Grauburgunder und Weißburgunder

Konkurrenz oder Zusammenarbeit?

Für- oder gegeneinander?

Mit den beiden Rebsorten Grauburgunder und Weißburgunder haben sich in den letzten Wochen 5 Studenten in Geisenheim auseinandergesetzt. Die Herkunft war uns wichtig und ob man nun daran glaubt oder nicht, dass der Kaufmann Ruland den „Ruländer“ bzw. Grauburgunder nach Speyer brachte – es ist doch fast wie ein schönes Märchen.

Ein Vortrag über Herkunft und Verbreitung, Ampelographie und internationale Marktbedeutung entstand, wobei auch auf den Ausbau und die sensorischen Merkmale eingegangen wurde.

Zurück zu unserer Leitfrage:

Kämpfen Grau- und Weißburgunder darum, wer die bessere Marktstellung hat oder setzen sie si

ch gemeinsam für eine Sache ein?

Fest steht, sie haben viele Gemeinsamkeiten, viele Ähnlichkeiten, wenn es zum Beispiel um die Ampelographie geht. Beide aus Mutationen der Königin Pinot Noir entsprungen, haben sie beispielsweise die Ansprüche an die Lage, den Boden geerbt.

Und trotz dass sie sich in vielem unterscheiden und einzeln zu betrachten sind, sie kämpfen für die Burgunderfamilie – alle beide!

Von jung und spritzig, über komplex und körperreich – von Kabinett trocken, über Barriquegereift bis hin zum edelsüßen Wein – es ist alles dabei, eine breite Produktpalette.

Und dann kämpft doch jede Rebsorte für sich:

Der Grauburgunder ist in Deutschland ein Wein mit Weltruf!

Trotzdem ist der Weißburgunder im Vormarsch – die Rebfläche steigt stetig und immer mehr Produzenten und Konsumenten lassen sich von „dem perfekten Menüwein“ verführen und inspirieren.

Unsere Verkostung von 11 Weinen beinhaltete Grau- und Weißburgunder von Nah und Fern. Es ware

n einige „Märchen“ mit gutem Ende, andere mit schicksal-behaftetem oder gar dramatischem Ende.

Hier die Top 3 unserer Verkostung – blind verkostet vom IWW Jahrgang 2011:

Dazu ist zu erwähnen, dass alle drei Weine in der Bewertung dicht aufeinander folgen und auch ein ähnliches (ähnlich empfundenes) Geschmacksbild aufzeigen. Die gewinnenden Kriterien waren hierbei Aroma & Frucht, Körper und das Zusammenspiel zwischen heimischen und tropischen Früchten und einem Hauch von Nuss. Dies gilt sowohl für Grau- als auch für Weißburgunder.

Platz 1 geht an den Pinot Gris 2010 von Mud House aus Neuseeland. (18€)

Platz 2 geht an das Weingut Poss aus Windesheim an der Nahe mit ihrem Weißburgunder vom Römerberg 2011. (26€)

Und der 3.Platz geht an den 2010er Pinot Bianco Grigio der Francis Coppola Winery in Kalifornien. (18€) Cuvée aus 87% Pinot Grigio, 5%


Chardonnay und 8% Sauvignon Blanc.

Grau- und Weißburgunder sind sehr facettenreiche Weine. Manche Weine spalteten die verkostende Gruppe, bei anderen herrschte Einigkeit. Wie immer bei einer Blindverkostung, waren die Ergebnisse sehr interessant und spannend.

Abschließend bleibt zu sagen, dass sich die Rebsorten im Grunde einig sind und ihre Familie stolz und stark verteidigen. Sie ähneln Geschwistern: in Vielem so ähnlich und dann doch so individuell unterschiedlich!

Wir persönlich haben unseren Favoriten unter den beiden Rebsorten schon gefunden (die Gruppe teilt keine einheitliche Meinung) – Finden Sie Ihren!

Viel Spaß dabei und sehr zum Wohl mit Grau- und Weißburgunder,

Ihre Grau- und Weißburgunder-Gruppe


zp8497586rq

Keine Kommentare möglich.