst bringen immer wieder neue Unternehmen hervor. Mit unseren KMU-Verbundprojekten investieren wir also auch in Hessens Zukunft.“

 

Diese Projekte werden ebenfalls gefördert

Außer für „DBT-Benchmarking“ übergibt Wissenschaftsminister Boris Rhein heute Zuwendungsverträge für folgende LOEWE-KMU-Verbundprojekte:

BioMobile II – Datenschutzfreundliche und Präsentations-angriffssichere Sprechererkennung

Die Forscher arbeiten an einer biometrischen Sprechererkennung auf Smartphones für mobiles Banking und Bezahlmöglichkeiten.

Koordination: Hochschule Darmstadt, Fachbereich Informatik

Partner: Authada GmbH (Darmstadt), Deudat GmbH (Wiesbaden), usd AG (Neu-Isenburg)

Förderung: rund 371.000 Euro

 

iKnowControl – Entwicklung eines KMU-orientierten Hard-Softwaresystems zur intelligenten Auswertung und Steuerung material- und prozessabhängiger Energieverbräuche in der Produktion

Ziel ist ein System aus Hard- und Software, mit dem Unternehmen ihren Energieverbrauch kontinuierlich erfassen und auswerten können.

Koordination: Hochschule Darmstadt, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik

Partner: RSW Technik GmbH (Buseck), Veolia Umweltservice GmbH (Eichenzell-Welkers)

Förderung: rund 372.000 Euro

 

Satelliten-Überwachungssystem für Seecontainer – SocraCargo

Die Forscher entwickeln ein Überwachungssystem für Containertransporte auf See. Es soll Informationen über den Zustand der Ware übermitteln.

Koordination: Socratec Telematic GmbH (Bensheim)

Partner: Hochschule Darmstadt, Competence Center For Applied Sensor Systems (CCASS), BSC Computer GmbH (Allendorf)

Förderung: rund 441.000 Euro

 

Entwicklung verbesserter ELISA-Methoden zur Detektion von Allergenen in Lebensmitteln

Das Projekt soll helfen, Nüsse in Lebensmitteln besser nachzuweisen, um Allergiker zu schützen.

Koordination: R-Biopharm AG (Darmstadt)

Partner: Hochschule Geisenheim University, Zentrum für Analytische Chemie und Mikrobiologie, Hochschule Fresenius gemGmbH, Idstein Fachbereich Chemie & Biologie

Förderung: rund 330.000 Euro

 

Multisensorisches, präventives Kommunikationssystem

Die Wissenschaftler arbeiten an einem Kommunikationssystem für die lärmgeplagte Industrie: Kommunikationswege sollen dabei digitalisiert und mit Arbeitsschutz kombiniert werden.

Koordination: InEar GmbH & Co. KG (Roßdorf)

Partner: Hochschule für Gestaltung, Fachbereich Design

Förderung: rund 232.000 Euro

 

Was ist LOEWE?

Die Abkürzung „LOEWE“ steht für „Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz“. Mit LOEWE hat die Landesregierung von 2008 bis 2016 rund 671 Millionen Euro für die Förderung herausragender, wissenschaftlicher Verbundvorhaben bereitgestellt. Im Jahr 2017 beläuft sich das LOEWE-Budget auf insgesamt rund 58 Millionen Euro. Das Programm ist neben dem Hochschulpakt und dem Bauprogramm HEUREKA die dritte Säule der Hochschulförderung in Hessen. Weitere Informationen gibt es auf »www.loewe.hessen.de.

 

Kontakt für Pressevertreter

Pressesprecherin:

Frau Sissi Hajtmanek

Pressestelle:

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Telefon:

+49 611 32 32 30

Telefax:

+49 611 32 32 99

E-Mail:

pressestelle@hmwk.hessen.de


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Geisenheimer Getränkeseminar bringt am 7. und 8. März 2017 Experten aus Fruchtsaftindustrie und Forschung zusammen

Technologien, Rohwaren, Produkte, Inhaltsstoffe: Beim Geisenheimer Getränkeseminar am 7. und 8. März 2017 diskutieren Expertinnen und Experten aus Forschung und Industrie aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und neueste Trends für die Getränkeindustrie. Das zweitägige Seminar richtet sich an Betriebs- und Laborleiter, Fruchtsafttechniker, Produktentwickler sowie Vertreter der Zulieferindustrie. Gastgeber sind das Institut für Weinanalytik & Getränkeforschung der Hochschule Geisenheim und das Geisenheimer Institut für Weiterbildung (GIW).

Auf der Rednerliste steht unter anderem Prof. Dr. Reinhold Carle von der Universität Hohenheim mit seinen Vorträgen zur Druckwechseltechnologie als aussichtsreiches Verfahren zur nicht-thermischen Haltbarmachung von Fruchtsäften sowie zum Thema Fälschungen durch Reaktivfarbstoffe. Dr. Victor Ara von Chelab referiert über den Bio-Status-Nachweis mittels Stabil-Isotopen-Verhältnis-Analysen in Fruchtsäften und deren Halb- und Rohwaren. Abgerundet wird das Programm durch Vorträge weiterer Expertinnen und Experten aus den Bereichen Verfahrenstechnik und Lebensmittelchemie sowie eine Abschlussdiskussion zum Thema „Xanthan & Co.: Zulassung von neuen Zusatzstoffen für Fruchtsäfte und Nektare – was ist davon zu halten?“

Das vollständige Programm ist hier zum Abruf verfügbar. Die Anmeldung für das kostenpflichtige Seminar ist bis zum 24. Februar 2017 online unter www.hs-geisenheim.de/giw möglich.


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Die Fußball-Europameisterschaft der Winzer 2016 war ein großartiges Erlebnis für alle Spieler aus sechs europäischen Nationen und für den Veranstalter, die Fußball-Nationalmannschaft der Winzer – WEINELF in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Weinkultur e.V. und der Hochschule Geisenheim. Neben einem hervorragenden HR-Fernsehbeitrag von Bernd Kliebhan und Nina Thomas http://programm.ard.de/?sendung=2810817748579159&first=1 wird ab Minute 26 in dieser Dokumentation bericht. Insgesamt konnten 5.000 Euro für die Giovane-Elber-Stiftung eingepielt werden.

Das umfangreiche Videomaterial wurde  vom Geisenheimer Weinbaustudenten Michael Bergmann und Robert Fladung über 5 Tage gefilmt – ganz herzlichen Dank! Beim gestrigen WEINELF-Neujahrsempfang im Weingut/Sektkellerei Schloss Affaltrach wurde „der Film“, eine einstündige Dokumentation, erstmals präsentiert.

Weitere Infromationen auf www.winzer-euro2016.de

 


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Informationen rund ums Studium für Abiturientinnen und Abiturienten sowie Interessierte

„Agrartage 2017 – Denkanstöße über den Tag hinaus – Vernetzen, Anbinden, Weiterdenken“ so lautete das Motto der diesjährigen Agrartage Rheinhessen vom 23. bis zum 27. Januar 2017 in Nieder-Olm, an denen auch die Hochschule Geisenheim (HGU) vertreten war.

Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich über den neuesten Stand der Forschungen zu informieren. Auch nutzten insbesondere künftige Abiturientinnen und Abiturienten die Chance, sich bezüglich der Studiengänge Weinbau & Oenologie, Internationale Weinwirtschaft sowie Getränketechnologie beraten zu lassen.

Die HGU freute sich über eine gelungene und gut besuchte Messe, an der sie auch die Gelegenheit nutzte, die neuen Studiengänge Lebensmittelsicherheit sowie Logistik und Management Frischprodukte zu präsentieren und den Besuchern die Verbindung zwischen Forschung, Bildung und Praxis darzustellen.

   


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Teil 5 der Exkursions-Impressionen aus Äthiopien und Ruanda von Carlotta

Nach dem Aufwachen im Morgengrauen machten sich 16 der 18 Studierenden auf den Weg zum Vulkan Bisoke. Da wir am Vorabend aus einem vielfältigen Programm wählen konnten, haben sich auch zwei Studentinnen zu den Twin Lakes aufgemacht. In der Morgensonne wurden wir am National Parc Entrance mit traditionellen Tänzen und Getrommel empfangen. Immer noch etwas müde machten wir uns dann mit unserem Guide Bosko auf eine 45-minütige Fahrt – über teilweise abenteuerliche Straßen – zum Startpunkt.

Auf 2.600 Metern Höhe gingen wir dann los. Einige haben sich auch den Luxus eines „Porters“ geleistet, die den Rucksack bis auf die Vulkanspitze transportieren. Beginnend durch Pyrethrum-Felder (die zur biologischen Insektizidherstellung bestimmt sind), ging es nach einigen Höhenmetern zum offiziellen Parkeintritt in den Regenwald. Bereits nach den ersten Metern begannen wir die Höhe zu spüren.

Beeindruckende Bäume, matschige Wege und anfeuernde „Porter“, die uns in teilweise klettermäßiger Akrobatik auf den Vulkankrater in 3.711 Meter Höhe scheuchten. Entlohnt wurden die Strapazen mit einem Blick auf den Vulkansee und der Grenznähe zum Kongo. Uns wurde eine halbe Stunde Pause gewährt, bevor wir uns wieder auf den schlammigen Rückweg machen mussten. Zum Abschluss wanderten wir noch einen wunderschönen Weg durch den Dschungel. Sehr erschöpft, aber mit Endorphinen im Blut kamen wir dann wieder bei den Trucks an, die uns nach Hause brachten.

Währenddessen im Kanu auf einem der Twin Lakes: Der Rest der Gruppe ist bei zunächst strahlendem Sonnenschein auf dem Weg zur einer sehr idyllischen Insel, die mitten im größeren der zwei Twin Lakes liegt. Bei einer kleinen Wanderung über die von 200 Menschen bewohnte Insel machten sie diverse Zwischenstopps, um die einzelnen Schritte der Bananenbier-Produktion zu sehen und auf einen Kolben Mais und frisch gekochte Eier einzukehren. Am anderen Ende der Insel angekommen, ging es wieder mit dem Kanu Richtung Festland. Vom Ufer führte ein kleiner Pfad steil bergauf durch kleinparzellierte und oft gemischt angebaute Bananen- und Sorghumfelder, Eukalyptus und andere nutzbare Pflanzen.

Nachdem wir alle diesen Ausflugstag in der Natur sehr genossen haben, werden wir die nächsten beiden Tage mit Studenten der INES Universität verbringen.

Im Rahmen einer studiengangsübergreifenden Großen Exkursion lernen neun Studierende aus Geisenheim und neun Studierende der Hochschule Mainz derzeit gemeinsam Land, Leute, Kultur und Kulinarik in Äthiopien und Ruanda kennen. Auf unserem Blog geben sie währenddessen kurze Einblicke und teilen ihre Impressionen.

Hier geht es zu Teil 1 – Geisenheimer Studierende treffen den deutschen Botschafter in Addis Abeba.
Hier geht es zu Teil 2 – Spannende Einblicke in die Produktion von Raisin Wine.
Hier geht es zu Teil 3 – Auf geht’s nach Kigali!
Hier geht zu Teil 4 – Beeindruckende Natur und das ländliche Ruanda.


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