Der Name Rajtschan ist in Feuerbach gut bekannt: der Besen „Dr“ Emil“ in der Schenkensteinstraße hat viele Stammgäste, und beim „Weinerlebnis Lemberg“, das seit einigen Jahren regelmäßig im Sommer stattfindet, ist Familie Rajtschan ebenfalls mit dabei. Ab nächstem Jahr übernimmt der Nachwuchs auch ganz offiziell das Zepter.
 […]

„Schon als Kind bin ich gerne in die Weinberge gegangen zum Helfen“, erzählt der Weinbaustudent. „Allerdings war es nie geplant, das zu meinem Beruf zu machen – früher wollte ich Feuerwehrmann werden!“ Nach einem Schulpraktikum in der Weinmanufaktur Untertürkheim, das ihm großen Spaß gemacht habe, habe er dann gemerkt, dass er beruflich gerne etwas mit Wein machen würde: „Deshalb habe ich angefangen, Weinbau und Önologie in Geisenheim zu studieren.“

Im Rahmen des Studiums ist Fabian Rajtschan unter anderem in die USA gereist, um ein fünfmonatiges Praktikum im bekannten Weinanbaugebiet Napa Valley zu absolvieren. „Das war wunderbar“, schwärmt der 24-Jährige. „Da habe ich gewusst: Ich will später ein eigenes Weingut haben und eigenen Wein produzieren.“ Aber auch die Idee, das Familienunternehmen von Großeltern, Vater und Onkel zu übernehmen, sei erst langsam und in vielen Gesprächen untereinander gereift.

„Aufgrund eines Todesfalls gab es dann Flächen auf dem Lemberg neu zu pachten – da wusste ich, dass ich eine solche Chance nicht noch einmal bekommen werde.“ Im kommenden Februar wird Fabian Rajtschan sein Studium abschließen und ganz offiziell den Familienbetrieb übernehmen. „Das ist nur eine Formalie – in den letzten drei Jahren habe ich immer mehr Aufgaben von meinen Großeltern, meinem Vater und meinem Onkel übernommen.“ Rajtschans Vater und Onkel, Manfred und Siegfried, haben den Besen 1987 eröffnet, seit 1999 gibt es den zusätzlichen Flaschenverkauf. Beide haben dies im Nebenerwerb getan – Fabian Rajtschan will den Wein aber zu seinem Hauptberuf machen: „Das ist das große Ziel. Anfangs werde ich sicher aber einen Job suchen müssen, so lange, bis der Betrieb genügend abwirft.“ Mit Fabian Rajtschan ist dann die siebte Generation der Familie als Wengerter tätig, und wenn er über seine Pläne für das kommende Jahr spricht, merkt man, wie wichtig ihm die Sache ist: „Ich möchte ein neues Betriebskonzept erstellen, die Außenkommunikation verbessern und mehr Marketing machen.“ Außerdem sucht er nach weiteren, größeren Betriebsflächen, denn der Wein wird momentan im Besenkeller produziert: „Da sind wir aber schon mehr als ausgelastet.“ Auch was die Weine selbst eingeht. möchte er eine neue Richtung einschlagen: „Bisher haben wir viel Trollinger produziert, das ist ein eher leichter Rotwein. Ich möchte mich auf die schwereren Rotweine wie Lemberger und Cabernet Sauvignon konzentrieren.“

[…]

Weiterlesen im Stuttgarter Wochenblatt: http://www.stuttgarter-wochenblatt.de/stw/page/detail.php/2712214


Keine Kommentare möglich.