ISVV

Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper und Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister (Zweiter von links) mit den Professoren Alain Blanchard, Gilles de Revel und Serge Delrot sowie dem Vizepräsidenten der Aquitaine, Mathieu Hazouard (rechts)

Rheingauer Hochschule und ISVV arbeiten erfolgreich zusammen; Petra Müller-Klepper: „Pfeiler der Partnerschaft Hessen-Aquitaine“

Geisenheim/Bordeaux. Die Hochschule Geisenheim University arbeitet eng mit dem Weinforschungsinstitut ISSV (Institut des Sciences de la Vigne et du Vin) der Universität Bordeaux zusammen. Der Europaausschuss des Hessischen Landtags, der unter Leitung seiner Vorsitzenden Petra Müller-Klepper anlässlich des 20jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Hessen und der Aquitaine in Bordeaux zu Gast war, informierte sich in der französischen Bildungs- und Forschungseinrichtung über die aktuellen Projekte und Perspektiven der Zusammenarbeit.

Für die Rheingauer Abgeordnete war die Besichtigung des Instituts und das Treffen mit Institutsleiter Prof. Alain Blanchard, dem wissenschaftlichen Direktor Prof. Serge Delrot und Studiendirektor Prof. Gilles de Revel einer der Höhepunkte des Aufenthalts in der hessischen Partnerregion – wegen des regionalen Bezugs zu ihrem Wahlkreis, aber auch aufgrund der Bedeutung, die die Kooperation im Bereich des Weinbaus für die Beziehungen zwischen Hessen und der Aquitaine hat. „Über den Wein haben Hessen und die Aquitaine zusammen gefunden. Die Beziehungen zwischen dem ISVV und der Hochschule Geisenheim sind ein Pfeiler der Partnerschaft“, waren sich Petra Müller-Klepper und Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister einig, der als Vertreter der Landesregierung den Ausschuss begleitete. Sie sprachen der Leitung und allen Mitarbeitern des ISVV sowie den Verantwortlichen, Dozenten und Mitarbeitern der Hochschule Geisenheim mit dem Präsidenten Prof. Dr. Hans Reiner Schultz an der Spitze Dank und Anerkennung für diesen Beitrag zur Freundschaft zwischen den beiden Regionen aus.

„Jede der beiden Einrichtungen hat ein hervorragendes internationales Renommee, zusammen sind sie unschlagbar. Das Miteinander von zwei starken Partnern führt zu Spitzenleistungen. Es wird gemeinsam geforscht, gemeinsam publiziert und die Lehre durch Austausch von Dozenten und Studenten optimal gestaltet“, so Petra Müller-Klepper. An beiden Standorten profitierten Lehrende, Forscher und insbesondere die Studierenden von den Beziehungen, die 2006 aufgenommen worden seien und sich zu einem engen Netzwerk entwickelt hätten. „Hier wird die Partnerschaft durch gemeinsame Projekte und kontinuierliche Kontakte intensiv gelebt und stetig ausgebaut.“

Seit 2008 tauschen das ISVV und Geisenheim Doktoranden aus, Doktorarbeiten werden gemeinsam finanziert, erläuterte die Abgeordnete. Durch die Gründung eines Graduiertenkollegs solle dies ausgebaut werden. Auch das FACE2FACE-System, mit dem die Auswirkungen steigender Kohlendioxid-Konzentrationen und höherer Temperaturen auf den Weinbau untersucht werden, werde gemeinsam genutzt.

Erfolgreich entwickele sich das neueste Kooperationsprojekt – das virtuelle Forschungsinstitut BAG, bei dem außer den Einrichtungen in Bordeaux und Geisenheim auch das Australian Wine Research Institute in Adelaide mit von der Partie ist. Der Fokus dieses virtuellen Instituts liege auf abgestimmten Arbeiten zur gemeinsamen Erforschung des Klimawandels, des vermehrten Aufkommens von Schaderregern und der Analyse des chinesischen Weinmarkts. „Dieses die Ländergrenzen übergreifende, wissenschaftliche Arbeiten im Verbund ist die Basis für optimale Ergebnisse und eine effektive Nutzung der Ressourcen“, so Petra Müller-Klepper.

Quelle: Petra Müller-Klepper, Mitglied des Hessischen Landtags


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