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Vorwort von Ingmar Jung – Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK)

(…) „Die enge Verzahnung zwischen der Forschungsanstalt Geisenheim und demFachbereich Geisenheim der Hochschule RheinMain – und damit von Forschungund Lehre auf dem Campus Geisenheim mit dem bundesweit einmaligenSchwerpunkt im Bereich der Sonderkulturen und deren Erzeugnissen – war seitJahrzehnten ein prägendes Merkmal fürden Standort. Die anwendungs-  und grundlagenorientierte Forschung ist national wie international anerkannt. Die Expertise von Geisenheim wird stetig nachgefragt. Es gibt keine weitere Forschungseinrichtung in Deutschland, die in diesen Arbeitsfeldern eine vergleichbare Reputation genießt!

Mit der kurzfristigen Kündigung desS taatsvertrages durch das Land Rheinland-Pfalz und dem Aufbau einer ähnlichen Einrichtung in Neustadt an der Weinstraße zeigt sich, welche Blütenfalsch verstandener Föderalismus treiben kann. Ganz offensichtlich will man auf der anderen Rheinseite in der Weinbauforschung und-ausbildung eigene Wege gehen. Das ist grundsätzlich legitim. Unverständlich ist nur, warum Rheinland-Pfalz dabei mit einem „völlig neuen dualen Studiengang“wirbt, der so auch in Geisenheim möglich wäre. Auch die Idee, mit“nur“50 % zeitlichem Engagement inder Lehre Professuren als Forschungsprofessuren auszuweisen, wird als Neuheit verkauft. Dies ist jedoch bereits seit 40 Jahren auf dieser Seite des Rheins etabliert. All dies hätte also auch gemeinsam in Geisenheim realisiert werden können. (…)


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