Mitgliederversammlung 2009 unter der Leitung von Dr. Franz Josef Jung

Die GFFG ist einer von drei Gesellschaftern der Campus Geisenheim GmbH – www.campus-geisenheim-gmbh.de

Vor mehr als 30 Jahren wurde die GFFG durch den Direktor der damaligen „Hessischen Lehr- und Forschungsanstalt“, Prof. Dr. Paul Claus, als Förderinstitution ins Leben gerufen. Die enge Verbindung der Einrichtung hatte zur Folge, dass sich eine Reihe bekannter Persönlichkeiten aus Wein- und Gartenbau als Gründungsmitglieder zur Verfügung stellten. Die Arbeit der Gründer ist sicher nicht einfach gewesen, mussten doch viele Regularien erledigt werden, wie z. B. Formulieren der Satzung, Werbung von Mitgliedern, u. v. m. Man muss an dieser Stelle Herrn Prof. Claus danken, der als Geschäftsführer einen Gutteil dieser Lasten zu tragen hatte und sich dieser mühevollen Aufgabe stellte.
Die Idee, eine Fördereinrichtung einer auf dem wissenschaftlichen Sektor tätigen Einrichtung an die Seite zu stellen, war sicher zu der damaligen Zeit sehr ungewöhnlich, hat aber durch die finanzielle Entwicklung öffentlicher Forschungseinrichtungen eine aktuelle Bestätigung erfahren. Aktives „Sponsoring“ ist mehr denn je angesagt: Die Etats schrumpfen zusehends, währenddessen die Anforderungen an die Forschungsarbeiten steigen.
Zum einen erkennen die Berufsstände und die der Forschungsanstalt verbundene Industrie zunehmend, dass die Probleme und deren Lösungen immer komplexer werden und sie mit den eigenen zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht mehr oder nur mit großen Kraftanstrengungen gelöst werden können. Zum anderen haben aber auch die Forschungseinrichtungen nur begrenzte Möglichkeiten, durchaus berechtigten Fragestellungen, die an sie zur Lösung herangetragen werden, nachzukommen.
Die vielfach beschworene „Globalisierung“ leistet hierzu ein Übriges: Neue Erkenntnisse werden rasend schnell verbreitet und die Unsicherheit in vielen Branchen steigt, wie damit umzugehen sei: Aufgreifen, verwerfen oder auf die eigenen Bedürfnisse hin zu modifizieren!
Hier sieht die GFFG ihre Chance sich als Förderer des Dialogs zwischen Forschungsnutzern und Anbietern einzuschalten.
Die Empfehlungen des Vorstandes der GFFG sehen aber noch ein Stück mehr vor, nämlich auch den Dialog zwischen Wissenschaftlern zu fördern. Dazu wurden in der Vergangenheit durch die GFFG zwei Appartements auf dem Gelände der Forschungsanstalt komplett ausgestattet, die nun für Forschungsgäste und Studenten zur Verfügung stehen.
Die GFFG ist der Meinung, dass gute Forschung nur innerhalb eines freizügigen Austausches von Erkenntnissen gedeihen kann und betrachtet es als zwingend, dass sowohl Wissenschaftler nach Geisenheim kommen müssen als auch „Geisenheimer“ sich in der Fremde umzuschauen und wertvolle Kontakte zu knüpfen haben, wenn der derzeitige Leistungsstandard gehalten werden soll.
Die GFFG hat mit ihrem bescheidenen Beitrags- und Spendenaufkommen in den letzten Jahren immer wieder kleinere Stipendien vergeben und Reisekostenzuschüsse gewährt, damit dieser so wichtige Prozess in Gang gesetzt wird.
In der Folge entstanden Beziehungen, die sowohl in festen Kooperationen einmündeten als auch in locker organisierten Arbeitsgruppen. Entscheidend ist dabei vor allen Dingen eines, dass die Forschungsanstalt Geisenheim Zugang zu der internationalen Gemeinschaft der Wissenschaftler findet und einen vorderen Platz in der angewandten Forschung im Wein- und Gartenbau einnehmen kann.
Prof. Dr. K. Schaller, 2008


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