anlässlich der 19. Nassauer Tafel von Klaus-Peter Willsch (MdB)

Klaus-Peter Willsch, der für den Wahlkreis Rheingau-Taunus / Limburg in den Deutschen Bundestag gewählt wurde, begrüßte am späten Nachmittag des 22. Januar 2010 rund 70 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Presse zur 19. Nassauer Tafel auf dem Campus Geisenheim. Da sein Flieger aus Berlin zunächst einen technischen Defekt hatte und man eine Ersatzmaschine abwarten musste, begrüßte zunächst der Direktor der Forschungsanstalt Geisenheim, Prof. Dr. Hans – R. Schultz, den hohen Staatsgast in seiner Eröffnungsrede.

Der seit knapp einem Jahr im Amt agierende Direktor stellte die Institutionen auf dem Campus unterhaltsam und informativ dar. Dabei verwies er anfangs auf sein hervorragend aufgestelltes Forschungsteam, welches vielfältige Aufgaben im Bereich der Agrarforschung, speziell im Bereich Wein- und Gartenbau, sowie der Früchte verwertenden Getränketechnologie bearbeite. Die Herausforderungen der Klimaveränderungen auf das Pflanzenwachstum formulieren immer neue interessante wissenschaftliche Fragestellungen. So freut sich Schultz mit dem im letzten Jahr durch das hessische Ministerium (HMWK) mit einer Millionen Euro geförderte „Geisenheimer FACE für Sonderkulturen“ (free carbon dioxide enrichment) eine Versuchsinfrastruktur aufbauen zu können, bei der im Freiland unterschiedliche Umweltbedingungen simuliert werden können. Damit tritt Geisenheim in einen erlesenen Kreis von weltweit nur sehr ausgewählten Forschungseinrichtungen.

Die Inhalte der Forschung, so Schultz, würden im neuen zentralen Labor- und Institutsgebäude nur einen Raum weiter, direkt an die über 1100 Studierende übergehen. Dies sei für die Studierende ein enormer Wettbewerbsvorteil, denn Forschung und Lehre gehören in Geisenheim, ähnlich wie bei einer guten Universität, eng zusammen.

Der Fachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain, welcher in Geisenheim seit 1972 angesiedelt ist und derzeit von Dekan Prof. Dr. Löhnertz geleitet wird, besitzt nicht zuletzt durch das erste an einer Fachhochschule angesiedelte Doktorandenkolleg, ein sehr hohes Ansehen und steigende Studierendenzahlen.

Campus-Manager Robert Lönarz, der beim Neujahrsempfang des Geisenheimer Alumniverbandes, Klaus-Peter Willsch die Zusage für die Ausrichtung dieser 19. Nassauer Tafel gegeben hatte, freute sich als Gastgeber den hochrangigen Vertretern der hessischen Wirtschaft einen Einblick in die hervorragende Arbeit auf dem Campus geben zu können. „In der (Wein)Welt sind wir bekannt, im RheinMain-Gebiet kennt uns kaum Jemand  -. dies möchten wir ändern, zumal man in Zukunft für Großprojekte, wie das FACE, Partner in der regionalen Wirtschaft einbinden möchte“, so Lönarz.

Der  kurzfristige Termin sei dabei kein Problem gewesen, denn man habe seit einem Jahr eine schlagkräftige Ausgründung am Campus, die Campus Geisenheim GmbH, für die derartige Veranstaltungen nahezu Tageswerk sind.

Die Tischrede zum Thema „20 Jahre Mauerfall“ begann der Ministerpräsident aus Sachsen zur Freude und Überraschung vieler Hörer mit den Worten „Vielen Dank für ihre Transferleistungen …“.

Stanislaw Tillich (CDU) geboren am 10.04.1959 in Neudörfel ist verheiratet, hat zwei Kinder, und ist römisch-katholisch. An der TU Dresden studierte er Diplom-Ingenieur für Konstruktion u. Getriebetechnik. Seit 2008 ist er Ministerpräsident des Freistaates Sachsen.

Den Bürgermeister der Stadt Geisenheim, Manfred Federhen, begrüße er herzlich; einem möglichen Nachfolger, nach der Geisenheimer Bürgermeisterwahl im März, Hubert Schindler, gab er mit auf den Weg „Die Menschen sind nicht für die Verwaltung da, sondern die Verwaltung für die Menschen“.

Dekan Prof. Dr. Löhnertz präsentierte abschließend eine Weinprobe mit Weinen der  Forschungsanstalt Geisenheim, sowie aus verschiedensten studentischen Projekten.


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