Studentinnen der Landschaftsarchitektur stellen ihren preisgekrönten Entwurf einer Pizza Vegetariana auf dem Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie vor

Henriette Derix und Eva Schmidt (rechts) inmitten ihres Pizza-Gartens.Fünfundzwanzigtausend interessierte Besucher an vier Tagen, Lob von allen Seiten und obendrauf noch den Sonderpreis der Ästhetikjury: Reichlich Grund zur Freude hatten Eva Schmidt und Henriette Derix beim Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie am Pfingstwochenende. Die beiden jungen Frauen, die an der Hochschule Geisenheim Landschaftsarchitektur studieren, hatten im Vorfeld der Veranstaltung mit ihrem Entwurf „Una Pizza Vegetariana“ den Schaugartenwettbewerb gewonnen – und damit die Möglichkeit, auf dem renommierten Gartenfest auszustellen. „Das ist natürlich etwas sehr Besonderes und wir haben uns total über die Auszeichnung gefreut“, sagt Schmidt.

Eva Schmidt (2. v. l.) und Henriette Derix (rechts) mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Alexander von Birgelen (Mitte) und den Zweitplatzierten Martina Heims und Kai Faust.

Eva Schmidt (2. v. l.) und Henriette Derix (rechts) mit ihrem Betreuer Prof. Dr. Alexander von Birgelen (Mitte) und den Zweitplatzierten des Schaugartenwettbewerbs Martina Heims und Kai Faust.

Doch bis zur Ausstellung selbst war noch allerhand zu tun. „Wir haben drei Tage an der Konstruktion gebaut und dann nochmal zwei mit dem Pflanzen verbracht“, berichtet Schmidt, die gerade ihr Master-Studium begonnen hat. Zuvor hatten die Gewinnerinnen Wochen investiert, um die Gewächse zu organisieren. „Auberginen, Tomaten und Paprika, die alle gleichzeitig und jetzt schon tragen, sind nicht so leicht zu bekommen“, weiß Schmidt. Die Arbeit aber hat sich gelohnt. „Als unsere Pizza endlich Gestalt angenommen hat, haben wir über beide Backen gegrinst.“

„Es ist toll, kreativ zu sein, und etwas Eigenes einzubringen“

Den meisten Spaß hat Schmidt, die nebenher in einem Planungsbüro arbeitet, bei ihrem Studium am Entwerfen. „Es ist toll, kreativ zu sein, und etwas Eigenes einzubringen“, sagt sie. Aktuell tun sie und ihre Kommilitonen das bei der Planung eines Mehrgenerationengartens am Ortsrand von Ensheim. „Natürlich sind wir da zuerst hingefahren, haben mit dem Nivelliergerät das Gelände vermessen und Bodenproben genommen“, erzählt die Master-Studentin. Denn Naturverbundenheit und Kreativität sind in der Landschaftsarchitektur nicht alles: „Man hat hier im Studium auch viel mit Technik zu tun, muss verschiedene Zeichenprogramme am Computer beherrschen.“

Dass die Entwürfe dabei normalerweise nur auf dem Papier existieren sei schon „sehr schade“, findet Schmidt. Umso größer die Freude, beim Fürstlichen Gartenfest erstmals das eigene Werk – einen temporären Garten wie einen gedeckten Tisch, der mit botanischen Mitteln italienische Gourmet-Gefühle weckt – auch anlegen zu dürfen. „Viele Leute kamen vorbei und haben sich mit uns unterhalten“, erzählt Schmidt. „Wir haben vier Tage lang eigentlich nur Lob bekommen. Und das ist schon ein tolles Gefühl.“


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