Steffi erzählt aus Ihrem Praktikum in Island:

Zusammen mit zwei weiteren Erasmus+ Praktikantinnen, aus Deutschland und Frankreich, stelle ich Forschungen über das hier in Island weit verbreitete Alpen Schneehuhn an.

Ich wohne zurzeit in Hafnarfjörður, einem Stadtteil von Reykjavík. Das Institut an dem ich arbeite befindet sich in Garðabær und da das Institut eine Busfahrkarte stellt, kann ich die Strecke problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

Meine Aufgabenbereiche waren bisher sehr unterschiedlich, wobei ich zunächst anfing, alte Datensätze aus den Jahren 1963, -64 und -65 zu digitalisieren. Hierbei handelte es sich um alte Jagddaten, aus einer Zeit in der noch nicht genauestens auf Jagdquoten geachtet wurde. Später wurden diese Daten statistisch ausgewertet. Als nächstes habe ich Datensätze zur Berechnung des Eiervolumens digitalisiert. Hierbei wurde statistisch ausgewertet, in welchem Verhältnis das Volumen der Eier zum alter des Tieres steht.

Nachdem ich alle Daten digitalisiert hatte, durfte ich meine Arbeit im Labor weiterführen. Gemeinsam mit Eva, einer Praktikantin aus Deutschland, sezierte ich Flügel von Schneehühnern, trennte dabei die die Handschwinge von der Armschwinge mittels Skalpell, wobei es sehr wichtig ist, dass die Handschwingen mit sechs großen und vier kleinen Federn komplett erhalten und in einem sauberen Zustand waren, andernfalls mussten sie gereinigt und von Blut befreit werden. Das Präparieren der Flügel dient verschiedenen Forschungsarbeiten, wobei die Federn auf Parasiten untersucht werden, die Pigmentierung der Flügel erforscht wird und weitere Forschungen über den Knochenaufbau anstehen.

Schneehuhn Flügel

Die meiste Zeit verbrachte ich gemeinsam mit Chloé, einer Praktikantin aus Frankreich. Ihre Studie richtet sich nach der Untersuchung der Kröpfe der Tiere, wobei wir den Inhalt jedes einzelnen Kropfs untersuchten und botanisch bestimmen mussten.

All diese Arbeiten dienen dem Monitoring und einer Gesundheitsstudie der Schneehühner. Da die Populationen der Tiere zirkulierend schwanken, sind diese Studien nötig, um den Grund dafür herauszufinden. Zusätzlich stellt das Institut die Jagdquoten für das nächste Jahr.

Laborarbeit

Zum Schluss half ich natürlich noch beim eigentlichen Monitoring. Die Vögel wurden mittels Linien-Transekt-Methode kartiert, wobei wir mit einem GPS und einem elektrischen Entfernungsmesser ausgestattet, Transekte entlang liefen und hierbei in ein Formblatt eintrugen, wenn wir ein Schneehuhn sahen, wie weit dieses Tier von uns entfernt war und ob es sich um ein männliches oder weibliches Tier handelt.

 


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