Spannende Multi-Media-Story über Klimawandel, Nachwuchs und Vermarktung

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Was bedeutet der Klimawandel für die Zukunft des Weins?

„Dadurch können auch Rebsorten hier bei uns in Deutschland angebaut werden, die es hier vor ein paar Jahren noch überhaupt nicht gab, weil es einfach nicht möglich war. Und das ist auf jeden Fall ein Wandel, der die Zukunft bestimmen wird“, sagt etwa Jessica Wiltzer, Studentin im Studiengang Weinbau & Oenologie an der Hochschule Geisenheim. „Krankheiten und Probleme, die wir vorher eigentlich nur aus der Literatur gekannt haben, auf die muss sich jetzt auch der deutsche Weinbauer einstellen“, ergänzt Prof. Dr. Monika Christmann, Leiterin des Instituts für Oenologie, und verweist auch auf Wetterextreme: „Wie man mit diesen massiven Bedingungen umgehen kann, das ist unsere große Herausforderung.“

Studierende und Lehrende der Hochschule Geisenheim geben in einem spannenden Multi-Media-Beitrag von 360° Mainz Einblicke in die Zukunft des Weins; sowohl was die Umwelteinflüsse anbelangt, die an der Hochschule Geisenheim unter anderem im Rahmen des F.A.C.E.-Projekts erforscht werden, als auch was Nachwuchs und Marketing-Strategien anbelangt.

„Wir haben viel mehr Quereinsteiger“

„Was wir beobachten ist, dass sich die klassische Orientierung, dass diejenigen, die zum Studium hier herkommen, aus Betrieben kommen, drastisch verlagert. Der Prozentsatz fällt und wir haben viel mehr Quereinsteiger, die Wein eben als eine tolle Sache empfinden. Und ein Hintergrund, warum das auch funktioniert: Wein ist ein extrem globalisiertes Produkt, das heißt, sie können überall hingehen, um zu arbeiten“, berichtet Hochschul-Präsident Prof. Dr. Hans Reiner Schultz von den Entwicklungen in den Wein-Studiengängen.

 

 

Rund 700 Bachelor-Studierende sind derzeit insgesamt in den Studiengängen Weinbau & Oenologie sowie Internationale Weinwirtschaft eingeschrieben. Marketing und Vertrieb sind dabei aber auch Themen für die Winzer. „Früher war es deutlich einfacher, Wein zu vermarkten. Da ist die Kundschaft zu Dir auf den Hof gekommen, hat sich den Jahresbedarf abgeholt, hat sich den Kofferraum vollgepackt und war glücklich“, berichtet Johannes Böhmerle, Weinbau-Student im 4. Semester. „Heute aber ist man unglaublich vergleichbar, weil es in Deutschland erstens unglaublich viele Weine gibt, die importiert werden. Das heißt, unser Markt wird immer größer, wir Winzer müssen uns mit unserem Produkt im Regal profilieren, sei es durchs Etikett, dass man uns erkennt, aber auch – und das ist ganz wichtig – dass wir Qualität produzieren.“

Weinwirtschaft 4.0

Noch weiter in die Zukunft blickt Prof. Dr. Erik Schweickert in der Mulit-Media-Story: „Wenn wir etwas langfristiger nach vorne schauen, wie Weinvertrieb in Zukunft aussieht, dann werden wir sicherlich über Weinwirtschaft 4.0 reden – also ein Internet der Dinge, das eine Vernetzung bringt. Ein Beispiel: Sie gehen in ein Weingut, in dem Sie vorher noch nicht waren. Und derjenige, der Ihnen den Wein verkauft, weiß genau, was Sie möchten. Denn wenn Sie mit Ihrem Smartphone in den Shop kommen und das wird getrackt, dann kann er zum Beispiel zurückliegende Bestellhistorien und Einträge bei Facebook und Twitter koppeln und das auswerten.“

Die ganze Story gibt es auf der Projekt-Seite von 360° Mainz.


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