Frank Meilinger und Kathrin Wind führen das Gerät vor, das Bodenproben aus 30, 60 und 90 Zentimeter Tiefe zutage fördert. Foto: RMB/Margielsky

Frank Meilinger und Kathrin Wind führen das Gerät vor, das Bodenproben aus 30, 60 und 90 Zentimeter Tiefe zutage fördert. Foto: RMB/Margielsky

„Kathrin Wind und Frank Meilinger werden bald bei vielen Winzern im Rheingau und an der Hessischen Bergstraße bekannt sein. Die beiden Absolventen des Geisenheimer Weinbau-Studiengangs sind für das Beratungsprojekt eingestellt worden, das vom Land bis Ende des nächsten Jahres mit insgesamt 344 000 Euro unterstützt wird. Sie sind mit einem Gerät ausgerüstet, das automatisch Bodenproben entnimmt, die dann auf Nitrat- und Nährstoffgehalt untersucht werden. Wie berichtet, haben das Regierungspräsidium Darmstadt, die Weinbauverbände Rheingau und Hessische Bergstraße sowie die Forschungsanstalt eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die eine dauerhafte Verringerung des Nitratgehalts im Grundwasser zum Ziel hat. Dabei geht es nicht nur um Beratung über das richtige Düngen. Thema ist das „Bodenmanagement“ insgesamt, die Bearbeitung über das ganze Jahr hinweg.

Nicht von heute auf morgen

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie wurde schon im Jahr 2000 verabschiedet. Dennoch gehöre Hessen zu den Vorreitern, die an die Umsetzung gehen, erklärt Professor Otmar Löhnertz, Leiter des Fachgebiets Bodenkunde und Pflanzenernährung in Geisenheim. „Das Problem ist sehr hartnäckig. Was heute im Grundwasser gemessen wird, wurde 1990 gedüngt“, sagt er. Deshalb hält er das Ziel, schon bis 2015 eine Trendumkehr zu erreichen, für wenig realistisch.

Die hessischen Weinbauregionen gelten nun als „Maßnahmegebiet“, in dem keine unterschiedlichen Grenzwerte in Abhängigkeit von Wasserschutzzonen gelten. Generell gilt der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter, aber auch bei 25 Milligramm werde schon Handlungsbedarf gesehen, erläutert Stefan Muskat vom Fachgebiet Bodenkunde.

(…)

Das Projekt, das auch die Verringerung der Bodenerosion und damit der Phosphatfracht im Wasser sowie Verbesserungen beim Pflanzenschutz zum Ziel hat, setzt auf eine freiwillige Beteiligung der Winzer. „Wir treten nicht als Kontrolleure auf“, betont Löhnertz. Frank Meilinger und Kathrin Wind beraten die Winzer ortsbezogen in Gruppen, stehen auf Wunsch aber auch für…“

Weiterlesen: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/eltville/10918824.htm

Ein Beitrag des Wiesbadener Kurier von Bernd Minges.


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