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Foto: Wein-plus.de

Würde man nicht nur einseitig, plakativ fast stereotyp, den Aussagen stets der gleichen Protagonisten  zuhören, dann könnte man zu einem umfassenden Bild der gesamten Situation gelangen.

Als Präsident des Geisenheimer Absolventenverbands kann ich den Aussagen des Kollegen Hans-Jörg Rebholz kaum folgen, denn er sollte zumindest noch erwähnen, dass neben weniger Kindern in Zukunft auch deutlich weniger Weinbaubetriebe existieren werden.

Das Anliegen unseres Verbandes mit 2100 Mitgleidern ist es, dass man jungen Menschen eine solide Persepktive , keine Illusionen, geben sollte. Der VDP mit „nur“ ca. 200 Betrieben, die sich gerne als Spitze der deutschen Weinwirtschaft sehen, sind  nicht der komplette Spiegel der Branche !

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Die Studierenden in Neustadt  a. d. W. werden deren Platz in der Weinwirtschaft sicherlich finden, neben Geisenheim, doch am Ende zeigt sich, ob sich der hohe Einsatz der Politik gelohnt hat.

Hessen hat definitiv keine Angst um Studendierenzahlen, da Geisenheim im globalen Ausbildungsmarkt seit Jahrzehnten besteht !

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/campus/1011074/

[…] „Im Vorfeld waren allerdings nicht alle von der Idee begeistert: Nur 70 Kilometer Luftlinie entfernt, im hessischen Geisenheim, wird der bis dahin einzige Weinbaustudiengang Deutschlands angeboten – und dort sah man keine Notwendigkeit für einen zweiten Lehrbetrieb. Im Gegenteil: In Hessen wuchs die Angst, die beiden Studiengänge könnten sich gegenseitig das Wasser abgraben. Für den Winzer und Vorsitzenden des Verbands Deutscher Prädikatsweingüter in der Pfalz, Hans-Jörg Rebholz sind diese Sorgen aber unnötig:

„Die ganze Weinbranche hat sich verändert. Es ist so, dass es durch den Strukturwandel deutlich weniger Kinder aus Weingütern gibt. Damit die Weinwirtschaft überleben kann, ist es wichtig, dass wir einen deutlich höheren Anteil an weingutsfremden Mitarbeitern bekommen als es vor 20 Jahren der Fall war.“ […]  Deutschlandfunk, 4.8.2009


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