Eine Hochschule wird neu gegründet, jedoch nur auf dem Papier und ohne Gründungsfeier? Geht nicht, dachten sich die Geisenheimer, und verlegten das Gründungsfest sechs Monate nach hinten. Eine gute Entscheidung, lässt es sich doch bei angenehm warmem Wetter besser feiern als im Schnee.

Am Freitag, den 14. Juni, fand die offizielle Gründungsfeier statt. Viele Helfer bauten im Park des Campus das Festgelände auf. Die große Bühne vor dem Verwaltungsgebäude ließ auf einen spannenden Abend hoffen. Der dann auch kommen sollte. Sébastien Loison und sein Team von der Mensa der Hochschle sorgten am Grill für leckeres Essen, weitere Helfer schenkten Getränke aus oder waren mehr im Hintergrund aktiv.

Hochschulpräsident Hans Reiner Schulz eröffnete das Fest und entließ die Gäste ins Feiern mit der Aufforderung, doch den Kopf oben zu behalten um besser Riesling trinken zu können. Was auch von fast jedem wörtlich genommen wurde. Nicht nur der Riesling, auch der Geisenheimer Rotwein konnte überzeugen. Die beiden Moderatoren der Party, die ehemalige deutsche Weinkönigin Annika Strebel  (mittlerweile Studentin in Geisenheim) und der Weinblogger Dirk Würtz machten auf der Bühne eine gute Figur und moderierten gekonnt und witzig durch das Programm.

Der offizielle und eher trockene Teil der Gründungsveranstaltung konnte mit gefühlvollen Balladen und rockigen Songs, gesungen und auf dem Keyboard begleitet von der Gruppe Zwangsanomalie genauso wie durch Klarinettenmusik, Irish Folk und Jazz gut aufgelockert werden. Während mehr und mehr Geisenheimer und auch externer Wein, Sekt und Rheingauer Bier getrunken wurden, kam das Wiesbadener Improvisationstheater Restrisiko auf die Bühne. Drei Damen und ein Herr versuchten immer mit Bezug zur Hochschule und dem Berufsfeld Weinbauer zu unterhalten.

Wer ein bisschen Ruhe bedurfte, ging nebenan auf die Spielwiese, entspannte dort, spielte Tischtennis, Federball und konnte sich im Torwandschießen üben. Oder schaute sich das symbolische Tauziehen Dozenten gegen Studenten an. Die erste Runde gewannen die Dozenten locker. Da sich die Studenten aber nicht so leicht geschlagen gaben, wurde in der Revanche-Runde die Ziehrichtung gewechselt. Nun gewannen die Studenten innerhalb von Sekunden.

Der Höhepunkt des Abends vor allem für die Studenten und Junggebliebenen war der Auftritt der Ska-Band Attic Jam. Nachdem einige die Band schon vom Festival besser als nix kannten, stieg die Stimmung zumindest direkt vor der Bühne am späteren Abend der Gründungsfeier noch einmal ordenlich. Leider blieb das Konzert ohne Zugabe, jedoch sorgte ein DJ bis nach Mitternacht für tanzbaren Sound, allerdings nur noch bei Zimmerlautstärke. Man wollte ja niemanden provozieren…

Die Gründungsfeier war ein sehr gut gelunger Auftakt für unsere Hochschule. Ungezwungene Atmosphäre, nette Gespräche, leckerer Wein und viel Musik konnten überzeugen. Gerne wieder! Wenn auch aus anderem Anlass.

 


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