Eine Analyse des Tourismus im Rheingau in Zusammenarbeit der Hochschule Geisenheim und regionalen Verbänden

Die Symbiose von Wein & Tourismus im Rheingau ist ein Phänomen, das sich nur mit wenigen anderen Weinregionen der Welt vergleichen lässt. Getreu dem Motto der Hochschule Geisenheim „Forschung, Bildung und Praxis“ hat Dr. Gergely Szolnoki, Dozent der Hochschule, im Rahmen einer Lehrveranstaltung ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem Rheingauer Weinbauverband und der Rheingau-Taunus Kultur und Tourismus GmbH ins Leben gerufen. Die Studierenden untersuchten die Verbindung von Tourismus und Wein in der Region aus drei Perspektiven: Es fand zunächst eine Online-Befragung der Produzenten statt, außerdem wurden ausgewählte Weingüter, die erfolgreich vom Tourismus profitieren, interviewt und mehr als 1.500 Touristen an 18 unterschiedlichen Standorten im Rheingau befragt.

Am 26. Juni wurden im Gerd-Erbslöh-Hörsaal der Hochschule Geisenheim die Ergebnisse aus den verschiedenen Studien durch die Forschungsgruppe vorgestellt. Dabei nahmen ca. 140 Personen teil, darunter Presse- und Verbandsvertreter, Bürgermeister, Landräte, Angehörige der Hochschule und Studenten.

Auffällig bei der Studie „Befragung der Touristen“ war die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher im Rheingau. Dabei gaben 35% der Befragten an, sich nur wenige Stunden im Rheingau aufzuhalten. Auf der Besucherhäufigkeit bzw. Nationalität und Anzahl der im Rheingau gekauften Flaschen basierend, wurden insgesamt vier Segmente definiert: Wein&Rheingau-Liebhaber, Weinaffine Rheingau-Touristen, Neubesucher und ausländische Touristen. Bei der Befragung der Weingüter  stellte sich der Ab-Hof-Verkauf an Touristen mit einem durchschnittlichen Umsatzanteil von 20% als ein wichtiges Standbein dar.

Verbesserungsmöglichkeiten sehen die Weingüter in der Infrastruktur, dem Informationsfluss und der geringen Anzahl an Übernachtungsmöglichkeiten im Rheingau.

Zusammenfassend zeigten die Studien, dass Wein & Tourismus im Rheingau eine unzertrennliche Symbiose bilden.


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