Aus dem Wiesbadener Tagbelatt vom 21.07.2010 

„Durch ihre praxisnahe Lehre und Forschung wird die Forschungsanstalt Geisenheim immer mehr zu einem attraktiven Partner für mittelständische Unternehmen der Wein- und Getränkebranche und deren Zulieferer im In- und Ausland. Dies gilt sowohl für die Entwicklung von neuen Verfahren zur Verbesserung der Produktqualität als auch für Verbesserungen in der Überwachung von Herstellungsprozessen.

Kleine und mittlere Unternehmen verfügen häufig nicht über genügend Anbauflächen, kostenintensive Labor- oder Technikumseinrichtungen, oder auch nicht über entsprechend ausgebildetes Personal, um Produktentwicklungen im eigenen Betrieb durchführen zu können. Um dasuropäische Union ein Förderprogramm aufgelegt, das es den Betrieben ermöglicht, den für die Produktentwicklung benötigten Forschungsbedarf weitestgehend durch Zuschüsse der EU zu finanzieren.

Im laufenden Jahr wurden bereits drei Projekte an die Forschungsanstalt vergeben, die sich mit der Verbesserung der Traubengesundheit, der Überwachung der alkoholischen Gärung wie auch der Reifung der Weine auf der Hefe beschäftigen. Beteiligt sind dabei unter der Koordination von Professorin Rauhut (Fachgebiet Mikrobiologie und Biochemie) die Fachgebiete Phytomedizin, Kellerwirtschaft sowie Weinanalytik und Getränkeforschung. Die Unternehmen kommen aus Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, der Schweiz, Finnland, Irland und der Türkei. „Diese Projekte zeigen deutlich, dass wir keine abgehobene Forschung im Elfenbeinturm durchführen“, so der Direktor der Forschungsanstalt Geisenheim Prof. Dr. Schultz, „sondern angewandte Forschung, die zeitnah in die Praxis umgesetzt werden kann“. Mit den durch die Projekte eingeworbenen Finanzmitteln wird zeitlich befristet zusätzliches Personal an der Forschungsanstalt Geisenheim beschäftigt“


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