Direktor Prof. Dr. Schultz, Dekan Prof. Dr. Löhnertz, Sabine Muth (Hauptbibliothek) und ich, für den VEG-Alumniverband, graulierten dem Jubilar persönlich. Er begrüßte uns mit einem einzigartigen Erlebnis – einem 1921er (89 Jahre!) Zeltinger Sonnenuhr Auslese von J.J. Prüm und einem 1968er Rotlack von Schloss Johanissberg.

Paul Claus (Direktor der Forschungsanstalt Geisneheim 1966-1978)

Prof. Dr. Paul Claus übernahm am 14. März 1966 das Amt des Direktors der Hessischen Lehr- und Forschungsanstalt, wie sie noch bis 1971 heißen sollte. Seine erste Amtszeit dauerte bis 1972, ihr folgte eine weitere Amtszeit bis 1978.

In den ersten Jahren seiner Amtszeit kam es 1967 zur Fertigstellung des neuen Institutsgebäudes. Es kam zu einer Neugliederung der Institute. Botanik und Mikrobiologie/ Biochemie wurden getrennt, das Institut Weinchemie und Getränkeforschung entstand. Am Ende stand die Zahl von 5 Instituten des Weinbaus und der Getränkewirtschaft, 4 Institute für Gartenbau und Landespflege sowie weitere 5 Institute.

Aufgrund der stark gestiegenen Studierendenzahlen wurde 1970 kurzfristig ein Hörsaalpavillon mit 380 Sitzplätzen geschaffen.

Wollte man die Geisenheimer Studiengänge zuerst der Fachhochschule Gießen zuordnen, entschied man sich 1970 zur Einrichtung einer neu zu gründenden Fachhochschule Wiesbaden, deren „grüne Fachbereiche“ die Geisenheimer Studiengänge Weinbau, Gartenbau, Getränketechnologie und Landespflege bilden sollten. Am 1. August 1971, gegen Ende der 1. Amtszeit von Claus, nahmen die Fachbereiche Weinbau & Getränketechnologie sowie Gartenbau & Landespflege in Geisenheim ihre Arbeit auf. Nach fast 100 Jahren hörte damit die Ingenieursschule als Teil der Lehr- und Forschungsanstalt Geisenheim auf zu existieren, das neue Konstrukt der „Fachhochschule-Forschungsanstalt“ war entstanden.

Bericht im Wiesbadener Kurier – http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/geisenheim/9476198.htm


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