Foto: Prof.Dr. Mark Strobl

Ich habe auf der schönen und unterhaltsamen  85. Geburtstagsfeier von Dr. Werner Hoffmann ein paar Grußworte für die VEG-Geisenheim Alumni gesprochen. Dr. Hoffmann  ist Professor Müller-Thurgau-Preisträger (1988) und VEG-Ehrenmitglied – er hat sich seit Jahrzehnten sehr verdient um die VEG gemacht. Ganz herzlichen Dank!

Als keinen Dank haben wir ein Großbild von der Überreichung der Ehrenmitgliedschaft geschenkt – der damalige VEG-Präsident Dr. Haupt und die leider schon verstorbene Renate Werum hatten den Preis überreicht.

Bericht aus dem Rheingau Echo: http://www.rheingaucenter.de/

„Das Gärtnerdasein ist ein Abenteuer“ und hat ihn bis heute jung gehalten: Dr. Werner Hoffmann feierte seinen 85. Geburtstag.

Marienthal. (sf) – Zahlreiche Gratulanten gaben sich am vergangenen Montag im Hause Hoffmann die „Klinke in die Hand“. Anlaß war ein verdientes Geburtstagskind, das an diesem Tag sein 85. Lebensjahr vollendete. Der Geisenheimer Wissenschaftler Dr. Werner Hoffmann, einst von der Presse zum „Kakteenpapst“ ernannt, feierte im Kreise seiner Familie und vieler Freunde sein stolzes Geburtstagsjubiläum.

„Das Gärtnerdasein ist ein Abenteuer“, hatte Dr. Werner Hoffmann schon vor einigen Jahren resümiert, als er den Müller-Thurgau-Preis von der Vereinigung ehemaliger Geisenheimer erhielt. Vielfach wurde der Kakteenforscher für seine Arbeit ausgezeichnet, der Träger des Bundesverdienstkreuzes war schließlich der einzige Wissenschaftler der Bundesrepublik, der sich intensiv mit Forschungen über den Anbau von Kakteen als Nutzpflanzen für Menschen und Tiere beschäftigte. Die VEG ernannte Hoffmann deshalb auch zu ihrem Ehrenmitglied und die Stadt Geisenheim verlieh ihm das goldene Lindenblatt.

Hoffmanns Erfahrungen und Forschungsergebnisse werden seit Jahrzehnten in Ländern der Dritten Welt in praktische Entwicklungspolitik umgesetzt. „In Äthiopien ernähren sich mittlerweile rund 420.000 Menschen von dem Trieben des Feigen-Kaktus, sie haben sogar im Mischverhältnis mit Mehl neue Backwaren erfunden“, erzählt der Jubilar voller Freude. Täglich stehe er weltweit mit Kollegen und Studenten via Internet in Kontakt und versuche immer noch bei Problemen mit Lösungsmöglichkeiten zu helfen. „Ich nutze die Zeit der Altersschlaflosigkeit rege für Ideen“, schmunzelt er.

Bereits 1970 wurde Hoffmann von der argentinischen Universität in Buenos Aires die Ehre eines „Investigator ad honoram“ verliehen. Sein umfangreiches Wissen hat er aber auch in langjähriger Lehrtätigkeit in Geisenheim an Studenten weitervermittelt. Er sei sich dabei manchmal vorgekommen wie ein „Gemischtwarenhändler“, schmunzelte Hoffmann heute, denn schließlich verknüpfte er Praxis, Forschung und Lehre miteinander und forschte und lehrte in den unterschiedlichsten Bereichen.

Schon nach seiner ersten Südamerikareise vor über 50 Jahren habe er den Wunsch gehabt, sich intensiv mit der dortigen Landwirtschaft und Region zu beschäftigen. Dieser Wunsch hat den Kakteenforscher bis heute fit und geistig wach gehalten. Und nicht nur das, Hoffmann hat seine vielfältigen Lebenserfahrungen in einer Autobiographie festgehalten, die erst vor kurzem herausgegeben wurde und die inzwischen schon fast vergriffen ist. Stolz ist der Jubilar auch darauf, daß es ihm nun auch gelungen ist, „nach 18 Jahren Kampf mit dem Finanzminister“ die Rückgabe der von den Sowjets 1947 enteigneten Gärtnerei seines Bruders zu erreichen. „Damit war der Weg frei für die „Paul Hoffmann-Stiftung für den Internationalen Gartenbau“, die schon in diesem Jahr Geisenheimer Gartenbaustudenten bei Studien in Entwicklungsländern helfen wird“, so das Geburtstagskind.

Zu seinem 85. Geburtstag hatte sich der Jubilar deshalb auch von den Gäste keine Geschenke erbeten, statt dessen bat er um Spenden für die Paul Hoffmann-Stiftung für den Internationalen Gartenbau.


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