450px-denkmal_von_lade1Wir werden den Campus Geisenheim Stück um Stück weiter zu einem europäischen Kompetenzzetrum ausbauen. Als Campus Manager freue ich mich u.a. auf  den Wettbewerb mit dem dualen Studiengang in Neustadt, um unsere Stärken noch deutlicher darstellen zu können – als Vizepräsident des Bundes Deutscher Oenologen jedoch halte ich diesen Studiengang weiterhin für die deutsche Weinwirtschaft als unnötig! 

Fachhochschule und Forschungsanstalt sehen in der Campus GmbH einen wichtigen Standortfaktor

„Die Forschungsanstalt Geisenheim und die Fachhochschule wollen ihr Wissensnetzwerk und ihre Infrastruktur besser nutzen. Sie steigen verstärkt in die Weiterbildung ein. Dienstleister dafür ist die Campus GmbH.

Dass die Campus GmbH für den Standort Geisenheim einen hohen Stellenwert besitzt, machte das gemeinsame Auftreten der beteiligten Gesellschafter deutlich: Hans Reiner Schultz als Direktor der Forschungsanstalt, Detlev Reymann und Otmar Löhnertz als Präsident und Geisenheimer Dekan der Fachhochschule sowie Robert Lönarz als Präsident der Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer. Die vor mehr als einem Jahr gegründete Gesellschaft stellt die „institutionelle Klammer“ zwischen FH und Forschungsanstalt dar, sagt Reymann.

[…]

Über das Tagesgeschäft von Forschung und Lehre hinaus gewinnen die Weiterbildung der Profis, der Berufspraktiker, aber auch Angebote für interessierte Laien an Bedeutung. Es sei schon außergewöhnlich, dass sich eine Fachhochschule an einer privatwirtschaftlichen GmbH beteilige, so Reymann. Aber für die Vermarktung und Nutzung des Standorts sei dies die beste Lösung. Die spanische Wein Akademie hat sich Geisenheim schon als Tagungsort ausgesucht, ebenso die Konferenz der „European Wine Educators“.

Für die Weiterbildung von Experten gebe es künftig einen sehr großen Bedarf, erklärte Dekan Löhnertz. „Die Experten erwarten auch von uns, dass wir das Feld besser bedienen.“ Das Dienstleistungsangebot gilt für den gesamten „grünen Bereich“ mit Weinbau, Gartenbau und Landschaftsarchitektur. Die Campus GmbH kann Fachtagungen und Seminare organisieren. Das können Dozenten und Forscher nicht mehr zusätzlich leisten. Es geht darum, das versammelte Wissen in Geisenheim optimal zu nutzen. So hat die Campus GmbH zum Beispiel die Planung eines multimedialen Weinmuseums an der Mosel koordiniert.

Mit der Campus GmbH hat insbesondere die Forschungsanstalt die Chance, sich besser zu vermarkten. Es gebe sehr viele Anfragen für Führungen und Weinproben, berichtet Direktor Schultz. Mit der bisherigen Verwaltungsstruktur der Forschungsanstalt sei dies nicht zu leisten gewesen. „Auch der Park Monrepos kann sich vor Anfragen kaum retten“, meint FH-Präsident Reymann.

Kontakte zu Oenologen

Mit dem Weinjournalisten Steffen Maus wurde ein Experte mit ins Boot geholt, der die Regie für den hart umkämpften Markt der Weinseminare hat. Er sieht in der Wein-Weiterbildung „noch ein sehr großes Potenzial für die Zukunft“. Das Einzugsgebiet umfasse mindestens das Rhein-Main-Gebiet, richtet sich aber auch an Studierende und Interessierte aus dem Ausland. Die Kompetenz in Geisenheim sei bisher zu wenig genutzt worden. Die Angebote reichen von Einsteiger-Seminaren für Weininteressierte über Schulungen des Fachhandels bis zur – künftig geplanten – Sommelier-Ausbildung in Kooperation mit der IHK Wiesbaden.

Die Campus GmbH kann zudem ihre Kontakte zum Bund Deutscher Oenologen (BDO) nutzen, dessen Geschäftsführung sie ebenso übernommen hat wie für die „Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer“.

Das nächste Weinbasis-Seminar findet am 20. Juni statt. Weitere Angebote der Campus GmbH: www. campus-geisenheim.de“

Pressequelle: Wiesbadener Kurier, Bernd Minges


Keine Kommentare möglich.