Bericht der Badischen Zeitung: http://www.badische-zeitung.de/freiburg/das-weingut-faber-laesst-die-korken-kraeftig-knallen–35195115.html

„Am Wochenende haut das Weingut Faber in Freiburg-St. Georgen mal so richtig auf den Putz – Gründe gibt’s genug: das 50-jährige Bestehen als Privatweingut und das 90-jährige Bestehen als Küfereibetrieb. Außerdem jährt sich zum 25. Mal die Übernahme des Unternehmens durch den heutigen Chef, Martin Faber (53). Dessen Großvater, der Küfermeister Karl Reinhard Faber, absolvierte um 1920 die Meisterprüfung als Küfer – und machte sich selbstständig. 1960 begann sein Sohn Karl Martin Faber mit der Vermarktung von Flaschenwein, wodurch das Unternehmen zum Weingut wurde.

(…)

In den 50er Jahren ging die Holzküferei nieder, weil sich als Material für Fässer Kunststoff und später Edelstahl durchsetzten. Zudem wurde Wein nun zumeist in Flaschen vermarktet. Karl Martin Faber reagierte darauf, indem er seinen eigenen Weinanbau ausdehnte und die Vermarktung von Flaschenwein forcierte. Sein Sohn Martin Faber, der an der Fachhochschule Geisenheim Weinbau und Önologie studiert hatte, übernahm das Unternehmen 1985 zusammen mit seiner Frau Ursula. Er vergrößerte den Betrieb und etablierte als zweites Standbein die Vermietung von Ferienwohnungen.

Heute bewirtschaftet er neun Hektar in St. Georgen, Ihringen, Merdingen, Opfingen und Kirchhofen. Die Jahresproduktion von rund 70 000 Litern wird zu 45 unterschiedlichen Weinen, drei Sekten und zwei Seccos ausgebaut und überwiegend an Privatkunden verkauft. Beschäftigt sind eine Winzergesellin und ein Azubi. Die beiden Kinder sind mit Begeisterung dabei: Sohn Sebastian (25) hat ebenfalls Weinbau studiert und will in den Betrieb einsteigen, Tochter Sophia (23) studiert noch Betriebswirtschaft, Fachrichtung Weinwirtschaft, an der FH Heilbronn. Holzfässer nutzt Martin Faber noch heute, insbesondere zum Ausbau und zur Lagerung der Rotweine. Die Gärung aber lässt er generell in Edelstahltanks ablaufen, ebenso die Lagerung der meisten Weißweine – heute weltweit Standard.“

Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen viel Erfolg für die Zukunft!


Keine Kommentare möglich.