Ein Bericht von Bernd Minges, Wiesbadener Kurier, 29.07.2015

RHEINGAU – Eigentlich sind die Rheingauer Winzer mit der Entwicklung der Trauben recht zufrieden. Es gab noch keine gravierenden Krankheiten und die Reben haben im Großen und Ganzen die lange anhaltende Trockenheit erstaunlich gut verkraftet. Trockenstress haben sie insbesondere in Steillagen und auf flachgründigen Böden. Auch die Kirschessigfliege gilt derzeit noch nicht als große Gefahr. Mehr Kopfzerbrechen bereiten den Winzern dagegen die Wespen, die – begünstigt vom trocken-heißen Wetter der vergangenen Wochen – sich besonders wohlfühlen und durch stärkere Aktivitäten als sonst auffallen. Im jüngsten Wetterfax von Weinbauamt Eltville und Hochschule Geisenheim wird davor gewarnt, dass es in diesem Herbst wohl sehr große Probleme mit Wespenfraß geben könnte. Weinbauberater Berthold Fuchs hat „einen Schrecken gekriegt“, als er in einem Frühburgunder-Weinberg jetzt schon Beeren entdeckt hat, die angefressen waren, obwohl die Verfärbung gerade erst beginnt und noch wenig Zucker eingelagert ist.

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