Silvaner

 

Der Silvaner stammt als Zufallskreuzung aus Österreichisch Weiß und Traminer und ist seit 1659 offiziell bekannt.

Verbreitet hat sich die Rebe entlang der Donau bis hin nach Süddeutschland und Franken in Zentraldeutschland. Abgesehen von Mitteleuropa ist der Silvaner international nicht verbreitet.

In Deutschland sind Franken, Rheinhessen und die Pfalz für den Anbau der Rebsorte bekannt.

Insgesamt sind weniger als 10 000 ha mit Silvaner bestockt.

Die Rebe selbst wächst mittelstark und reift auch mittelspät. Die gelbgrünen Trauben sind mittelgroß, ebenso wie die Blätter. Anfällig ist der Silvaner für Trockenstress.

Die Silvanerweine gelten als frisch und unkompliziert. Als Pendant zum Riesling kann man sagen, dass hier eine geringere Säure typisch ist. Da Silvaner eher unkomplizierte Weine ergeben, spiegeln sie häufig das Terroir wieder, auf welchem sie gewachsen sind. Lehmböden unterstützen die Entwicklung von eher neutralen Weinen, Verwitterungsböden bringen eher feine und elegante Weine hervor.

Je nach Anbaugebiet und Qualitätsstufe werden Silvaner oftmals in Edelstahltanks oder in Holzfässern ausgebaut. Besonders in Franken sind Stückfässer weit verbreitet.

Demnach bietet der Silvaner mit seinem Spektrum vom einfachen Sommerwein oder einem cremigen Barriquewein bis hin zum lebhaften Großen Gewächs oder dem konzentriertem edelsüßen Wein für fast jeden Geschmack etwas.

 

Gewürztraminer

 

Insbesondere in Mitteleuropa ist die Rebe Gewürztraminer eine bekannte Rebe.

Was die Herkunft betrifft, so ist der Gewürztraminer ein Buch mit sieben Siegeln. Heute geht man davon aus, dass die Römer die Rebe aus Südeuropa nach ganz Mitteleuropa gebracht haben.

Da er sich in Tramin/Südtirol besonders durchsetzen konnte, verlieh ihm diese Eigenschaft, gepaart mit dem würzigen Aroma, seinen Namen.

Weltweit sind nur etwa 8000 ha der gesamten Rebfläche mit Gewürztraminer bestockt, was ihm einen Nischenplatz auf dem Weltmarkt verleiht.

Schwerpunkt sind hierbei das Elsass, Südtirol sowie einige Anbaugebiete in Deutschland.

Aber auch in den USA, Kanada, Neuseeland und Teilen Osteuropas befinden sich Rebflächen.

Die Rebe selbst gilt derweil als extrem anspruchsvoll.

Durch die hohe Frühjahrsfrostempfindlichkeit ist sie sehr empfindlich, auch stellt sie hohe Anforderungen an das Terroir. Die Böden sollten im Optimalfall eher schwer als leicht sein, was am ehesten auf Löss/Lehmböden oder vulkanisches Tuffgestein zutrifft.

Zudem präferiert der Gewürztraminer eine feuchtwarme Witterung. Dank seiner kleinen, dicken Beeren sind diese auch bei dieser Witterung sehr fäulnisresistent.

Generell gilt für die Rebe: kleine Blätter, kleine und kompakte Beeren, kräftiger Wuchs und ein hoher Anspruch an Terroir und Winzer.

Die Weinstilistik des Traminers ist dabei sehr polarisierend.

Gewürztraminer ist sehr aromatisch-würzig, weshalb er auch zu den aromatischen Rebsorten gezählt wird. Grundsätzlich sind Traminer säureärmer und weisen eine stroh- bis goldgelbe Farbe auf.

Bekannt ist der Gewürztraminer für seine Aromen von abblühender Rose, Litschi, Honig, Karamell, Maracuja und Qiuttengelee auf. Durch die oftmals hohen und konzentrierten Mostgewichte sind besonders schwere trockene oder sehr intensive edelsüße Weine sehr bekannt.

Geüwrztraminer wird oftmals im Stahltank, gelegentlich aber auch im Holzfass ausgebaut. Neben den teilweise beachtlichen Alkoholgehalt sticht besonders das große Reife- und Alterungspotenzial heraus.

 

Reihenfolge der Blindverkostung (5*Silvaner, 4*Gewürztraminer, 1 (Standard)Riesling)

 

Flight 1:

Peter Mertes KG Weinkellereien; 2013 Silvaner trocken; Rheinhessen für 1,99 €/Fl.

Weingut Fleischer, 2013 Silvaner trocken; Rheinhessen für 3,75 €/l

 

Flight 2:

Weingut Schätzel; 2011 Querkopf Silvaner trocken; Rheinhessen für 24,9 €/Fl.

Weingut Zehnthof Luckert; 2012 Sylvaner Creutz; Franken für 49 €/Fl.

 

Flight 3:

Weingut Eva Vollmer; 2011 Silvaner! trocken; Rheinhessen für 9,9 €/Fl.

Weingut Hugel & Fils; 2011 Gewürztraminer Alsace AOC; Elsass für 15,8 €/Fl.

 

Flight 4:

Cantina Tramin; 2012 Nußbaumer Gewürztraminer DOC; Südtirol für 22,9 €/Fl.

Weingut Dr. von Bassermann-Jordan, 2012 Gewürztraminer „S“; Pfalz für 13 €/Fl.

 

Flight 5:

Weingut Fritz Allendorf; 2013 Rheingau Illusion fruchtig; Rheingau für 7 €/Fl.

Weingut d. Hochschule Geisenheim; 2012 Riesling Classic; Rheingau für 6,8 €/Fl.

 

(Fl. = 0,75 l)

 

 Jetzt die Siegerweine

 

1. Platz Nr. 4 Sylvaner Creutz von Zehnthof Luckert

–          Farbe: eher hell

–          Süße: eher geringe Süße

–          Säure: Säure ist etwas höher

–          Alterung: hat noch potential

Er hat Aromen von heimischen Früchten und tropischen Früchten.

Blumige/würzige aber auch pflanzlich/vegetative Noten sind zu finden.

 

2. Platz Nr. 6 Nussbaumer Gewürztraminer DOC

–          Farbe: eher hell

–          Aroma: ausgeprägt

–          Süße und Säure sind im Einklang

–          Alterung: auch er hat noch Potential

 

Auch dieser Wein weist Aromen von heimischen und tropischen Früchten auf, allerdings kann man gut erkennen das besonders blumig/würzige Aromen hervorstechen. Außerdem kann man nussige/karamellisierte Aromen erkennen.

 

3. Platz Nr. 7 Gewürztraminer Alsace AOC von Hugel & Fils

–          Farbe:  sehr hell

–          Aroma: ausgeprägt

–          Süße: hoher RZ

–          Säure: eher gering

–          Alterung: hat ebenfalls potenzial

Bei diesem Wein sind sowohl heimische und tropische Früchte, aber auch

Blumig/würzige Aromen gleichermaßen zu finden. Pflanzlich/vegetative Noten sind kaum zu riechen.Netzdiagramm


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