Was haben Glasverschlüsse von Weinflaschen mit Kompostierung zu tun?

Die Antwort auf diese und anderen Fragen suchten eine Gruppe internationaler Studierender mit der Leiterin des Career Service der Hochschule Geisenheim, Ute Bickert, in Berlin.

Die Studierenden kommen aus Italien, Österreich, Türkei, Rumänien und Deutschland und reisten nach Berlin, um dort gemeinsam ein verlängertes Wochenende zu verbringen. Für die meisten von ihnen war es der erste Besuch der Bundeshauptstadt, aber viele hatten oder haben Freunde in Berlin. Entsprechend konkret waren Motive und Erwartungen an die Reise: die touristischen Highlights – Brandenburger Tor und Alexanderplatz- besuchen; auf den türkischen Markt gehen, Döner und Currywurst essen; die alternative Kunst- und Musikszene miterleben aber auch sich neue Projekte und Geschäftsideen ansehen.

Während der vier erlebnisreichen Tage gab es immer wieder großes Staunen, Fragen und Überraschungen.

– An der East Side Gallery: Westberlin lag mitten in der DDR? Und war komplett von einer Mauer umgeben? Wieso hat man die Mauer nicht früher zerstört?

– Beim Holocaust Mahnmal treffen wir auf einen Vertreter des „wilden Berlins“, ein Fuchs durchstreift mit uns gemeinsam die Gedenkstätte.

– Am Brandenburger Tor die UEFA Champions League Trophäe zum Greifen nah für die Italiener.

– Beim Fotoshooting der Gruppe mit dem Geisenheimer Hochschullogo berichtet unsere Reiseführerin, dass ihr das Logo gut bekannt sei, weil sie vor kurzem an einer Weinverkostung mit neuen Weinen teilnahm, bei der auch Geisenheimer Hochschulweine vertreten waren.

– Im Nachbarschaftsladen WELTRAUM lernten wir von Joachim Betzl wie man mit Low-Technik-Methoden und aus Abfallprodukten der industriellen Fertigung Bokashi Eimer zur Kompostierung von organischen Abfällen als Grundlage der Terra-Preta hergestellt, bei denen die Glasverschlüsse von Geisenheimer Weinflaschen Verwendung fanden. Unser Mittagessen und unseren Kaffee kochten wir mit von uns gebauten Mikrovergasern auf einem Bürgersteig mitten in der Stadt und produzierten dabei Holzkohle. Anschließend zeigte uns Joachim Betzl wie aus Weinkisten Wurmkisten werden.

https://www.projekte.hu-berlin.de/de/sustainability/flagship-activities/hsk-sustainability

https://www.youtube.com/watch?v=mXwVQZIx8m8

http://www.alternative-agriculture.org/real/Terra_Preta

Und zwischen den vielen Aktivitäten immer wieder gemeinsame Erholung, Kosten der zahlreichen internationalen Spezialitäten, Einatmen des Flairs der Stadt, Musik und Begegnungen genießen.

 

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Auf die Frage, was die Studierenden in den vier Tagen am meisten beeindruckt hat, antworten sie: „Die Vielfältigkeit Berlins, Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und sozialer Schichten, alle vielfältig gemischt in fast allen Stadtteilen. Orte, die sehr nah beieinander sind und doch so verschieden.“ Die Stadtführung mit der Absolventin der Humboldt Universität begeisterte alle.

Aber es gab auch Kritik: „Viel zu wenig Zeit!“

Fazit einer italienischen Studentin: „Das hier ist keine Stadt.Berlin ist wie eine kleine Welt, aber zu groß für mich“ und die türkische Studentin ergänzt „Geisenheim ist genau richtig“.


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