…wie er aufgrund seiner großen Bedeutung und Begehrtheit genannt wird. Er  besticht durch seine tiefroten, langlebigen und kräftigen (tanninreichen) Weine Die in Frankreich in Bordeaux beheimatete Rebsorte stammt aus einer Zufallskreuzung: Cabernet Franc x Sauvignon Blanc, was man 1997 durch eine DNA- Analyse herausgefunden hat. Eigentlich dachte man, dass Cabernet Sauvignon von einer Wildrebe abstammt da der Name „Sauvignon“ aus dem französischen Wort „sauvage“ abgeleitet wurde, was übersetzt „wild“ bedeutet.

Von Bordeaux aus trat er dann seinen Siegeszug in die gesamte Weinbauwelt an. Er liegt mit ca. 200.000 ha Rebenfläche an siebter Stelle. Auch wenn die prozentual gesehene Hektarfläche in Frankreich am größten ist, erlangt er  in Ländern wie Australien, Chile und Kalifornien eine immer größere Bedeutung. Gerade in den USA gehört er bereits zu der populärsten Rebsorte.

Cabernet Sauvignon eignet sich vor allem für relativ warme Klimazonen wie z.B. für die Region Médoc in Bordeaux. Dennoch hat er nur relativ geringe Ansprüche an den Boden beispielsweise wächst er am besten auf Kiesel, Quarz und grobem Sand. Die unterschiedlichen Böden geben den Weinen ihre Rasse, Farbe und Haltbarkeit mit. Die spätreifende Rebsorte kann leicht Mostgewichte über 100° Oechsle erreichen, jedoch auf Kosten der Säure. Aufgrund seiner dicken Beerenhaut bringt die Rebe sehr tanninreiche und aromatische Weine mit sich. Voll ausgereift findet man Aromennoten wie Zedernholz, schwarze Johannisbeere, Schokolade und Tabak. Unausgereift eher unangenehme grüne Aromen wie Gras, Paprika und grüner Pfeffer.

Allgemein kann man sagen, dass die Weine eher schwer und tieffarbig sind mit einem hohen Tannin-,  Alkohol- und Fruchtgehalt. Meist lagert der Winzer seinen Wein 12- 15 seltener bis zu 30 Monaten in einem alten oder neuen Barriquefass. Dies gibt ihm eine zusätzliche Holz- bis Vanillenote und mildert die adstringierenden Gerbstoffe. Für gute Cabernet Sauvignon Gewächse ist also etwas Geduld gefragt.

Reinsortig ist er eher selten anzutreffen, da er durch sein Tanningerüst eher etwas hart und unzugänglich wirkt. Beliebt sind hingegen Cuvées die man unter dem Namen „Bordeaux Verschnitt“ „Cabernet/Merlot- Verschnitt“ und „Red Mertiage“ kennt. Beim typischen Verschnitt mit Merlot und Cabernet Franc gibt er den Weinen das nötige Rückgrat, durch ihre Säure und die Tanninstruktur.

Ob er rein ausgebaut wirklich so hart und unzugänglich ist, haben wir am 7. Dezember 2011 bei unserer Verkostung auf die Probe gestellt. Um auf die Vielschichtigkeit der Sorte CS hinzu weißen, begrüßten wir unsere Kommilitonen mit etwas Prickelndem, einem Cabernet Sauvignon Rosé Sekt 2009 von Weingut Steininger aus Langenlois (Österreich). Anschließend hatten wir folgende Weine standen auf dem Prüfstand. Die Weinauswahl umfasste eine Preisspanne von 1,99€ bis 94,00€.

Verkostungsliste:

  1. New World Collection 2010, Valle Central, Chile- Discount 1,99€
  2. Le Satine Vin Rouge 2010, Pays d’ Oc, Frankreich-  Discount 2,49€
  3. Château Chasse Spleen 2006, Bordeaux, Frankreich- Online 32,99€
  4. Gamla 2008, Golan Heights Winery, Israel- Online 14,90€
  5. Wynns 2006, Coonawarra South, Australia- Online 9,90€
  6. Premstaler 2008, Kellerei Kaltern, Südtirol- ab Hof 19,90€
  7. New World over Seas Wines 2011, Western Cape, South Africa- LEH 2,99€
  8. Standartwein, Langgut Erben, Dornfelder barrique 2009, Pfalz, Deutschland-LEH 4,99€
  9. Baron Philippe de Rothschild, Les Cépages 2009, Languedoc, Frankreich- Online 7,40€
  10.  Beringer Private Reserve, 2004, Kalifornien, USA- Online 93,00€
  11.  Tohubabohu, 2009, Markus Schneider, Pfalz, Deutschland- Online 19,50€
  12.  Kollwentz 2008, Neusiedlersee, Österreich- Online 39,90€

Für unsere Verkostung war es für uns wichtig, dass Weine der wichtigsten Anbaugebiete wie: Frankreich, USA, Australien, Chile und Südafrika vertreten waren. Eines konnten wir uns nicht nehmen lassen, nämlich das Duell zwischen Deutschland und Österreich. Da eines unsere Gruppenmitglieder aus Österreich stammt. Begeisternd festzustellen war, dass sich die Nachbarländer ein Kopf- an Kopfrennen lieferten und am Ende punktgleich den dritten Platz einnahmen.

Und somit kommen wir zu den Treppchen Weinen:

Platz 3

DLG Punkte: 2,95

Tohubabohu

                  Markus Schneider

    Pfalz, Deutschland

       Jahrgang: 2009

       14,5  % vol. Alk.

Preis: 19,50€

Unser deutscher Kandidat hat so eine intensiv dunkel-rote Farbe das der Boden des Glases nicht mehr sichtbar ist. Er wird als würziger Wein mit dunklen Früchten wie Kirschen beschrieben.Außerdem hat er grüne Tannine, ein Hauch von Karamell und wird gerne mit den Worten rauchig bis speckig umschrieben.Allgemein ist er recht speziell mit viel Alterungspotential nach oben.  Dennoch ein Cabernet Sauvignon, welcher Deutschland gut vertritt und die Geschmacksknospen unserer Kommilitonen getroffen hat.

Auch auf Platz 3 unser Österreicher

DLG Punkte: 2,95

Kollwentz

      Neusiedlersee, Österreich

              Jahrgang: 2008

              14,00 % vol. Alk.

                 Preis: 39,90 €

Der aus dem Nachbarland stammende Wein ist in der Farbe eine Nuance heller als sein Mitstreiter auf dem gleichen Platz. In der Nase überzeugt er durch Aromen von Brombeere, Kirsche, Mokka sowie ein Hauch von Vanille, was auf einen Holzausbau schließt. In der Auswertung ist er der tanninreichste Wein aller probierten Weine.Genau wie sein deutscher Kollege hat auch er grüne Tannine sowie Karamellnoten am Gaumen. Rundum wird er aber als harmonisch und interessant beschrieben.

Platz 2

DLG-Punkte: 3,21

 

Wynns

Coonawarra South Australia

Jahrgang: 2006

14,20 % vol. Alk.

    Preis: 9,90 €

Der 2. Platz geht an unseren Australier.  Der Überseewein besticht durch seine Schokofondue Charakteristik welche gezeichnet ist durch Noten von Vanille, Schokolade und einer leichten Süße. Außerdem wird der Wein als sehr würzig, pfeffrig und leicht bitter empfunden. Die dunklen Früchte wie Brombeere und Cassis steigen einem sofort in die Nase. Obwohl er bereits aus dem Jahre 2006 ist, hat er immer noch viel Alterungspotential und hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht.  Er sorgt für eine rege Begeisterung da das Preis-Leistungs-Verhältnis exzellent ist.


Platz 1

DLG-Punkte: 3,39

Beringer Private Reserve

       U.S.A. , Kalifornien

Jahrgang: 2004

12,5 % vol. Alk.

Preis: 93,00€

Der Gewinner unserer heutigen Verkostung kommt aus den USA. Der Kalifornier überzeugte durch seine Komplexität in der Nase, die durch seine Aromen von Holz-Vanille, Tabak, Cassis, Kirsche sowie ein Hauch von Schokolade besticht. Außerdem hat er sehr ausgereifte Tannine, wodurch er unter anderem seine Hohe Punktzahl erlangt. Alles in allem überrascht der Cabernet Sauvignon aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit einer Mineralität und Komplexität. Ein rundum harmonischer Wein der die reinsortig ausbebaute Rebsorte hervorragend vertritt.

Die Französichen Cabernet Sauvignons

Obwohl in Frankreich überwiegend die sogenannten Bordeaux-Verschnitte hergestellt werden, haben wir dennoch 3 reinsortige Cabernet Sauvignon´s gefunden und in unsere Verkostung mit antreten lassen. Hier die Rangfolge:

Platz 1

DLG-Punkte: 2,67

Baron Philippe de Rothschild,  Les Cépages, Languedoc, 2009, 12,75% vol.

Preis: 7,40€

Der Franzose überzeugt durch seine Eleganz und frischen gut eingebundenen Tanninen. Der vielschichtige, würzige Wein hat unter anderem Noten von Vanille, Cassis und Kaffee. Er erinnert stark an ein frisch geöffnetes Marmeladenglas.Ein einfacher, harmonischer Wein, den man jeden Tag genießen kann.

Platz 2

DLG-Punkte: 2,63

Château Chasse Spleen, Bordeaux, 2006, 12,50% vol.

Preis: 32,99€

Der teure Franzose ist der trockenste und der tanninreichste der Dreien. Die Aromen wie Cassis, Holunder, Brombeere, Vanille und Tabak steigen einem beim Schwenken des Glases in die Nase. Der knapp an Platz 1 vorbei gestreifte Wein braucht sich nicht vor dem Erstplatzierten zu verstecken.

Platz 3

DLG-Punkte: 2,15

Le Satine Vin Rouge, Pay D`OC, 2010, 12,50% vol.

Preis: 2,49€

Der Discounter zeigt leider keine typischen Cabernet Sauvignon Charakteristiken. Er hat vor allem unreife Tannine und Aromen wie Joghurt, Paprika und Cassis. Durch seinen relativ hohen Restzuckergehalt, mundet er den meisten nicht.

An diesem Nachmittag konnten wir herausfinden, dass die in der Literatur beschriebenen harten, tanninreichen Weine nicht mehr dem heutigen Ausbaustil entsprechen.  Die Tendenz zu weicheren / gut ein gebundeneren Tanninen bis hin zu mameladigen Tönen ist uns in der Verkostung ins Auge gefallen.

Wieder einmal konnten wir unser Wissen über Internationale Rebsorten und deren Geschmäcker erweitern.

Wir hoffen, dass die Edelrebsorte auch Ihren Geschmack trifft und dass Sie beim nächsten Weineinkauf einmal zu einer reinsortigen Flasche Cabernet Sauvignon greifen, denn dieser steht den Cuveés in keiner Weise nach.

Viel Spaß beim Probieren wünschen

Marissa Echtle, Christoph Nastl, Jochen Pfadler, Alexandra Rosch

 

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