Dr. Andreas Holzapfel tritt am 1. September 2017 die Professur für Logistik Management an der Hochschule Geisenheim an

Dr. Andreas Holzapfel

Zu Beginn seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre hat Dr. Andreas Holzapfel die Logistik „gar nicht auf dem Schirm gehabt“, gibt er zu. Ein Professor habe ihn in den Grundlagenvorlesungen für das Thema, dem er bis heute treu geblieben ist, begeistert. Ab dem Wintersemester 2017/18 will Andreas Holzapfel als neuer Professor für Logistik Management an der Hochschule Geisenheim dasselbe erreichen: Die Studierenden im Studiengang Logistik und Management Frischprodukte für die Herausforderungen und Möglichkeiten seines Schwerpunktes begeistern. Im Interview gibt er Einblick in seinen Werdegang und verrät, was die Studierenden in seinen Lehrveranstaltungen erwartet.

Herr Holzapfel, zum kommenden Wintersemester treten Sie die Professur für Logistik Management an der Hochschule Geisenheim an. Wo liegen Ihre Schwerpunkte in Lehre und Forschung?

Die Studierenden werden mich zunächst unter anderem in den Veranstaltungen Logistik I und Supply Chain Management kennenlernen. Ich möchte ihnen einen fundierten Überblick über die Planungsprobleme, -methoden und -systeme in der Logistik geben, sodass sie für ihre späteren beruflichen Aufgaben bestens gewappnet sind. Die ganzheitliche, integrative Betrachtungsweise der Supply Chain spielt für mich hierbei eine wichtige Rolle. Das zeigt sich auch in meiner Forschungsarbeit: Hier beschäftige ich mich mit logistischen Planungsproblemen im Einzelhandel. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Lebensmitteleinzelhandel und der Frage, wie Unternehmen die heute verfügbaren Datenmengen zielgerichtet zur Optimierung der Logistik nutzen können.

Logistik, das mag für den ein oder anderen auf den ersten Blick sehr trocken wirken.

Überhaupt nicht! In der Logistik gibt es immer sehr anschauliche Praxis- und Anwendungsbeispiele. Der Bezug zur und die Relevanz für die Praxis sind enorm wichtig. Daher kooperiere ich schon immer intensiv mit Unternehmen – in der Forschung und zur Bereicherung der Lehre durch Exkursionen und Praxisvorträge. Gerade der Lebensmittelhandel ist für die Logistik ein unglaublich spannendes und vielfältiges Feld mit speziellen Herausforderungen. Ich hoffe, dass ich meine Begeisterung für die Logistik auch auf meine Studierenden übertragen kann.

Welchen Weg haben Sie vom BWL-Studium bis hin in den Rheingau genommen?

Meinen bisherigen beruflichen Werdegang habe ich – mit Ausnahme mehrerer Praktika und einem Auslandssemester in Modena (Italien) – in Ingolstadt absolviert. Schon früh habe ich in meinem BWL-Studium den Fokus auf die Logistik und das Supply Chain Management gelegt. Nach dem Master habe ich dann am Lehrstuhl für Supply Chain Management & Operations als Wissenschaftlicher Mitarbeiter gearbeitet und promoviert. Hierbei habe ich diverse Kurse auf Bachelor- und Masterniveau abgehalten, war verantwortlich für den Bachelorschwerpunkt Supply Chain Management und habe mich in der Forschung mit handelslogistischen Fragestellungen beschäftigt. Nach meiner Promotion habe ich diese Arbeit dann als Akademischer Rat fortgeführt.

Was erwarten Sie von Ihrer neuen Aufgabe an der Hochschule Geisenheim?

Mich erwartet in Geisenheim ein spannender Mix aus Lehre und Forschung in einem neu gebildeten Anwendungsbereich. Das bietet viel gestalterischen Spielraum und darauf freue ich mich sehr. Auf der anderen Seite nötigt mir dies auch einen gewissen Respekt ab, da die Konzeptions- und Setup-Phase sicherlich sehr intensiv wird.

Sie wechseln an eine Hochschule mit einem Fokus auf den „grünen Wissenschaften“, wie sieht es mit Ihrem grünen Daumen aus?

Ich kann mich sehr für Naturthemen und den Anbau von Lebensmitteln begeistern – habe aber nicht wirklich einen grünen Daumen. Im Hinblick auf die gartenbauliche Produktion kann ich von den Studierenden also noch Einiges lernen.

Alle Informationen zum Studiengang Logistik und Management Frischprodukte gibt es auch unter www.werde-frische-logistiker.de!


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