Vertragsunterzeichnung zur Kooperationsvereinbarung Olympiastützpunkt

Vertragsunterzeichnung zur Kooperationsvereinbarung Olympiastützpunkt v.l.: Oliver Großmann – Stützpunkttrainer Schwimmen, Erica Fischbach – Präsidentin Hessischer Bob- und Schlittenfahrtverband, lsb h-Vizepräsident Lutz Arndt, lsb h-Präsident Rolf Müller, Bürgermeister der Stadt Geisenheim Frank Kilian, Laufbahnberater Anulf Rücker, Dr. Gunnar Wöbke – Fraport Skyliners, Hochschul-Präsident Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Vize-Präsident Prof. Dr. Löhnertz, Kanzlerin Marion Waldeck, AStA-Vorstand Franz Wernitsch, OSP-Leiter Werner Schaefer, Laufbahnberater Bernd Brückmann, VEG-Alumni-Präsident Robert Lönarz. Foto: Winfried Schönbach

Nicht nur im, sondern auch nach dem Sport Karriere machen – das ist das Ziel vieler hessischer Spitzenathleten. Gelingen kann das vor allem dann, wenn Sport und Studium sich gut vereinen lassen. Um das zu gewährleisten, haben der Olympiastützpunkt (OSP) Hessen und die Hochschule Geisenheim am Donnerstag (26. November) einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Dieser ermöglicht es Kaderathleten, ihr Studium flexibler zu gestalten und die Studieninhalte auf einen längeren Zeitraum zu verteilen. Zudem erhalten sie über den Geisenheimer Alumni-Verband (VEG-Geisenheim Alumni Association e.V.) eine reizvolle finanzielle Unterstützung.

„Sport verbindet über alle Kulturen und Sprachen hinweg, was gerade in der derzeitigen geo-politischen Lage ein wichtiger Aspekt ist“, formuliert Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Reiner Schultz. „Wenn man dann noch Bildung und Sport kombinieren kann und als Hochschule neben dem Breitensport auch den Spitzensport unterstützen darf, dann haben alle Seiten einen Nutzen.“ Robert Lönarz, Leiter des Hochschulsports, bedankte sich für den guten Start der Zusammenarbeit. Als Präsident des Geisenheimer Alumni-Verbandes „VEG-Geisenheim Alumni Association e.V.“ überbrachte er zudem die Zusage, dass pro Jahr ein Betrag von 3.600 Euro für Spitzensportler zur Verfügung steht, die auf dem Campus studieren.

 

Dr. Rolf Müller, Präsident des Landessportbundes Hessen e.V. (lsb h), lobte dieses Engagement ausdrücklich und bescheinigte der 2013 gegründeten Hochschule zudem eine sehr positive Entwicklung. „Das Ziel der Kooperationsvereinbarung war es, die Anforderungen des Studiums mit den Anforderungen der Hochschule zu koordinieren. Das ist geglückt“, freute sich Müller.

 

Laufbahnberater Bernd Brückmann, der die Kooperation seitens des OSP ausgehandelt hatte, wies zudem darauf hin, dass sich mit der Kooperationsvereinbarung erstmals eine Hochschule dazu verpflichtet habe, die durch das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst geplante Profilquote zu berücksichtigen. „Diese Quote ermöglicht den Zugang für Spitzensportler in zulassungsbeschränkten Studiengängen“, erklärte Brückmann.

Der Studiengang-Katalog der für Weinbau bekannten Hochschule sei vielfältig und für Spitzensportler interessant, beschied Lutz Arndt, lsb h-Vizepräsident für den Bereich Leistungssport. Ihm zufolge müsse alles dafür getan werden, jungen Talenten ein Nebeneinander von Sport und Ausbildung zu ermöglichen. „Durch die Partnerschaft mit der Hochschule Geisenheim wird die Angebotspalette der beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten weiter bereichert“, so Arndt.

Wie wichtig die Kooperation mit Hochschulen ist – der Olympiastützpunkt Hessen unterhält derzeit rund 15 davon –, verdeutlichte Werner Schaefer: „Rund 70 Prozent der deutschen Olympiamannschaft sind Studenten“, nannte der OSP-Leiter eine eindrückliche Zahl. Dabei sei vor allem bei Ausdauersportarten der Trainingsaufwand enorm, so dass ein Studium eine anspruchsvolle Planung brauche. Dies, so Schaefer, sei an der Hochschule Geisenheim nun einfacher möglich.

Nur kurze Zeit nach der Auszeichnung Geisenheims als Hochschulstadt freute sich Bürgermeister Frank Kilian ganz besonders über die neue Kooperation. Dabei verwies er auf die umfangreichen Sportstätten, insbesondere auf das „gut aufgestellte Rheingau Stadion.“ Zudem zählte er sichtlich stolz die in Geisenheim lebenden ehemaligen Olympiateilnehmer auf.

Als verbindendes Element wurde ein Schlüssel zum ab dato gemeinsamen Weinfach in der WineBank Rheingau ausgetauscht, dies mit dankbarer Unterstützung durch Dirk Würtz und dem Weingut Balthasar Ress in Hattenheim. Lönarz, der auch in der Fußball-Nationalmannschaft der Winzer aktiv ist, kommentierte: „Wein und Sport verbindet – in der WEINELF pflegen wir die Kulturgüter Wein und Fußball seit nunmehr zehn Jahren auf ganz hervorragende Art und Weise“. Die Winzer-Euro 2016 vom 25 bis29. Mai 2016 in Rheinhessen und dem Rheingau wird dies eindrucksvoll zeigen.

 

Über den OSP (Olympiastützpunkt Hessen im Landessportbund Hessen e.V.)


Der OSP Hessen (Olympiastützpunkt Hessen im Landessportbund Hessen e.V.) ist eine Dienstleistungseinrichtung im Rahmen der Spitzensportförderung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Er besteht seit 1988 und befindet sich seit 1992 in der Trägerschaft des Landessportbundes Hessen e.V. Das Serviceangebot des OSP steht den olympischen Spitzenverbänden und seinen Bundeskader-athleten/innen zur Verfügung und wird regional von circa 380 Athleten/innen aus rund 30 Spitzenverbänden genutzt. Es umfasst die sportmedizinische und sportphysiotherapeutische Versorgung, die trainingswissenschaftliche und biomechanische sowie leistungsdiagnostische Betreuung als auch die Laufbahnberatung und Koordination der Dualen Karriere von Athletinnen und Athleten.

 Kontakt Laufbahnberatung:

Olympiastützpunkt Hessen
Bernd Brückmann und Arnulf Rücker
Otto-Fleck-Schneise 4
60528 Frankfurt
Tel. +49 (0) 69 -6789-852 und -853
E-Mail:
bbrueckmann@lsbh.de / aruecker@lsbh.de


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