Geisenheimer Studentinnen beim lockeren Fachgespräch bei der Fa. KHS während der Intervitis Interfructa 2010

WELT, 3. Mai 2010, 04:00 Uhr

„Der Beruf des Winzers wird bei Frauen immer beliebter. An der Fachhochschule Geisenheim etwa hat sich die Zahl der Studentinnen im Studiengang Weinbau und Getränketechnologie im Laufe der vergangenen 15 Jahre pro Semester fast verdoppelt. Seit 1993 erhöhte sich die Zahl der weiblichen Anwärter auf einen Ausbildungsplatz zur Winzerin von 55 auf zuletzt 135. Von den 200 erfolgreichsten Weingütern Deutschlands werden zwar erst 13 von Frauen geführt, doch ist die Tendenz steigend. Viele von ihnen übernehmen den elterlichen Betrieb.“

Ein schöner Beiutrag in der WELT „Die Schwestern Dörte und Meike Näkel führen ein Weingut im Ahrtal“

„So wurde aus dem Praktikum eine zweijährige Lehre, gefolgt von einem Weinbaustudium in Geisenheim, das auch Dörte absolvierte.

Der Vater, erzählen die Schwestern, sei über ihren Entschluss überrascht gewesen. „Er hat uns nie bedrängt, eher abgeraten“, sagt Meike. Viel zu hart sei die Arbeit, nichts für seine Töchter. Statt ständig über den Weinberg zu kraxeln, mussten sie früher in der Küche beim Gläserspülen helfen. „Mädchenarbeit“ nennen sie es. Dabei ist der Beruf des Winzers keinesfalls eine Männerdomäne. „Es steigen immer mehr Frauen ins Weingeschäft ein“, sagt Dörte. Viele Töchter von Gutsbesitzern studierten mit ihnen. Einst wurde die Fachhochschule in Geisenheim auch „Hektarbörse“ genannt – geschuldet jenen heiratswilligen Frauen, die hier einen Nachfolger für den väterlichen Hof finden sollten. Damit können Meike und Dörte Näkel nichts anfangen. Sie führen den Betrieb lieber selbst. Und modernisieren ihn.

Hier weiterlesen: http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article7442249/Wein-wird-weiblich.html

Video-Beiträge zum Thema Geisenheimer Frauen in der Weinwirtschaft (Medienprojekt)

Female – Theresa Breuer

Female „Kein Weg ohne Dornen“


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