Studierende gewinnen zum zweiten Mal in Folge den Sonderpreis der Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur

Martina Heims und Kai Faust in ihrem Staudengarten

Als die Jury die drei Finalisten des Schaugartenwettbewerbs zum Fürstlichen Gartenfest Schloss Fasanerie bekannt gab, waren Martina Heims und Kai Faust, Studierende der Landschaftsarchitektur, „erstmal schon enttäuscht“. Denn ihren Entwurf „Outside the Box“ hatte die Jury als „zu kompliziert für eine Gartenschau“ beurteilt, wie Heims erzählt. Doch lange hielt die Tristesse nicht an, denn der Entwurf, der Besucher motivieren soll, um die Ecke zu schauen und zu denken, gefiel einer anderen Jury: Wie im Vorjahr konnte das Duo den Sonderpreis der Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur abräumen.

Aus ihrer geöffneten Box entspringt eine fröhliche Staudenpflanzung mit strahlenden Taglilien, verspielten Wildgräsern, Farnen und graziler Akelei. Platanen bilden das grüne Dach, die einzige verbliebene Wand ist mit üppigen Stauden und Moosen bewachsen. Der Entwurf versinnbildlicht den Garten als Raum kreativer und geistiger Freiheit. „Der Entwurf betrachtet das Wettbewerbsthema ‚Zimmer im Garten‘ etwas philosophischer“, erläutert Heims.

Ganz konkret sind hingegen Fausts und Heims‘ Pläne für die Gestaltung des Bahnhofs Oestrich-Winkel. In ihrer Bachelor-Arbeit „Rheingauer Portale – Analyse der Bahnhöfe an der Rheinbahnlinie“ haben sie den dortigen Bahnhof auf dem Papier exemplarisch und unter freiraumplanerischen Gesichtspunkten umgestaltet – eine Idee, die auch Bürgermeister Michael Heil begeistert: Die beiden Studierenden dürfen ihren Entwurf im März vor den Stadtgremien präsentieren. Dann wollen beide auch ins Master-Studium der Landschaftsarchitektur in Geisenheim starten. „Es läuft gut, deshalb haben wir uns gedacht: Wir bleiben gerne hier.“


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