Fotomontage: Fundort Internet

Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd e. V. hat die geplante Neuausrichtung des Landes Rheinland-Pfalz mit dem Land Hessen zur Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt Geisenheim begrüßt. Es müsse geprüft werden, welche Aufgaben die vorhandenen Experten in Rheinland-Pfalz selbst übernehmen könnten, so der BWV. Damit könnten Mittel eingespart und die Weinbauforschung weiter optimiert werden.

Nicht erst seit der Einführung des Weinbaustudienganges, der von verschiedenen rheinland-pfälzischen Fachhochschulen getragen und am DLR Neustadt umgesetzt wird, verfüge Rheinland-Pfalz über hervorragende Wissenschaftler im eigenen Land. Es sei daher richtig und wichtig, die Förderung der Forschungsanstalt Geisenheim zu überprüfen. Gleichzeitig begrüßt der BWV, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung nach einer Neuausrichtung der Unterstützung auch weiterhin mit der Forschungsanstalt Geisenheim zusammenarbeiten wird. Hierdurch könnten Mittel eingespart und dennoch wichtige Synergien freigesetzt werden, so der BWV.

Wichtig sei, die Weinbauforschung weiter praxisorientiert zu optimieren, da hiervon unmittelbar auch die Weingüter profitieren könnten. Auch wenn viele Forschungsergebnisse erst zeitverzögert umgesetzt werden könnten, so habe eine effiziente Weinbauforschung in hohem Maße zur Erfolgsgeschichte und zur Qualitätsorientierung des rheinland-pfälzischen Weinbaus der vergangenen Jahrzehnte beigetragen. Ohne eine effiziente und praxisorientierte Weinbauforschung sei diese Erfolgsgeschichte sicher nicht möglich gewesen, so der BWV abschließend. (BWV)

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Diese Herren des Vorstandes sind sich scheinbar sehr sicher, dass man mit einer Aufkündigung des Staatsvertrages und dem kompletten Neuaufbau redundanter Forschungsstrukturen auch noch Mittel einsparen kann. Wer kann  diese Rechnung erklären?

Man kann nur hoffen, dass  bald auch einmal von anderen rheinland-pfläzischen Landesteilen eine Stellungnahme (Mosel, Nahe, Ahr, Rheinhessen) gelesen werden kann. Die Süd-Pfalz ist nicht Deutschland und genau um die deutsche Weinbauforschung wird es insgesamt gehen. Dass Rheinland-Pfalz auch sehr gute Wissenschaftler im „eigenen Land“ (Bundesland, Land ist Deutschland)  besitzt, ist unstrittig und für unser „Schland“ wichtig. Einige von diesen wohnen in Rheinland-Pfalz und arbeiten täglich in Geisenheim, den zwischen den beiden Bundesländern liegt nur der Rhein. Dies erscheint aus Süd-Pfälzer-Sicht wohl sehr weit weg….und die Grenzziehung s. Foto wirkt unscharf.

Hier ein Statement eines Oenologen aus Italien:

„Meine Studienjahre in Geisenheim waren sehr erfolgreich sei es in professioneller Hinsicht, als auch in der Persönlichkeitsbildung.
Diese Notiz hingegen läßt mich für die künftige deutsche Weinbranche bangen. Es versteht sich von selbst, daß der Wettbewerb generell das Angebot belebt, es ist aber auch wahr daß dieser nicht dermaßen destruktiv sein sollte.
Ich lebe nun in Italien und sehe jeden Tag derartige politische Spielchen. Hier gibt es mindestens 17 Istitute für Weinbau und Oenologie (beinahe 1 pro Land-Region), wobei nur vier davon Weinberge und Kellereigebäude samt Kellertechnik besitzen. Dadurch werden die Mittel an denjenigen verplempert die eigentlich den Studenten Ihre Arbeit nicht praxisgemäß lehren können.
Die Einschreibungen der einzelnen Fakultäten sinken, sowie die Mittel für Forschung und Lehre, wobei langfristig die nationale Berufsvorbereitung leidet.

Sollte dies das Belangen Eurer Nachbarn sein, würden ich ihnen gerne und kostengünstig eine Lehrfahrt in Berlusconi-Landia organisieren (wer weiß, was sie dabei noch Interessantes lernen würden).

Jedenfalls würde ich als Neo-Weinbau/Getränketechnologiestudent keine Zweifel haben:
Geisenheim mit seinem internationalem Ruf (und Studenten) bietet mehr als einen kosigen „Dipl.Ing.(FH)“ Prefix.
Geisenheim bedeutet Bildung in jeder Hinsicht.“

Frage:

Wieviel rheinland-Pfälzer spielen heute eigentlich gegen Argentinien? – ist Miro Klose Pfälzer, Deutscher oder Pole?


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