Blick auf einen Weinberg im Rheingau: Ein Schwerpunkt des virtuellen Internationalen Weininstituts ist es, Nachhaltigkeitsstrategien im Weinbau zu entwickeln. © Deutsches Weininstitut

Blick auf einen Weinberg im Rheingau: Ein Schwerpunkt des virtuellen Internationalen Weininstituts ist es, Nachhaltigkeitsstrategien im Weinbau zu entwickeln.
© Deutsches Weininstitut

Bordeaux/Wiesbaden. Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute, während der Unterzeichnung der neuen Kooperationsvereinbarung über die weitere Zusammenarbeit im virtuellen Internationalen Weininstitut (Bordeaux-Adelaide-Geisenheim Alliance, BAG), betont, dass sich die Anschubfinanzierungen für das Pilotprojekt seit dem Jahr 2013 bewährt haben.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: „Die Investitionen in Höhe von mehr als 500.000 Euro in ein virtuelles internationales Institut, haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Wissenschaftler der weltweit führenden Hochschulen im Bereich des Weinbaus – Bordeaux, Adelaide und Geisenheim – eng verzahnt miteinander forschen und so ihre Arbeiten entscheidend voranbringen konnten. Die Fortsetzung dieser erfolgreichen Kooperation bringt deutliche strategische Vorteile für unsere Hochschule Geisenheim.“

Einmalige Forschungs- und Lernplattform

Die mittlerweile 20-jährige Partnerschaft zur Aquitaine hat für das Land Hessen besondere Bedeutung. Die Zusammenarbeit des Instituts des Sciences de la Vigne et du Vin, Bordeaux, mit der früheren Forschungsanstalt Geisenheim (heute Hochschule Geisenheim University) begann bereits im Jahre 2007 und war damals einzigartig in Europa.

2013 gründeten die beiden Institute gemeinsam mit dem Australian Wine Research Institute Adelaide, das BAG. Das einstige Pilotprojekt dient als Forschungs- und Lernplattform. Es erlaubt eine effektive Koordination und Durchführung von gemeinsamen Forschungsprojekten über Ländergrenzen und Kontinente hinweg und trägt erheblich zum besseren internationalen Austausch von Promovierenden und Wissenschaftlern bei.

Beitrag für die Zukunft

„Mit der Unterzeichnung der heutigen Vereinbarung ist ein weiterer Schritt in diesem wegweisenden Partnerschaftsprojekt getan. Drei herausragende Akteure in der Weinbauforschung haben inzwischen eine internationale Nord-Süd-Achse in ihrem Forschungsbereich etabliert. Mit der Bordeaux-Adelaide-Geisenheim Alliance leisten alle beteiligten Akteure einen großartigen Beitrag, um gemeinsam für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein. Dazu gehört es beispielsweise, Antworten auf Fragen der Bekämpfung von Schädlingsbefall und Krankheiten der Reben zu finden“, erklärte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Ein weiterer geplanter thematischer Schwerpunkt des BAG ist zudem die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien im Weinbau. Dabei spielen insbesondere die Veränderungen der Klimazonen eine herausgehobene Rolle.

26.06.2015, Pressestelle: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst


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