Vereinbarung unterzeichnet

1996 ist das Geburtsjahr einer äußerst erfolgreichen Zusammenarbeit in Lehre und Forschung zwischen dem damaligen Fachbereich Weinbau und Getränketechnologie,  der Hochschule RheinMain, mit dem  Istituto Agrario di San Michele all Adige in Italien. Später kamen die Universtäten Udine und Trento hinzu. Dieses Abkommen der Hochschule Geisenheim mit den italienischen Universitäten beinhaltet einen doppelten Bachelor-Abschluss, der festgelegte Studienzeiten in Geisenheim wie in Italien vorsieht.

Jährlich treffen sich die beteiligten Vertreter der Universitäten um die Äquivalenzen für die gegenseitigen Anerkennungen der Lehrveranstaltungen zu beschließen.Jetzt waren wieder sechs Professoren und Wissenschaftler aus Italien zu Besuch in Geisenheim. An diesem Treffen wurde auch die Unterzeichnung der überarbeiteten Vereinbarung  des Konsortiums der Universitäten Udine und Trient, der Fondazione E. Mach mit der Hochschule Geisenheim zu feiern. Dazu ging es in den Seminarkeller der Hochschule, wo Hochschul-Präsident Prof. Dr. Hans Reiner Schultz in einer Weinprobe die Besonderheit Rheingauer Weins und der Weine des hochschuleigenen Weingutes vorstellte. Unterstützt wurde er dabei von Prof. Monika Christmann, Prof. Rainer Jung und Prof. Randolf Kauer, die mit vielen anderen Kolleginnen und Kollegen, der Feierlichkeit einen würdigen Rahmen gaben. Ebenso war Prof. Karl Bayer, ehemaliger Dekan des Fachbereichs Geisenheim und Initiator der Kooperation, und Dietlinde Scholz, die den Studiengang von Anfang an betreute, anwesend. Schön war es auch, dass die sechs italienischen Studierenden, die seit Wintersemester hier in Geisenheim sind, mit dabei waren. Sie standen an diesem Abend im regen Austausch mit ihren italienischen „Professore“ wobei viel gelacht wurde. Am nächsten standen Tag standen auf dem Besichtigungsprogramm in Geisenheim das FACE-Projekt und das zentrale Institutsgebäude (ZIG). Vom „Geisenheimer Kaffee“ konnten sich die italienische Kooperation dann bei einer Kaffeeverkostung im Getränketechnologischen Zentrum (GTZ) bei Prof. Dr. Bernd Lindemann überzeugen.

 

Hintergrund:

Ziel des ersten agrarwissenschaftlichen Doppeldiplomabkommens im deutschsprachigen Raum war es, die berufliche Qualifizierung im Weinbau und in der Oenologie auf einem hohen internationalen Niveau durch die Einbindung bedeutender Hochschul- und Forschungsinstitutionen in Deutschland und Italien zu gewährleisten. Seit 1996 haben bereits   112 Studierende im Rahmen dieser Zusammenarbeit ihre Diplom- bzw. Bachelorurkunde erhalten. Zurzeit sind  15 italienische Studierende in Geisenheim immatrikuliert und bereiten sich auf den doppelten Abschluss vor 2 Geisenheimer Studierende waren letztes Jahr in Udine und zur Zeit ist 1 Geisenheimer in Italien. Vor dem Hintergrund einer seit 1996 bemerkenswerten Erfolgsbilanz stiftete Prof. Dr. Klockner, ehemaliger Präsident der Fachhochschule Wiesbaden, im November 2006 auf der 10-jährigen Jubiläumsfeier in S. Michele einen jährlichen Hochschulpreis von Euro 2.000 für die bestbewertete Abschlussarbeit im Rahmen dieser Hochschul-kooperation. Bei Vorliegen von zwei gleichwertigen Arbeiten kann der Preis in je 1.000 Euro aufgeteilt werden.

Bisher erhielten dreizehn italienische Absolventen und zwei deutsche Absolventen den“ Karl-Bayer-Preis“, vom Präsidenten so benannt nach dem langjährigen Dekan des Fachbereichs Weinbau und Getränketechnologie, Prof. Karl Bayer,  dem Gründer der deutsch-italienischen Hochschulkooperation. Diese deutsch-italienische Hochschulkooperation ist kein Selbstläufer. Sie muss – wie bisher – gepflegt werden, damit auch in Zukunft italienische und Geisenheimer Studierende die Chance für einen doppelten Bachelor-Abschluss haben werden.

 


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