Unterstützung für Forschung zum Weintourismus

Bildquelle: Weingut Rüdiger

Im Rahmen der Entwicklung ihres Strategieplans vergibt die OIV (die Internationale Organisation für Rebe und Wein) zur Unterstützung prioritärer Programme jedes Jahr Forschungsstipendien. Die OIV stellt eine zwischenstaatliche wissenschaftliche und technische Einrichtung mit anerkannter Zuständigkeit in den Bereichen Rebe, Wein, weinhaltige Getränke, Tafeltrauben, Rosinen und andere Reberzeugnisse dar. Die im Rahmen dieses Programms vorgeschlagenen Stipendien werden für sechs bis maximal fünfzehn Monate erteilt und sind für spezifische postuniversitäre Ausbildungen vorgesehen.
In diesem Jahr darf sich Jens Rüdiger von der Hochschule Geisenheim über das Stipendium mit dem Schwerpunkt Weintourismus in Höhe von 6.000 Euro freuen. Er promoviert bei Prof. Dr. habil. Jon Hanf beim Institut für Betriebswirtschaft und Marktforschung, nachdem er sein Weinbau & Oenologie-Studium ebenfalls in Geisenheim sowie der Justus-Liebig-Universität Gießen abgeschlossen hat. Der aus Baden stammende Rüdiger befasst sich mit den Erfolgsfaktoren des Weintourismus im deutschsprachigen Raum. Ziel seiner Arbeit ist die Entwicklung eines ökonomischen Modells, um Faktoren zu isolieren, bei denen Weintourismus für Weingüter ökonomisch sinnvoll ist. Letztlich sollen Winzer beraten werden, ob für sie Weintourismus ein marktrelevanter Sektor im Vertrieb von Wein darstellt.

Tina Kissinger

 


Keine Kommentare möglich.