Um den Ursprung dieser Edelrebe ranken sich zahlreiche Geschichten. Kommt diese tiefblaue Sorte nun aus dem alten Persien oder doch aus Frankreich? Erst eine DNA-Analyse an der UC Davis im Jahr 1998 brachte Gewissheit: Die Rebsorte Syrah stammt ursprünglich von der nördlichen Rhone und ist eine Kreuzung aus Dueza x Mondeuse Blanche.

Begonnen in Frankreich hat sie seitdem ihren Siegeszug über der ganzen Welt angetreten. Man findet Syrah heute in Europa (Spanien, Frankreich, Italien) und in der neuen Welt. Mittlerweile ist er im Kreise der 10 weltweit am meisten angebauten Rebsorten zu finden.  Besonders in Australien erfreut er sich großer Beliebtheit. Dort nennt man die Rebsorte allerdings Shiraz und bewirtschaftet ganze 45.000 ha. Shiraz hat sich in Australien sogar gegen Konkurrenten wie Merlot und Cabernet Sauvignon durchgesetzt und belegt den Platz der am häufigsten kultivierten roten Rebsorte. Auch begann Shiraz hier seine Karriere als Solokünstler – wird also vermehrt reinsortig ausgebaut.

Doch was ist nun der Unterschied zwischen Syrah und Shiraz? Oft nennt man sie ungleiche Zwillinge. Diese Bezeichnung kommt nicht von ungefähr: Syrah und Shiraz sind zwar genetisch absolut identisch, stellen aber zwei komplett unterschiedliche Weinausbaustile dar. Ausgehend vom größten Anbauland Frankreich (70.000 ha) verwendet man in Europa meist den Begriff Syrah und bezeichnet damit einen eleganten, würzigen Rotwein mit weichen Tanninen. Die Benennung Shiraz entstand in Australien und steht für einen tanninbetonten, konzentrierten Wein. Oft entscheidet sich die Namensgebung mit dem Ausbaustil des Winzers.

Nicht umsonst erfreut sich Syrah heutzutage weltweit großer Beliebtheit. Aromen wie Cassis, Kirsche und Pflaume gehören ebenso zum Repertoire wie Leder, Kaffee und Tabak. Diese Vielfältigkeit  macht Syrah für den Verbraucher sehr attraktiv. Man findet diese Weine mittlerweile sowohl im Discounter, im Lebensmitteleinzelhandel als auch in  Weinfachgeschäften. Von 195 untersuchten Weinen in Discountern  wie Lidl, Aldi und Penny waren immerhin 3 % Syrahweine. Auch im Preisvergleich kann man auf dem deutschen Markt alles finden von 1,99 EUR bis 198,50 EUR im Onlineshop. Es gibt ein breites Angebot von europäischen Herstellern, aber auch Winzer aus Australien, Südafrika und Chile sind gut vertreten und geben den Konsumenten eine große Anzahl von Wahlmöglichkeiten in jeder Preisklasse.

Folgende Wein hatten wir für unsere Probe ausgewählt und in Paaren verkostet:

1. Weingut Knipser Syrah 2009, Deutschland (Pfalz)
40,00 EUR
2. Domaine Costa Lazaridi
Syrah 200, Griechenland
16,50 EUR
3. Feudo Arancio Stemmari3.
Syrah 2010, Italien (Sizilien)
4,99 EUR
4. Cimarosa
Shiraz 2011, Australien
2,29 EUR
5. Vina Ventisquero
Syrah Grey 2009, Chile (Colchagua Valley)
20,75 EUR
6. F.W. Langguth Erben
Dornfelder Barrique 2011, Deutschland
4,99 EUR
7. Delheim Wines
Shiraz 2007, Südafrika (Stellenbosch)
46,75 EUR
8. Maison Blanchard
Crozes-Hermitage 2009, Frankreich (Rhone)
14,90 EUR
9. Shafer Vineyards
Shiraz Relentless 2008, USA (Napa Valley)
59,00 EUR
10. Yellow Tail
Shiraz 2011, Australien
4,99 EUR

11. Elderton Wines
Shiraz Command 2006,
Australien (Barossa Valley)
83,00 EUR

Die Gewinner unserer Verkostung waren:

  • Platz 1.        Nr. 9 Shafer Vineyards
  • Platz 2.        Nr. 11 Elderton Wines
  • Platz 3.        Nr. 10 Yellow Tail

Die Top drei Weine im Sensorischen Vergleich

Vielen Dank sagen:

Ulrich Schilling
Sarah Sophie Hild
Sebastian Layendecker
Vera Wiedemann

Alexander Dürsch

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