Weinbaudozent mit Weinbaustudierenden in denWeinbergen der Hochschule Geisenheim  Georg Kapehl, Hochschule Geisenheim/pps-studios.com

Weinbaudozent mit Weinbaustudierenden in denWeinbergen der Hochschule Geisenheim
Georg Kapehl, Hochschule Geisenheim/pps-studios.com

25 Jahre nach der Wende in den osteuropäischen Ländern hat sich dessen Weinkultur enorm entwickelt. Oxidation, Fassgeschmack, technologisch unsicherer Weinausbau, Unreinheit im Weinkeller und schlechte Durchschnittsqualität sind heute nur noch in den Geschichtsbüchern erfahrbar. Der Tokajer oder der bulgarische Wein sind nicht mehr exotische Legenden, sondern immer wichtigere Anbieter auf dem Weltmarkt. Man spricht darüber, dass der kroatische und slowenische Graševina der neue Grüner Veltliner wird. Immer mehr junge Leute wollen sich in diesen Ländern mit Wein beschäftigen – sowohl mit der Produktion als auch mit der Vermarktung. Da die Hochschule Geisenheim die neuesten Trends immer im Auge behält und weil man weiß, wie wichtig die aktuellsten Kenntnisse im Weinbau und in der Weinwirtschaft sind, kümmert sich ein neues Projekt darum, die Hochschule für potenzielle Studierende aus diesen Ländern attraktiver zu machen.

Jetzt will die Hochschule mit dem neuen, aus Mitteln des ESF und des Landes Hessen finanzierten Projektes Pre-Study Studienbewerber/innen aus süd- und osteuropäischen Ländern den Einstieg ins Studium erleichtern. „Mit dem Projekt schaffen wir Anreize für Studienbewerber/innen aus Ländern, in denen die Arbeitsmarktlage eher ungünstig ist, eine fundierte Ausbildung in Geisenheim aufzunehmen. Wir versuchen mit unserem Betreuungsangebot anfängliche Unsicherheiten und Hürden, die beim Einleben in einem fremden Land auftreten können, abzubauen oder gar zu verhindern, indem wir den Teilnehmer/innen alles an die Hand geben, was sie für ein Studium in Geisenheim brauchen. Die Unterstützung, die sie in der Vorstudienphase erhalten, soll sie dazu befähigen und motivieren, das Studium erfolgreich abzuschließen“, so Lisa-Marie Peters, die das Projekt seit Juli 2014 koordiniert.

In Rahmen des Projektes werden die Studieninteressierten für das Wintersemester 2015/2016 auf die Studiengänge Weinbau und Oenologie, Getränketechnologie und Internationale Weinwirtschaft mit einem Deutschkurs und einem Vorpraktikum in einem lokalen Wein- oder Getränkebetrieb vorbereitet. Die Teilnehmer/innen werden zur Erleichterung des Einstiegs von Patinnen und Paten der Hochschule unterstützt, egal ob es um das studentische Alltagsleben oder um den Besuch bei Behörden geht: sie sind da, um zu helfen. Bei allen Fragen, z.B. zu Zulassung, Studienfachwahl, Wohnungssuche, Finanzierung und Versicherungsschutz steht das Pre-Study-Team der Hochschule gerne zur Verfügung.

„Ich hatte viel zu viel mit der deutschen Bürokratie zu tun, obwohl ich doppelter Staatsbürger bin. Wenn es das Pre-Study Projekt schon vor einem Jahr gegeben hätte, wäre es für mich deutlich einfacher gewesen, in Geisenheim das Studium anzufangen“ – meint der aus Ungarn stammende IWW-Erstsemestler Martin Bukovics, der im Pre-Study Projekt mitarbeitet.

Interessierte aus Ungarn können sich vom 22. bis 24. Januar 2015 auf der internationalen Bildungsmesse EDUCATIO in Budapest einen Überblick über die Angebote der Hochschule Geisenheim verschaffen und mit den Mitarbeitern ins Gespräch kommen. Diese Möglichkeit ergibt sich auch in Rumänien, auf der Bildungsmesse RIUF am 17. März 2015 in Cluj-Napoca. Weitere Informationen: http://kiallitas.educatio.hu/en/ und http://en.riuf.ro.

Die Anmeldung zum Pre-Study Projekt ist bis 13. Februar 2015 bei Frau Peters möglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. E-Mail: pre-study@hs-gm.de, Tel.: +49 6722-502 79728, www.hs-geisenheim.de/pre-study


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