Teil 5 der Exkursions-Impressionen aus Äthiopien und Ruanda von Carlotta

Nach dem Aufwachen im Morgengrauen machten sich 16 der 18 Studierenden auf den Weg zum Vulkan Bisoke. Da wir am Vorabend aus einem vielfältigen Programm wählen konnten, haben sich auch zwei Studentinnen zu den Twin Lakes aufgemacht. In der Morgensonne wurden wir am National Parc Entrance mit traditionellen Tänzen und Getrommel empfangen. Immer noch etwas müde machten wir uns dann mit unserem Guide Bosko auf eine 45-minütige Fahrt – über teilweise abenteuerliche Straßen – zum Startpunkt.

Auf 2.600 Metern Höhe gingen wir dann los. Einige haben sich auch den Luxus eines „Porters“ geleistet, die den Rucksack bis auf die Vulkanspitze transportieren. Beginnend durch Pyrethrum-Felder (die zur biologischen Insektizidherstellung bestimmt sind), ging es nach einigen Höhenmetern zum offiziellen Parkeintritt in den Regenwald. Bereits nach den ersten Metern begannen wir die Höhe zu spüren.

Beeindruckende Bäume, matschige Wege und anfeuernde „Porter“, die uns in teilweise klettermäßiger Akrobatik auf den Vulkankrater in 3.711 Meter Höhe scheuchten. Entlohnt wurden die Strapazen mit einem Blick auf den Vulkansee und der Grenznähe zum Kongo. Uns wurde eine halbe Stunde Pause gewährt, bevor wir uns wieder auf den schlammigen Rückweg machen mussten. Zum Abschluss wanderten wir noch einen wunderschönen Weg durch den Dschungel. Sehr erschöpft, aber mit Endorphinen im Blut kamen wir dann wieder bei den Trucks an, die uns nach Hause brachten.

Währenddessen im Kanu auf einem der Twin Lakes: Der Rest der Gruppe ist bei zunächst strahlendem Sonnenschein auf dem Weg zur einer sehr idyllischen Insel, die mitten im größeren der zwei Twin Lakes liegt. Bei einer kleinen Wanderung über die von 200 Menschen bewohnte Insel machten sie diverse Zwischenstopps, um die einzelnen Schritte der Bananenbier-Produktion zu sehen und auf einen Kolben Mais und frisch gekochte Eier einzukehren. Am anderen Ende der Insel angekommen, ging es wieder mit dem Kanu Richtung Festland. Vom Ufer führte ein kleiner Pfad steil bergauf durch kleinparzellierte und oft gemischt angebaute Bananen- und Sorghumfelder, Eukalyptus und andere nutzbare Pflanzen.

Nachdem wir alle diesen Ausflugstag in der Natur sehr genossen haben, werden wir die nächsten beiden Tage mit Studenten der INES Universität verbringen.

Im Rahmen einer studiengangsübergreifenden Großen Exkursion lernen neun Studierende aus Geisenheim und neun Studierende der Hochschule Mainz derzeit gemeinsam Land, Leute, Kultur und Kulinarik in Äthiopien und Ruanda kennen. Auf unserem Blog geben sie währenddessen kurze Einblicke und teilen ihre Impressionen.

Hier geht es zu Teil 1 – Geisenheimer Studierende treffen den deutschen Botschafter in Addis Abeba.
Hier geht es zu Teil 2 – Spannende Einblicke in die Produktion von Raisin Wine.
Hier geht es zu Teil 3 – Auf geht’s nach Kigali!
Hier geht zu Teil 4 – Beeindruckende Natur und das ländliche Ruanda.


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