Getränketechnologie-Studenten der Hochschule Geisenheim erreichen Platz 3 bei der TROPHELIA

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Maximilian Grimm und Benedikt Meinung präsentieren ihre Treber-Limonade Draffity. © FEI e.V.

Getränketechnologen müssen nicht nur kreativ und geschickt, sie müssen vor allem geduldig sein. Der erste Versuch bei der Entwicklung eines neuen Drinks bringt mitunter kein schmackhaftes Ergebnis, Produkt Nummer zwei hat keine besonders lange Haltbarkeit und bei Version drei setzen sich einzelne Bestandteile zu schnell ab.

So ging es auch Maximilian Grimm und Benedikt Meinung, Master-Studenten der Getränketechnologie an der Hochschule Geisenheim. Gemeinsam haben sie für die Teilnahme an der TROPHELIA, einem Wettbewerb, in dem der Forschungskreis Ernährungsindustrie e. V. (FEI) besonders nachhaltige Lebensmittelinnovationen von Studierenden auszeichnet, eine Treber-Limonade entwickelt. „Wir haben viel mit den Inhaltsstoffen experimentiert, aber am Anfang bekamen wir einfach kein zufriedenstellendes Ergebnis“, erzählt Grimm.

Draffity: Der Sommerdrink für junge Leute, die die Welt verändern wollen

Das proteinhaltige Erfrischungsgetränk dient als Ballaststoffquelle. © FEI e. V.

Das proteinhaltige Erfrischungsgetränk dient als Ballaststoffquelle. © FEI e. V.

Doch die Idee zu Draffity, einer Limonade, die auf Basis von Treber aus der Bierproduktion – im Englischen „draff“ – hergestellt wird, war zu gut, um einfach in die Schublade zu wandern. „Draffity ist ein proteinhaltiges Sportlergetränk, das als Ballaststoffquelle dient und ideal für junge Leute ist, die mit ihrem ökologischen Gewissen die Welt verändern wollen“, fasst Grimm zusammen. Auf dem Weg vom Produktdossier zu einem echten, konkurrenzfähigen Produkt bekam das Team viel Unterstützung: Gemeinsam mit den Kommilitonen und ihrem Dozenten tüftelten die Studierenden an der Umsetzung ihrer Idee, die Mitarbeitern des Getränketechnologischen Zentrums rund um Michael Ludwig halfen bei der Herstellung und Ausmischung. „Es war toll, wie uns alle unter die Arme gegriffen haben“, freut sich Grimm. Und der Lohn unserer Arbeit? „Draffity hat am Ende wirklich richtig gut geschmeckt.“

Die Jury verkostet Draffity - und befindet das Getränk für sehr gut. © FEI e.V.

Die Jury verkostet Draffity – und befindet das Getränk für sehr gut. © FEI e.V.

Das fand auch die Jury der TROPHELIA und wählte das Team der Hochschule Geisenheim im Finale auf Platz 3. „Gerade weil wir als Hochschule das erste Mal an diesem Wettbewerb teilgenommen haben, ist es ein besonderer Erfolg“, lobt Dozent Dr. Claus-Dieter Patz. „Die Konkurrenz war sehr professionell, da können wir uns für die nächsten Runden noch Einiges abschauen.“ Die Entwicklung, Ausarbeitung und Umsetzung des fertigen Produktes erfolgten innerhalb des Moduls Getränkeentwicklung im Rahmen des Masterstudiengangs Getränketechnologie. Die Studierenden konnten im Wintersemester 2015/16 als Alternative zum endgültigen Projektbericht dabei erstmals ein Produktdossier bei der TROPHELIA einreichen.

Getränketechnologie: Ein Studium für Macher und Naturwissenschaftler

Mit vierzig Prozent Praxisanteil ist das Modul Getränkeentwicklung ohnehin etwas für echte Macher und die beste Ausgangsbasis für die Wettbewerbsteilnahme: „Die Studierenden lernen, ein Getränk von der Rohware bis zum Endprodukt zu planen und praktisch umzusetzen. Das schließt auch die Wahl der passenden Verpackung, rechtlich einwandfreie Kennzeichnung des Produkts und dessen Deklarierung ein“, erläutert der verantwortliche Dozent.

„Mit einem abgeschlossenen Getränketechnologie-Studium ist man ein Allrounder“, findet auch der 27-jährige Winzersohn Grimm. „Weinbau allein wäre mir zu langweilig gewesen. Ich lerne in meinem Studium an der Hochschule Geisenheim zwar auch, wie ich einen Wein im Keller zu behandeln habe, aber gerade die vielfältigen Herstellungsmethoden anderer Getränke waren das, was mich gereizt hat.“ Für Studieninteressierte hat er aber noch einen wichtigen Hinweis: Der Wissensdurst ist der richtige Ansporn für das Studium. „Der Anspruch an die naturwissenschaftlichen Fähigkeiten ist schon hoch. Chemie und Physik sind ständige Begleiter.“

Dr. Claus-Dieter Patz mit seinen Schützlingen und dem Gewinnerscheck. © FEI e. V.

Dr. Claus-Dieter Patz mit seinen Schützlingen und dem Gewinnerscheck. © FEI e. V.

Wettbewerbe als Vernetzungsplattformen

Die Teilnahme an einem Wettbewerb sei für Studierende darüber hinaus eine tolle Möglichkeit, sich zu vernetzten. „Ein solches Finale eröffnet einem schon ein bisschen die Welt“, urteilt Grimm. Das Team von Draffity hat im Anschluss an seine Präsentation in Bonn bereits erste Anfragen von Investoren erhalten, die ein mögliches Start-up, das die Limonade auf den Markt bringt, unterstützen wollen. „Das Produkt hat schon Potenzial“, glaubt Grimm. „Und wahrscheinlich werden wir auch versuchen, es zu vermarkten.“ Vorher steht aber noch eine Feier aus: Von den 500 Euro Preisgeld wollen die Master-Studenten den Mitarbeitern im Getränketechnologischen Zentrum erstmal einen ausgeben.


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Nach zehn Jahren WEINELF ist Maximilian Stigler wieder bereit für ein Spiel auf Bundesligarasen

Maximilian Stigler glaubt an die Titelverteidigung

In die WEINELF kam Maximilian Stigler wie die Jungfrau zum Kinde, sagt er. Und wie damals bei der Jungfrauengeburt waren auch bei Stiglers Debüt in der Nationalmannschaft der Winzer nicht gerade viele Zuschauer vor Ort. „Wir haben zwar im Münchner Olympiastadion gespielt, aber da waren nur fünfzig, maximal hundert Zuschauer“, erinnert sich der 28-Jährige. Das Spiel gegen Österreich wollten 2006 nur die Angehörigen der Kicker sehen – wie auch Stigler selbst, der eigentlich nur als Fan seines Vaters dabei war.

„Ich hatte meine Fußballsachen dabei, weil ich gehofft habe, ich könne beim Warmmachen ein bisschen mitkicken“, erzählt er. „Einmal auf dem Rasen des Olympiastadions stehen – das wär‘ ja was.“ Aus dem Mitkicken wurde für den Winzersohn vom Kaiserstuhl, der heute an der Hochschule Geisenheim im 6. Semester Weinbau & Oenologie studiert, aber ein spontaner Startelfeinsatz bei der WEINELF; zu viele Spieler waren ausgefallen. „Ich bin dann im Trikot von Edmund Diesler als Feldspieler aufgelaufen, obwohl ich ja eigentlich Torwart bin. Es war eine riesen Gaudi!“

Qualität auf dem Platz – und im Studium

Dass er bei der anstehenden Europameisterschaft der Winzer nicht mehr in Sturm oder Mittelfeld Gaudi machen darf, liegt an den gewachsenen Qualitätsansprüchen innerhalb der WEINELF. „Der sportliche Ehrgeiz im Team wächst. Gleichzeitig wollen wir uns keine Mannschaft aus Halbprofis zusammencasten. Das Wichtigste ist nach wie vor der weinbauliche Hintergrund“, betont Stigler. Deshalb muss heute jeder da spielen, wo er die beste Leistung bringt.

Maximilian Stigler hält die Kugel fest.Eine gesunde Mischung aus Gaudi und Leistung ist auch das Studium von Stigler an der Hochschule Geisenheim. „Das Studentenleben macht Spaß und es gibt im Rheingau mitunter legendäre WG-Parties“, erzählt der 28-Jährige. Was ihn nach Hessen verschlagen hat? „Geisenheim ist einfach DIE Adresse für Weinbauer“, findet Stigler. „Ich bekomme im Studium einen guten Blick für das gesamte Spektrum, bin mit Biologie und Chemie in der Theorie breit aufgestellt. Genauso wichtig ist es aber, dass man in den Praxismodulen mal raus kommt aus dem Hörsaal.“

„Der Zusammenhalt ist erstaunlich“

Für ihn, der nach Abschluss des Studiums in 6. Generation das Weingut seiner Familie weiterführen will, ist es wichtig „alles zu haben“. Betriebswirtschaftslehre, Kellerwirtschaft, Marketing: Kein Aspekt wird in Geisenheim vergessen. „Dazu kommt, dass die Dozenten auf dem Campus immer erreichbar sind und man viel Unterstützung erfährt.“ Für sein Berufspraktisches Semester geht Stigler im Sommer dann in die Schweiz. „Die Sorten dort sind denen bei uns am Kaiserstuhl sehr ähnlich. Das Unternehmen, das ich mir ausgesucht habe, bietet eine kleine Struktur, ein hohes Qualitätsniveau und hervorragendes Marketing – da kann ich nochmal Einiges lernen.“

Sollte es bei der Europameisterschaft der Winzer, die vom 26. bis 28. Mai im Rheingau stattfindet, zum Aufeinandertreffen mit der Schweiz kommen, will Stigler den Eidgenossen aber trotzdem nichts schenken. „Wir haben zwar das letzte Turnier gewonnen, aber gerade die Schweizer haben mächtig aufgerüstet. Da müssen wir aufpassen“, weiß der Torwart. Die Chancen auf die Titelverteidigung stehen seiner Einschätzung nach trotzdem gut: „Wir sind als Mannschaft einfach stark. Der Zusammenhalt zwischen den Arrivierten und den Nachwuchskräften ist erstaunlich und unser Ass im Ärmel.“ Und beschert dem 28-Jährigen nach zehn Jahren hoffentlich das Endspiel in der Mainzer CofaceArena und damit endlich wieder ein Spiel in einem großen Bundesligastadion – und zwar mit deutlich mehr Zuschauern als 2006.


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Prof. Dieter Treutter; Fachgebiet Ostbau; Prof. Dieter Treutter Foto: Eckert / Heddergott TU MŸnchen; Verwendung frei fŸr die Berichterstattung Ÿber die TU MŸnchen unter Nennung des Copyrights

Prof. Dieter Treutter; Fachgebiet Ostbau; Prof. Dieter Treutter
Foto: Eckert / Heddergott TU MŸnchen

Prof. Dr. Dieter Treutter, langjähriges Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der ehemaligen Forschungsanstalt Geisenheim, verstorben.

Dear Ladies and Gentlemen,
it is with great sadness that we must announce the passing of our friend and colleague Professor Dieter Treutter, who died on Saturday 07.05.2016 from cancer.

With his passing, the Associate Professorship of Fruit Science at the Technical University of Munich in Freising-Weihenstephan has lost its long-standing head, his colleagues their caring superior, many doctoral students their judicious advisor, and countless students their dedicated lecturer. The wider science community have lost a profiled mastermind, one who never followed the mainstream but was instead tenaciously committed to the issues which, through his scientific expertise, he recognised as pertinent.

Dieter Treutter studied Horticultural Science at the Technical University of Munich from 1976 – 1982. Following his studies he completed a doctorate at the Chair of Fruit Science under supervision from the former head, Walter Feucht, in the topic of grafting incompatibility in sweet cherry. In 1992 he gained the venia legendi in the subject of Fruit Science through his postdoctoral qualification in the topic of polyphenols and their significance to fruit growers and consumers. After time working in Spain, he was appointed the head of the Associate Professorship of Fruit Science at the Technical University of Munich in 1999. He was involved in numerous national and international scientific organisations as a member or as the chairman and was awarded an honorary doctorate from the Corvinus University in Budapest. With relentless perseverance, inexhaustible dedication and inscrutable wisdom, he anchored the horticultural sciences in research and teaching at the Technical University of Munich. The establishment of the master programme ‚Horticultural Sciences‘, which runs in co-operation with a number of renowned European universities, can essentially be credited to his hard work.

There was hardly a scientist who was as comfortable in both the worlds of scientific research and in the practical field of fruit growing as Dieter Treutter. It was the connection between the physiology of fruit trees and the requirements from fruit growers that made his lectures both challenging and informative. He inspired countless students into the field of fruit science and gave them the tools they required to develop their education and careers further. He guided many PhD students through the methodology of scientific research.

Dieter Treutter demanded more from no-one than he did from himself. He always compared his workload with that of a fruit grower, who should work every Saturday and, when necessary, also on Sundays. He kept much of his work and many of his achievements quiet. Humility was one of his virtues.

Dieter Treutter was passionate about his career and what he could still achieve. Even during the illness, he worked optimistically and with commitment at his institute. In April he celebrated his 60th birthday with his work colleagues.

We would like to express our deepest condolences to his wife and children.

We are thankful as we look back on the years in which we had the pleasure of working with Dieter Treutter. We will honour his memory and draw on those things which he both professionally and personally imparted on us. His dedication to the fruit sciences has set for us an example that we will take with us into the future.
Johannes Hadersdorfer (Technische Universität München) and Michael Neumüller (Bavarian Fruit Center)

 


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FAZ-Beitrag: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/roboter-sollen-arbeit-der-winzer-erleichtern-14239280.html

Roboter für den Weinanbau
Technik für die Trauben
Winzer ist ein anstrengender Beruf. In Zukunft soll die Arbeit auf dem Weinberg erleichtert werden. Neue Technik macht es möglich. (…)

Geht es nach Hans-Peter Schwarz, bekommen deutsche Winzer bald Begleitung bei ihrer Arbeit. Ob Drohnen oder Roboterfahrzeuge – aus Sicht des Agrarprofessors der Hochschule Geisenheim in Rheinland-Pfalz (Anm. der Redaktion „Hessen“) führt an einer massiven technischen Unterstützung im Weinbau kein Weg vorbei. Noch sind Roboter mehr oder minder in der Entwicklungsphase, und auch Kameras an Minifliegern sind kaum präsent in deutschen Weingebieten. Doch Schwarz ist sicher, der Robotik gehört die Zukunft. „Das Potenzial ist groß“, sagte Schwarz kürzlich bei einer Präsentation der Technik auf einem Weinberg in Stuttgart.“


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WeinelfMannschaftsfotoINSIDE54_Foto_©_BernhardHerzer

Fragen an Robert Lönarz, Präsident der Fußballnationalmannschaft der Winzer („WEINELF“)

Zwei Spielorte, sechs Mannschaften, zahlreiche Prominente und drei Halbzeiten – in Kürze geht sie los, die Fußball-Europameisterschaft der Winzer, kurz WINZER-EURO 2016. Anpfiff zur Vorrunde und zum Halbfinale ist am 26. Mai im Rheingau-Stadion in Geisenheim. Das Finale findet am 28. Mai in der Mainzer Coface Arena statt – und zählt damit zu den Veranstaltungshöhepunkten im Rheinhessen-Jubiläumsjahr. Das Zentrum der Aktivitäten ist die Hochschule Geisenheim University.

Redaktion: Herr Lönarz, die Idee einer Winzer-Fußball-Nationalmannschaft mit einer eigenen Winzer-Europameisterschaft klingt ziemlich verrückt. Können Sie uns bitte erklären, wie Winzer aus den Weinbergen in ein Erstliga-Stadion kommen?

Robert Lönarz:  Das war ein durchaus langer Weg, aber nie verrückt. Wein und Fußball sind zwei Kulturgüter, die wir alle mögen. Viele Winzer mussten in jungen Jahren den Fußballschuh an den Nagel hängen, auch wenn sie vielleicht sogar aufgrund ihres Talentes auf dem Weg in den Profifußball waren. Aber ein Weingut erfordert einfach alle Zeit, Kraft und Leidenschaft. Mit der Gründung der WEINELF Deutschland, vor jetzt gut zehn Jahren (2005) gab es wieder eine Option, beides zu verbinden. Was gibt es Schöneres?!

Redaktion: Ist Ihre Mannschaft demnach eine Hobby-Truppe, die gerne Fußball spielt und Weine trinkt?

Robert Lönarz: Die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz – und im Wein. Logisch also, dass bei einer Europameisterschaft der Winzer auch das vinologische Element nicht zu kurz kommt. Die sogenannte „dritte Halbzeit“ schließt sich traditionell an alle Fußball-Partien der Winzer an und gilt dem Kulturgut Wein. So wird auf dem Gelände der Coface Arena ein Wein- und Erlebnisdorf aufgebaut, in dem Weine und kulinarische Spezialitäten aus den teilnehmenden Nationen Deutschland, Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und der Schweiz verkostet werden. Unsere Ambitionen, auch sportliche Ziele zu erreichen, zeigen sich in der Betreuung durch einen namhaften Trainer –  Erich Rutemöller. Beim Sport ist Wein denkbar ungeeignet, aber nach dem Sport ist ein moderater Weingenuss ein wunderbarer Begleiter, um mit Freunden schöne Stunden zu erleben. Wir sind Wein-Profis, daher bleibt das Fußballspielen ein schönes Hobby, jedoch mit dem Ziel, für einen guten Zweck möglichst viel zu erreichen.

Redaktion: Wie ist die Idee einer Europameisterschaft entstanden?

Robert Lönarz: Alles begann mit einem Länderturnier in der Toskana, zu welchem uns der Winzer-Sohn und WEINELF-Ehrenkapitän Dr. Franz Josef Jung im Jahr 2008, damals als amtierender Bundesminister der  Verteidigung,  ermutigt hatte. Bei Luigi Brunetti, ehemaliger Besitzer des „Alter Haferkasten“ in Neu-Isenburg, im Agrihotel Elisabetha in Cecina, spielten wir mit Thomas Berthold und Hans-Peter Briegel (beide leider im Team Italiens) die ersten EM-Länderspiele. Vorher war schon eine Auswahl aus Österreich unser Kontrahent bei einem Match im Münchner Olympiastadion. Nach Italien folgte Ungarn, dann Österreich und danach die Schweiz. Zu Beginn war der Rhythmus jährlich, seit der Euro in Österreich alle zwei Jahre. 2018 wird demnach Slowenien Austragungsort sein. „Winzer kicken gegen Winzer“ war die ursprüngliche Idee, die über vier Europameisterschaften immer weiter entwickelt wurde. Wir haben uns zusätzlich entschieden, für einen guten Zweck zu spielen und unsere Freude am Fußball und Wein nicht nur mit unseren internationalen Winzer-Freunden zu teilen, sondern auch Wein- und Fußballfreunde einzubinden.

Redaktion: Warum haben Sie sich für die Austragungsorte im Rheingau und Rheinhessen entschieden? Und warum Mainz als Finalort?

Robert Lönarz: Die Entscheidung für Mainz als Finalort fiel aus drei Gründen: Zum einen ist die Stadt ausgezeichnet als „Great Wine Capital“, sie ist fußballbegeistert und letztendlich feiert die Region Rheinhessen im Jahr 2016 ihr 200-jähriges Jubiläum. Die WINZER-EURO 2016 zählt zu den Veranstaltungshöhepunkten des Jubiläumsprogramms. Damit war überhaupt auch erst die Option „Coface-Arena“ möglich, für die wir uns sehr bei den Verantwortlichen des FSV Mainz 05 bedanken möchten! Der Rheingau mit seinen weltbekannten Weingütern und Rheinhessen mit den wunderschönen Hügellandschaften liegen nur durch den Rhein getrennt nebeneinander. Hier haben wir kurze Wege zu den Spielstätten, unzählige tolle Weingüter und wunderbare Kulturlandschaften, also alles, um unseren europäischen Gästen die Wein- und Fußballnation Deutschland zu präsentieren.

  

Redaktion: Wie entstand die Entscheidung, die Giovane-Elber-Stiftung zu unterstützen?

Robert Lönarz: Giovane Elber war ein großer Fußballer, sehr sympathisch und familiär. Er schätzt gute Weine, die er gerne zusammen mit Freunden genießt. Wir hatten vor zwei Jahren die Möglichkeit, mit einer Weinpaketaktion einen kleinen Betrag einzuspielen – den Scheck konnte er damals sogar persönlich entgegennehmen – und unsere Ehrenmitgliedschaft ebenso. Wir sind seitdem im engen Kontakt auch mit dem Vorsitzenden der Stiftung – Richard Schrade aus Stuttgart. Giovane, seine Frau und Kinder leben die Stiftung vor Ort und jeder Cent wird gut eingesetzt. Daher war für uns klar, dass wir uns dieser Stiftung anschließen. 

Redaktion: Beim Fußball denkt man eher an Bier als begleitendes Getränk. Warum passen Wein und Fußball zusammen?

Robert Lönarz: Ein kühles Bier nach dem Spiel ist etwas Einmaliges, das ist unbestreitbar! In der alkoholfreien Variante ist es zudem auch isotonisch und gut, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Da passt definitiv kein Wein hin. Aber danach oder für die Zuschauer – Wein und Fußball sind Genuss- und Kulturgüter. Beide regen zur emotionalen Diskussion an, lange nachdem das Spiel aus ist beziehungsweise der Wein getrunken ist. Ein Spiel hat tausend Facetten, ein Wein hat tausende Aromen. Wein hat Heimat und Charakter.

Mein Bild im Kopf: „An einem schönen Frühlingstag bei Sonnenschein Fußball schauen und einen gut gekühlten Weißwein in einem schönen Glas in der Hand halten, von einem Top-Winzer z.B. Kapitän Philipp Wittmann, der parallel auf dem Spielfeld agiert. Das hat doch etwas. In der Mixed Zone klärt man dann Fragen zum Spiel oder zum Wein.

Redaktion: Die Veranstaltung wirkt komplex. Mehrere Spielorte, ein großes Bundesligastadion als Spielstätte, zahlreiche prominente Unterstützung, Schirmherrschaft von Innenminister Peter Beuth und der nicht mehr amtierenden, aber dem Wein nach wie vor verbundenen Weinbauministerin Ulrike Höfken – wie organsiert man eine solche Europameisterschaft?

Robert Lönarz: Ja, es hat sich etwas Großes entwickelt, aber wir haben immer darauf geachtet, dass es noch überschaubar bleibt. In erster Linie muss man natürlich den Mitgliedern der WEINELF Deutschland e.V. sehr danken, die durch eine private Einlage die finanzielle Grundlage erst geschaffen haben. Anschießend haben wir zahlreiche großartige Partner gefunden, die unsere Idee auch monetär unterstützen. Es macht einen Riesenspaß, mit allen gemeinsam diesen Event zu entwickeln, der sicherlich in Größe und Umfang einmalig bleiben wird. Mit der Geschäftsstelle an der bekannten Wein-„Uni“ Hochschule Geisenheim University als Dreh- und Angelpunkt aller Aktionen, einem Organisationskomitee mit großen Namen u.a. der deutschen Weinwirtschaft, einer ambitionierten Projektleiterin und einer Vielzahl von freiwilligen Volunteers, u.a. der Sommelierschule Koblenz, wird auch eine solche Veranstaltung organisierbar. Man kann nur allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ein großes Kompliment aussprechen. Ich bin mir sicher, jeder der mitgemacht hat, wird es nie vergessen. Aber Erholung wird sicherlich nach der WINZER-EURO 2016 nicht nur bei den Spielern notwendig sein.

Redaktion: Wie geht es nach der Winzer-Euro 2016 weiter?

Robert Lönarz: Egal ob mit Titel oder ohne, wir werden weiterhin als Fußball-Nationalmannschaft der Winzer unsere Freude und unseren Spaß an Fußball und Wein haben.  Die DFB-Kulturstiftung hat signalisiert, dass wir eine ideelle Partnerschaft eingehen dürfen. Unser Spielplan wird sich daher national wie international noch stärker auf Benefiz- und Kulturveranstaltungen ausrichten. Wie gibt es Schöneres!

Redaktion: Wer wird Fußball-Europameister der Winzer 2016?

Robert Lönarz: Natürlich heißt unser Ziel: Titelverteidigung! Aber wir wissen, wie schwer das in diesem Jahr wieder sein wird. Alle Nationen haben sich deutlich verstärkt. Wir werden sicherlich interessante und gute Spiele sehen. Bei einem so kurzen Turnier spielt die Tagesform eine große Rolle. Aber wir geben alles, das haben unsere großartigen Partner und Weinfreunde verdient!

Und natürlich möchten wir unserer DFB-Fußball-Nationalmannschaft um Jogi Löw mit gutem Beispiel für Frankreich vorangehen.

Über WinzerEuro2016 mit einem K(l)ick

www.winzer-euro2016.de

www.facebook.com/winzereuro2016

Redaktionskontakt:

BARTENBACH AG
Diana Rieth
An der Fahrt 8
55124 Mainz

Telefon: +49 6131 91098-112
E-Mail: diana.rieth@bartenbach.de


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Studentinnen der Landschaftsarchitektur stellen ihren preisgekrönten Entwurf einer Pizza Vegetariana auf dem Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie vor

Henriette Derix und Eva Schmidt (rechts) inmitten ihres Pizza-Gartens.Fünfundzwanzigtausend interessierte Besucher an vier Tagen, Lob von allen Seiten und obendrauf noch den Sonderpreis der Ästhetikjury: Reichlich Grund zur Freude hatten Eva Schmidt und Henriette Derix beim Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie am Pfingstwochenende. Die beiden jungen Frauen, die an der Hochschule Geisenheim Landschaftsarchitektur studieren, hatten im Vorfeld der Veranstaltung mit ihrem Entwurf „Una Pizza Vegetariana“ den Schaugartenwettbewerb gewonnen – und damit die Möglichkeit, auf dem renommierten Gartenfest auszustellen. „Das ist natürlich etwas sehr Besonderes und wir haben uns total über die Auszeichnung gefreut“, sagt Schmidt.

Eva Schmidt (2. v. l.) und Henriette Derix (rechts) mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Alexander von Birgelen (Mitte) und den Zweitplatzierten Martina Heims und Kai Faust.

Eva Schmidt (2. v. l.) und Henriette Derix (rechts) mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Alexander von Birgelen (Mitte) und den Zweitplatzierten des Schaugartenwettbewerbs Martina Heims und Kai Faust.

Doch bis zur Ausstellung selbst war noch allerhand zu tun. „Wir haben drei Tage an der Konstruktion gebaut und dann nochmal zwei mit dem Pflanzen verbracht“, berichtet Schmidt, die gerade ihr Master-Studium begonnen hat. Zuvor hatten die Gewinnerinnen Wochen investiert, um die Gewächse zu organisieren. „Auberginen, Tomaten und Paprika, die alle gleichzeitig und jetzt schon tragen, sind nicht so leicht zu bekommen“, weiß Schmidt. Die Arbeit aber hat sich gelohnt. „Als unsere Pizza endlich Gestalt angenommen hat, haben wir über beide Backen gegrinst.“

„Es ist toll, kreativ zu sein, und etwas Eigenes einzubringen“

Den meisten Spaß hat Schmidt, die nebenher in einem Planungsbüro arbeitet, bei ihrem Studium am Entwerfen. „Es ist toll, kreativ zu sein, und etwas Eigenes einzubringen“, sagt sie. Aktuell tun sie und ihre Kommilitonen das bei der Planung eines Mehrgenerationengartens am Ortsrand von Ensheim. „Natürlich sind wir da zuerst hingefahren, haben mit dem Nivelliergerät das Gelände vermessen und Bodenproben genommen“, erzählt die Master-Studentin. Denn Naturverbundenheit und Kreativität sind in der Landschaftsarchitektur nicht alles: „Man hat hier im Studium auch viel mit Technik zu tun, muss verschiedene Zeichenprogramme am Computer beherrschen.“

Dass die Entwürfe dabei normalerweise nur auf dem Papier existieren sei schon „sehr schade“, findet Schmidt. Umso größer die Freude, beim Fürstlichen Gartenfest erstmals das eigene Werk – einen temporären Garten wie einen gedeckten Tisch, der mit botanischen Mitteln italienische Gourmet-Gefühle weckt – auch anlegen zu dürfen. „Viele Leute kamen vorbei und haben sich mit uns unterhalten“, erzählt Schmidt. „Wir haben vier Tage lang eigentlich nur Lob bekommen. Und das ist schon ein tolles Gefühl.“


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Weinbau-Student Christoph Eifel freut sich auf englischen Rasen und eine große Party beim Finale der Winzer-Euro 2016

Christoph Eifel steht jetzt öfter im Weinberg als auf dem Rasen.

Mit Fritz Walter und Horst Eckel hat der 1. FC Kaiserslautern erfolgreiche Nationalspieler hervorgebracht, mit Christoph Eifel einen Kicker, der in der Nationalmannschaft der Winzer ein ganz Großer werden will. Dreieinhalb Jahre hat Eifel im Sportinternat gelebt und gelernt und in der Juniorenbundesliga für die Roten Teufel die Stiefel geschnürt. „Das war eine tolle Sache und eine einmalige Erfahrung“, sagt der heute 25-Jährige. Dann kam das Verletzungspech – und Eifel war froh, dass er die Schule nie aus dem Blick verloren hat.

In Geisenheim das Netzwerk erweitern

Nach einer Winzerausbildung hat der Moselaner vom Weingut Ernst Eifel aus Trittenheim sich für ein Studium an der Hochschule Geisenheim entschieden. „Auf Veranstaltungen mit Leuten aus der Weinbranche war meist mehr als jeder Zweite in Geisenheim. Die Absolventen, die nach dem Abschluss nach Hause zurückkommen, sagen: Ich bin Geisenheimer. Diese Identifikation mit der Hochschule hat mich sehr beeindruckt“, erzählt Eifel. Das Studium im Rheingau ermögliche ihm, eine andere Region und neue Menschen kennenzulernen. „Netzwerke aufzubauen und zu erweitern, ist immer wichtig – und Geisenheim ist der perfekte Ausgangspunkt dafür.“

Was ihm neben den neuen Kontakten an seinen Veranstaltungen im Studiengang Weinbau & Oenologie besonders gut gefällt? Dass theoretisches Wissen im nächsten Schritt immer auch in die Praxis umgesetzt wird. „Denn ein Theoretiker ist noch lange kein guter Weinmacher“, sagt der 25-Jährige. Und: „Hier haben wir Gelegenheit, auch mal Fehler zu machen und daraus zu lernen.“ Aus der vielfältigen Lehre an der Hochschule Geisenheim – Betriebswirtschaft, Marketing, Kellerwirtschaft ergänzen die weinbaulichen Grundlagenfächer – nimmt der Winzersohn wichtige Impulse und neue Ideen für den elterlichen Betrieb mit an die Mosel. „Schließlich muss man sich immer weiterentwickeln.“

Christoph Eifel ist ein Allrounder auf dem Platz„Wir haben einen riesen Spaß zusammen“

Auch den Schritt in die WEINELF hat Eifel gemacht, um Kontakte zu knüpfen und sich den ein oder anderen Expertentipp zu holen. „Hier spielt nicht nur das fußballerische Talent, sondern auch der Charakter eine große Rolle“, sagt er. Der Austausch mit den erfahrenen Winzern sei rege, im Team „haben wir einen riesen Spaß zusammen“. Den hatte Eifel auch bei seinem Praxissemester im Betrieb von WEINELF-Kapitän und „Winzer des Jahres“ 2014 Philipp Wittmann. „Ein bisschen hat der Kontakt aus der WEINELF schon auch geholfen, dass ich das Praktikum und damit die Einblicke in einen so tollen Betrieb bekommen habe“, freut sich der Nachwuchswinzer.

Angesprochen auf die Ziele bei der Winzer-Euro 2016 im Rheingau kommt bei Eifel dann aber wieder der professionelle Fußballer zum Vorschein. „Wir müssen gerade in der Vorrunde höllisch aufpassen und dürfen keinen Gegner unterschätzen. Wenn wir ins Hintertreffen geraten und der Gegner tief steht, wird es schwer“, mahnt er. „Das Finale ist für uns Kür und Pflicht“, sagt Eifel, der sich schon jetzt auf den kurzgeschnittenen englischen Rasen am 28. Mai in der Mainzer CofaceArena freut. „Für die Besucher wird das Ganze ein grandioses Festival und eine große Party“, glaubt Eifel. Und für die Mannschaft? „Wir wollen Europameister werden.“ Party im Anschluss inklusive.


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Typische Fragen – Individuelle Vorbereitung – Training mit Video-Analyse

Fit fürs Vorstellungsgespräch: Lernen Sie typische Fragen von Personalverantwortlichen kennen und entwickeln Sie gemeinsam mit dem Trainer passende Antwortstrategien. Ein Schwerpunkt des Workshops „Vorstellungsgespräche erfolgreich führen“ sind Gehaltsverhandlungen; Video-Analyse und ein individuelles Feedback bieten den größtmöglichen Praxisbezug und Lerneffekt. Für Übungen, Rollenspiele und persönliche Fragen ist ausreichend Raum. Der Workshop bietet eine optimale Vorbereitung auf die Bewerbung für eine Festanstellung, ein Praktikum oder eine studentische Nebentätigkeit.

Wann?  Freitag 03.06.2016  17:00 – 20:00, Samstag 04.06.2016  09:00 – 17:00
Wo?      Weiterbildungsraum im Studienzentrum, 2. OG im Müller-Thurgau-Haus

Wir empfehlen, Ihre Bewerbungsunterlagen mitzubringen:

  • Lebenslauf
  • Anschreiben
  • Zeugnisse
  • aktuelle, interessante Stellenausschreibungen
  • Informationen über das entsprechende Unternehmen
  • Speicherkarte für Ihre persönliche Video-Aufnahme (Spezifikation/Typ:SDHC-Karte (Klasse 4), mindestens 4 GB)

Referent: Dipl.-Kfm. Dr. Martin Stotz, war über 10 Jahre lang als Personalberater tätig
www.dr-stotz.de, E-Mail: martin.stotz@dr-stotz.de

Anmeldung bitte über das Geisenheimer Institut für Weiterbildung (GIW): http://www.hs-geisenheim.de/geisenheimer-institut-fuer-weiterbildung.html


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Professors of Hochschule Geisenheim University present their work

Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Heiko Mibus-Schoppe
They develop botanical fine particle filters for cities and by restoring ecosystems, they ensure that humans will continue to benefit from the services nature provides:  day in, day out, the scientists at Hochschule Geisenheim University conduct research on issues affecting the whole of society.  On Thursday, April 21, 2016, Prof.  Ilona Leyer, Head of the Working Group on Plant Ecology and Environmental Protection, and Prof. Heiko Mibus-Schoppe, Head of the Department of Urban Horticulture and Ornamental Plant Research, presented a cross-section of their work at their ‘inaugural lectures’ on the Geisenheim campus.

“Over the past 50 years humans have changed ecosystems faster and more comprehensively than ever before”, explained Leyer, who has been teaching at Hochschule Geisenheim University since 2012.  “Our research is concerned with recognizing patterns in biological diversity, understanding the ecological processes behind them and developing management approaches which will help us to control land use in a sustainable way and thus preserve biological diversity.”

Her colleague, Mibus-Schoppe, used his lecture to address the social and functional aspects of urban horticulture as well as the core themes of recreation and nutrition.  “As rural depopulation increases, the requirements of ornamental plants are also changing.  On the one hand, plants need to be able to cope better with water shortages and poorer air conditions, on the other hand, we need to develop methods for using plants in cities to regulate humidity and provide cooling and noise mitigation”, the expert explained.  He has held his professorship since the spring of 2014.

From research to practical application:  Networking of scientists and students

Prof. Dr. Otmar Löhnertz eröffnet als Vize-Präsident Lehre die Antrittsvorlesungen“We are very proud of the diversity and quality of the research conducted here at Geisenheim – not only in the area of viticulture, but also in horticulture-related fields and beverage technology, for example”, said Prof. Otmar Löhnertz, Vice-President of Academic & Student Affairs at Hochschule Geisenheim University.  “Since the university was founded in 2013 we have been working even harder to interlink research, study and practical applications, because our students benefit enormously when teaching has its finger on the pulse.”

This series of inaugural lectures at Hochschule Geisenheim University allows students, staff and interested members of the public to gradually get to know all the lecturers (and their areas of expertise), who have joined the research and teaching staff at Geisenheim since the university was founded.


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Rheingauer Volksbank rewards outstanding students from Hochschule Geisenheim University with €1000 each


Die Preisträgerinnen des Rheingauer-Volksbank-Preises mit den Laudatoren und Stiftern.

Climate change doesn’t stop at the vineyards: scarcely predictable weather conditions impede the fight against vine diseases and rising temperatures mean that grapes are producing more sugar, which results inwines with a higher alcohol content.  Two students studying for a B.Sc. in Viticulture and Enology at Hochschule Geisenheim University have found appropriate solutions to these challenges – and have now been awarded the Rheingauer-Volksbank-Preis.  They were presented with the award and €1000 prize money each at a ceremony held on April 22, 2016.

In her Bachelor thesis “Biological effectiveness of repeated UV-C irradiation of the vine (Vitis vinifera L.) in reducing damage from pathogenic fungi, particularly Botrytis cinerea”, Sandra Schedler shows how fungal diseases of the vine can be cured by irradiation with high-energy light.  Isabel Zeeb’s Bachelor thesis  “The influence of canopy management on grape components and wine quality in Vitis vinifera L. cvs. Kerner and Schwarzriesling” addresses, amongst other things, the retardation of sugar storage in grapes and shifts in harvest dates.

Focus on Environmental Relevance and Practical Usability

“Our students’ research results are good news for the vintners.  They show that, through close cooperation between research, education and practical operations, we can find solutions for dealing with the effects of climate change”, said Prof. Otmar Löhnertz, Vice-President of Academic & Student Affairs at Hochschule Geisenheim University.  “And in addition, the approaches proposed by Sandra Schedler and Isabel Zeeb stand out particularly on account of their strong environmental relevance.”

The Rheingauer Volksbank eG has awarded the Rheingauer-Volksbank-Preis each year since 2007 to students who have produced outstanding degree theses together with the Center of Viticulture and Enology, at Hochschule Geisenheim University.  The prize was established by Prof. Klaus Schaller, then Director of the Forschungsanstalt Geisenheim(Geisenheim Research Institute), and Paul Meuer, CEO of the Rheingauer Volksbank eG.

Meuer commented: “With this prize we’d like to demonstrate our close ties with Hochschule Geisenheim University and the local region.  Through its research and teaching, Hochschule Geisenheim University is an important and sustainable resource for the Rheingau area, and the ideas and solutions developed by its young scientists are a valuable asset for the region’s wine-growers.”

The prize-winners Sandra Schedler, supervised by Prof. Beate Berkelmann-Löhnertz, and Isabel Zeeb, under the mentorship of Prof.  Manfred Stoll, were chosen by a panel of scientists from all graduates of the years 2013, 2013/14 and 2014.

v.l.n.r. Paul Meuer, Vorstandsvorsitzender der Rheingauer Volksbank eG, Isabel Zeeb, Sandra Schedler, Prof. Dr. Otmar Löhnertz, Prof. Dr. Klaus Schaller


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