Teil 4 der Exkursions-Impressionen aus Äthiopien und Ruanda von Daniel

Der zweite Tag in Kigali begann mit starken Regenschauern, die bis zum Besuch beim deutschen Botschafter anhielten. Unsere Gruppe wurde für drei Stunden in dessen schöner Residenz empfangen. Wir hatten somit die Möglichkeit, uns mit ihm über verschiedene Themen bezüglich Ruandas auszutauschen. Wie zum Beispiel den Umgang mit dem ruandischen Genzoid und der heutigen gesellschaftlichen Situation. Aber auch über die bilateralen Beziehungen zwischen Ruanda und Deutschland oder das Interesse der deutschen Wirtschaft an Investitionen im Land wurde gesprochen. Nach diesem freundlichen und überaus informativen Empfang ging es auf eine Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Kigali.

Wir besuchten die wenigen Hauptattraktionen wie auch den modernen Teil der Stadt nur mit dem Bus. Jedoch hatten wir einen kurzen Einblick auf einen lokalen Markt, auf welchem es von Früchten über Stoffe bis hin zu Elektrogeräten fast alles zu kaufen gab. Am Abend hatten wir die Möglichkeit, im Goethe Institut Herrn Schmitt, Lektor des DAADs, zu treffen. Herr Schmitt befasst sich mit der Erinnerungskultur in Ruanda, so bot sich uns die Möglichkeit, Fragen zur Aufarbeitung und zum Umgang des ruandischen Genozides zu stellen und zu diskutieren.

Am Samstag ging es vormittags von Kigali nach Ruhengeri. Endlich einmal raus auf das Land, auf welches wir nach zwei großen afrikanischen Städten sehr gespannt waren. Auf der dreistündigen Fahrt bekam man einem Eindruck von der ländlichen Seite Ruandas, welche geprägt ist von kleinbäuerlichem Terrassenbau, der sich über unzählige Hügel hinzieht. Die sich im Norden von Ruanda befindende Stadt Ruhengeri ist umrahmt von mehreren hohen Vulkanen in welchen Afrikas bekannte Berggorillas leben.

Schon beim Ankommen stechen die Berge ins Auge, ihre mächtige Erscheinung im Nebeldunst der Umgebung ist beeindruckend. Auf den Straßen Ruhengeris herrscht ein reges und buntes Treiben. Die zwei Hauptpunkte sind der Stoffmarkt, auf welchem allerlei Stoffe und Kleider verkauft werden. Und der Lebensmittelmarkt mit aller Art exotischen Früchten und Gemüsearten. Auf den Straßen tummeln sich Händler, Schulkinder und die Mototaxi, mit welchen man für wenig Geld schnell durch die Stadt gefahren wird.

Unser Tag endete mit einem Abendessen in unserem Hotel Muhabura und der Vorbereitung auf die am nächsten Tag folgende Wandertour in die Berge.

Im Rahmen einer studiengangsübergreifenden Großen Exkursion lernen neun Studierende aus Geisenheim und neun Studierende der Hochschule Mainz derzeit gemeinsam Land, Leute, Kultur und Kulinarik in Äthiopien und Ruanda kennen. Auf unserem Blog geben sie währenddessen kurze Einblicke und teilen ihre Impressionen.

Hier geht es zu Teil 1 – Geisenheimer Studierende treffen den deutschen Botschafter in Addis Abeba.
Hier geht es zu Teil 2 – Spannende Einblicke in die Produktion von Raisin Wine.
Hier geht es zu Teil 3 – Auf geht’s nach Kigali!


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