Professor Müller-Thurgau-Preis wird im Rahmen der VEG-Mitgliederversammlung verliehen

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2.904 organisierte „Geisenheimer“ Mitglieder weltweit sprechen für sich. Um diese Gemeinsamkeit zu wahren, fand vergangenen Freitag wieder die VEG-Mitgliederversammlung (Vereinigung Ehemaliger Geisenheimer – Geisenheim Alumni Association e.V. (kurz: VEG)) im Gerd-Erbslöh-Hörsaal an der Hochschule Geisenheim statt. Begrüßt wurden an diesem Nachmittag die Ehemaligen durch den VEG-Präsidenten Robert Lönarz, der deutlich machte, dass die bestehende Verbindung gepflegt werden muss und auch gepflegt wird. Um Mitglieder ein Leben lang zu halten, ging er insbesondere auch auf die Weiterentwicklung des Alumni-Gedanken an Hochschulen ein. Simone Böhm, Leitung der Alumni-Geschäftsstelle, betonte die Freude, die ihr die Arbeit in Bezug auf die Ehemaligen bereitet und berichtete über ihre Erfahrungen und den Austausch mit den „älteren Semestern“. „Vor allem in den Gesprächen und Erfahrungen mit den „älteren Semestern“ liegt ein großer Erfahrungsschatz, den es zu bewahren und weiterzugeben gilt“, so Böhm. Auf die Vielfältigkeit der seit 2013 bestehenden neuen Hochschule verwies der Präsident der Hochschule Geisenheim, Prof. Dr. Hans Reiner Schultz. Er stellte außerdem die Zielvereinbarungen mit dem Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, den sogenannten „Hochschulpakt 2020“ vor und ging danach auf Einzelthemen wie Forschung sowie Studium und Lehre ein. In Bezug auf die Personalentwicklung verwies der Hochschulpräsident auf den deutlichen Zuwachs gegenüber vor der Hochschulgründung 2012. Ebenso ging er auf die in naher Zukunft geplanten baulichen Maßnahmen auf dem Campus Geisenheim ein und gab den Anwesenden den Tipp, sich nicht mehr nur alle fünf Jahre an der Hochschule blicken zu lassen, sonst würde die Gefahr bestehen, dass die Ehemaligen den Campus nicht wiedererkennen würden. Nach dem Geschäfts- und Kassenbericht, verbunden mit der Entlastung der Geschäftsführung und des Vorstandes, folgten die Wahlen zum Vorstand. Robert Lönarz verwies im Anschluss noch auf den bevorstehenden Umzug der Geschäftsstelle in das Hochschulverwaltungsgebäude und erläuterte unter anderem die Ausblicke wie zum Beispiel der Messebeteiligung der VEG an der INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA in Stuttgart Ende des Monats.

Ein Highlight des Abends war die Verleihung des Professor Müller-Thurgau-Preises an den Rebenveredler und Rebenzüchter Ferdinand Staab, der selbst von 1966 bis 1969 in Geisenheim studiert hat und den Preis allen Rebenveredlern widmete. Passend zum Thema Rebenzüchtung hielt Prof. Dr. Ernst Rühl vom Institut für Rebenzüchtung die Laudatio. Rühl erklärte unter anderem, warum die Rebenveredelung 1963 eingeführt wurde und machte auf die wichtigen Innovationen wie zum Beispiel der Einführung von Chinosol im Bereich der Rebenzüchtung aufmerksam. „Insbesondere auch dank der hervorragenden Kommunikation und guten Beziehungen durch den Preisträger habe sich im Bereich der Rebenzüchtung viel getan“, erklärte Rühl. Staab, der zur Ehrung die Urkunde sowie eine Karaffe von Lönarz überreicht bekam, ist außerdem vielseitig in Verbänden engagiert. In seiner Dankesrede erzählte er, dass sein sehr früh verstorbener Vater damals davon träumte, dass er promoviert. „Nun habe ich sogar einen Professor: den Professor Müller-Thurgau-Preis“, lächelte Staab. „Ich liebe die super Zusammenarbeit mit den Kollegen der Geisenheimer Rebenzüchtung, es ist wie eine Familie der Rebenveredler. Diese und die langjährige Verbundenheit zu den Kunden machen es mir nicht leicht, dass Leben nach den Reben zu leben“, ergänzte der Preisträger weiter.

„Einmal Geisenheimer, immer Geisenheimer.“

Im Anschluss an die Preisverleihung folgten die Ehrungen für 25, 40, und 50-jährige Mitgliedschaften. Mit den passenden Worten „einmal Geisenheimer, immer Geisenheimer“ zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung verwies der VEG-Vizepräsident Edmund Diesler anlässlich seiner Ehrung für die 40-jährige Mitgliedschaft auf die „Marke Geisenheimer“.

Das Zusammentreffen fand seinen Höhepunkt bei der literarischen Weinprobe. Martin Seidler vom SWR Fernsehen las Erich Kästners „13 Monate“. Auf die Frage, ob es für jede Jahreszeit den passenden Wein gibt, präsentierte Josefine Schlumberger, ehemalige deutsche Weinkönigin und Studentin der Hochschule Geisenheim die köstlichsten Antworten. Alles in allem ein literarisch-musikalischer und genussvoller Spaziergang durchs Jahr, die von dem Pianisten Peter Grabinger mit Musik großer Komponisten wie Mozart, Beethoven, Gershwin und Chopin vertont wurden.

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