Dennis Lehmen als Student in Geisenheim 2008

Dennis Lehmen ist Mitglied im Bund Deutscher Oenologen und in der Geisenheim Aumni Association. Wir wünschen ihm in der verantwortlichen Position viel Erfolf.

Der Betrieb von Alfred Kallfelz hat einen ganz besonderen Charakter, was ich bei drei Exkursionen mit Studierendend des 6. Semesters Weinbau und Oenologie selbst erleben durfte.   Rüdiger Nilles hatte dort einen sehr guten und erfolgreichen  Job gemacht!

Auszug aus  Best-of.wine.com von Mario Scheuermann:

„Dennis Lehmen (27) wird neuer Erster Kellermeister beim Weingut Albert Kallfelz. Als einer der jüngsten Nachwuchs-Kellermeister Deutschlands tritt Dennis Lehmen zum 1. Juni 2010 die Nachfolge von Rüdiger Nilles an, der das Weingut Kallfelz nach 14 Jahren erfolgreicher Arbeit verlässt, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen.

Der Diplom-Ingenieur Weinbau & Oenologie Dennis Lehmen ist von Kind auf an mit Weinanbau groß geworden. Was auf dem elterlichen 4 ha-Weingut in Zell-Kaimt begann, führte zum Studium an der Université de Bourgogne in Dijon (Frankreich) im Burgund sowie an der Fachhochschule Geisenheim. Hier krönte Lehmen seine Hochschul-Ausbildung mit der Abschlussnote 1,7 und der Entgegennahme des Deutschen Oenologenpreises 2009 des BDO (Bund Deutscher Oenologen) für seine herausragende Diplomarbeit zur Beerenfarbe des Rieslings in Zusammenhang mit der Lesereifebestimmung. Praktische Erfahrungen sammelte er nicht nur bis zuletzt im elterlichen Betrieb, sondern auch auf renommierten Weingütern wie den Rieslingspezialisten Vollenweider (Traben-Trarbach), Prinz von Hessen (Johannisberg) und dem Bioweingut Hamm (Oestrich-Winkel) sowie internationalen Erfahrungen im Chateau de Capitoul im französischen Languedoc und auf dem Weingut Waimea Estates Limited in Nelson, Neuseeland.“

Untersuchungen zur Korrelation von Farbparametern intakter Rieslingbeeren mit Inhaltsstoffen als Beitrag zur LesereifebestimmungRef.: H.-R, Schultz – M. Lafontaine

In dieser Arbeit wurde der Begriff der „physiologischen Reife“ recherchiert. In der Literatur wurde die Verfärbung der Beeren (speziell auch bei Riesling) während der Reife immer wieder mit der physiologischen Reife in Zusammenhang gebracht. Dieser Zusammenhang wurde untersucht.

Hierzu wurden die biochemischen Ursachen für die Entstehung und Entwicklung von Farbstoffen sowie parallel die Entwicklung der qualitätsbestimmenden Inhaltsstoffe in den Beeren untersucht und dokumentiert. Die Färbung der (weißen) Beeren ist ein Produkt aus den unterschiedlichen Entwicklungen der Konzentrationen sowie Zusammensetzungen von Chlorophyll, Carotinoiden und Polyphenolen. Direkte Zusammenhänge zwischen der Beerenfarbe und den qualitätsbestimmenden (sekundären) Inhaltsstoffen wurden beschrieben: Carotinoide, die eine gelb-orange Färbung aufweisen, sind Präkursoren für C13-Norisoprenoide, die für das typische Riesling-Aroma eine bedeutende Rolle spielen, aber im Übermaß ebenso den negativen Petrolton hervorrufen können. Außerdem tragen wahrscheinlich die Polyphenole, speziell die Flavonoide in der polymerisierten (Zusammensetzung  von mehreren kleinen Molekülen zu einem größeren) Form während der Reifephase zu den gelb-braunen Farbtönen der Beeren bei, während sie gleichzeitig die Qualität des potenziellen Lesegutes verändern.

Als Hauptgrund für die Verfärbung der Beeren wurde die Belichtung der Traubenzone ausgemacht, da die meisten Veränderungen der Farbstoffe als Reaktion auf UV-Licht angesehen werden müssen.

Die Farbe der Beeren von 14 unterschiedlichen Riesling-Varianten wurde regelmäßig mit einem Spektralphotometer im CIELAB-Farbraum gemessen und die erhaltenen Farbparameter L*, a*, b*, C*, h° sowie ein Farbindex namens CIRG wurden auf Korrelationen mit Inhaltsstoffen überprüft. Starke Korrelationen mit der Verfärbung der Beeren wiesen die Konzentration der glycosidisch gebundenen Aromavorstufen (GG) sowie der Säureabbau auf. Nahezu kein Zusammenhang bestand zwischen dem Mostgewicht und der Beerenfarbe.

Die Methodik der Farbmessungen an Traubenbeeren wurde eingehend beschrieben und auf Reproduzierbarkeit geprüft und die Grundlagen der Farbmetrik sowie des CIELAB-Farbraumes wurden dargestellt.


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