12.10.2011, von Bernd Minges, Wiesbadener Kurier:

URL : http://www.wiesbadener-kurier.de/region/rheingau/geisenheim/11247879.htm

Bald mehr Platz für Studenten
„SEMESTERBEGINN Rund 290 Studienanfänger in Geisenheim / Im früheren Bodenkunde-Gebäude proben Musikbands

Mit rund 290 Studienanfängern sei der Andrang nach wie vor stark, sagt Professor Otmar Löhnertz, Dekan des Fachbereichs Geisenheim der Hochschule RheinMain. Die Weinbau-Studenten haben mit 94 jungen Männern und Frauen wieder den höchsten Anteil zum Semesterstart. 53 Studierende entschieden sich für Internationale Weinwirtschaft, 38 für Getränketechnologie. Für Gartenbau haben sich 45, für Landschaftsarchitektur 56 Anfänger immatrikuliert, so Löhnertz. Am Studienstandort Geisenheim sind insgesamt mehr als 1 000 Studenten eingeschrieben.

Erstmals beginnt in diesem Semester ein Masterstudiengang für Getränketechnologen in Kooperation mit der Universität Gießen. Master-Abschlüsse sind auch in Oenologie, Weinwirtschaft und im internationalen Studiengang „Vinifera“ möglich, bei dem Geisenheim in ein Netz von europäischen Hochschulen eingebunden ist. Absolventen des Geisenheimer Studiengangs Landschaftsarchitektur können ein Masterstudium „Umweltmanagement und Stadtplanung in Ballungsräumen“ an der Hochschule in Wiesbaden anschließen.

Zusätzliche Hörsäle

Die wegen der noch nicht abgeschlossenen Gebäudesanierungen angespannte Raumsituation wird sich ab Januar wieder entspannen, sagt der Dekan. Wie berichtet, werden aus Mitteln des Konjunkturpakets II die denkmalgeschützten Gebäude der Mikrobiologie und der Phytomedizin saniert. Nach dem Abschluss stünden zwei Hörsäle und Räume mit Internet-Zugang zur Verfügung, in denen die Studenten bessere Arbeitsbedingungen vorfinden sollen, so Löhnertz.

Die weitere Entwicklung auf dem Campus-Gelände ist derzeit gebremst: Die Geisenheimer Forscher warten nach wie vor auf eine Entscheidung des Hessischen Wissenschaftsministeriums über die künftige Organisation von Forschungsanstalt und Hochschule. Nach der Kündigung des Staatsvertrags mit Rheinland-Pfalz soll es eine neue Struktur geben, mit der die institutionelle Trennung von Forschung und Lehre aufgehoben wird. (…)


Keine Kommentare möglich.