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Teilnehmerin Emilia Koch (22)

Nicht nur Politiker sollten gute Rhetoriker sein, sondern auch Studenten. Die (gelernte) Redekunst hilft Zuhörern, Gehörtes besser zu verstehen und erleichtert Rednern, sich selbst und vor allem auch den Zuhörer besser wahrzunehmen und damit die eigene Position als Vortragender zu stärken. Nicht umsonst gehörte die Rhetorik schon im antiken Griechenland zu den Sieben freien Künsten und war hochangesehen.

Die oftmals von Studenten an ihren Professoren bemängelten fehlenden rhetorischen Kenntnisse und ein langweiliges Vortragen sollte nun für einige Studenten der Hochschule Geschichte sein. Der Career-Service der Hochschule organisierte ein Rhetorik-Seminar, welches in kleiner Gruppe an einem Wochenende stattfand.

Eine der Teilnehmerinnen war Emilia Koch, 22, Gartenbaustudentin im dritten Semester. Sie hatte sich relativ spontan für das Seminar entschieden. „Im Endeffekt geht es ja bei so einem Seminar darum, die Blackbox zu entschlüsseln, also das, was dir selbst über dein Reden und öffentliches Auftreten nicht bewusst ist“, erläutert Emilia.

Wie stehe ich vor einer Gruppe, wo positioniere ich meine Hände, stehe ich fest oder laufe hin und her, halte ich Blickkontakt mit dem Publikum oder richte ich meine Augen nur auf den Bildschirm vor mir oder rückwärts an die Leinwand? Alles Fragen, über die man selbst nachdenken kann, die einem aber während der Vortragsituation gar nicht bewusst sind. In Übungsvorträgen konnten solche Situationen beim Seminar simuliert werden.

Jeder der Teilnehmer hatte als Aufgabe, einen kleinen Vortrag vorzubereiten und diesen anschließend unter Zuhilfenahme der erlernten Techniken zu präsentieren. Im Anschluss gab es ausführliche Feedback-Runden. „Dann durfte sich jeder Teilnehmer zu den Vorträgen äußern und dem Vortragenden direktes Feedback geben, was gut war und was nicht so gut. Das hat ungemein geholfen“, fand Emilia.

Nach dem Seminar musste sie bereits einen regulären Vortrag fürs Studium halten. „Während der Vorbereitung habe ich natürlich auf alles geachtet, was wir im Seminar durchgegangen sind und geübt haben. Im richtigen Vortrag bin ich dann aber anfangs ein bisschen zu nervös, um mir darüber Gedanken zu machen. Aber je öfter man vorne stehen muss, desto leichter fällt es einem auch. Ich versuche einfach, den Vortrag als etwas sehr Positives zu sehen, schließlich habe ich die Möglichkeit, etwas zu präsentieren, was im besten Fall nur mir bekannt ist und für die anderen völlig neu“, erläutert Emilia ihre Strategie.

Mehr Infos zum Careerservice: ute.bickert@hs-gm.de und unter www.hs-geisenheim.de/studierende/career-service.html

 


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